Die Liste der diplomatischen Vertretungen in Bonn stellt dar, welche Gebäude in der Bundesstadt Bonn, die von 1949 bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland war, und ihrer Umgebung von den Botschaften und weiteren diplomatischen Vertretungen genutzt wurden bzw. werden; wie sie entstanden sind, welche Veränderungen sie erfahren haben und wie sie heute genutzt werden. Ein geringer Teil der diplomatischen Vertretungen einschließlich der Botschafterresidenzen befand sich bis zuletzt außerhalb des Stadtgebiets von Bonn im Rhein-Sieg-Kreis, im Rhein-Erft-Kreis, in Köln oder in den rheinland-pfälzischen Landkreisen Ahrweiler und Neuwied.

Kurzgeschichte Am 15. Dezember 1949 wurden zunächst elf ausländische Missionen für die Bundesrepublik Deutschland bei der Alliierten Hohen Kommission akkreditiert. Die Anzahl der Botschaften bzw. ursprünglichen Gesandtschaften auf dem heutigen Stadtgebiet von Bonn erhöhte sich von 20 im Jahre 1951 (damaliger Schwerpunkt der Residenzen in Köln-Marienburg) über 105 im Jahre 1974 auf 119 Mitte der 1980er Jahre (davon 88 mit Kanzlei in Bad Godesberg).Karl-Heinz van Kaldenkerken, Oberstadtdirektor Bonn (Hrsg.): Ausbau der Bundeshauptstadt. 10 Jahre Hauptstadtvereinbarung 1975–1985. Bonn 1986, S. 19. Dabei entstanden etwa 30 eigens errichtete Botschaftsgebäude – ein als solches zu errichtendes „Botschaftsviertel“, von dem aber nur die syrische Botschaft realisiert wurde, war Ende der 1980er Jahre im Ortsteil Hochkreuz geplant. Zuletzt waren im Großraum Bonn 10.000 Diplomaten in rund 150 diplomatischen Vertretungen beschäftigt. Nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin wurden einige Botschaften, zum Teil vorläufig und zum Teil dauerhaft, in (General-)Konsulate und Botschaftsaußenstellen umgewandelt oder verblieben aus anderen Gründen im Besitz des jeweiligen Staates.

Diplomatische Vertretungen nach Staaten geordnet A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | R | S | T | U | V | Z