Borgia ist eine international koproduzierte Fernsehserie, die unter anderem vom ZDF und dem ORF kofinanziert wurde. Im Zentrum des Geschehens steht die Familie Borgia und deren Familienoberhaupt Rodrigo Borgia, der als Papst Alexander VI. bekannt wurde. Die Serie ist ein Konkurrenzprodukt zur US-amerikanischen Fernsehserie Die Borgias mit Jeremy Irons in der Hauptrolle.

Handlung 1491: Nach dem Tod seines Bruders Pedro Luis kehrt der junge Juan nach Kämpfen gegen die Mauren in Spanien (Reconquista) zurück in den Vatikan, um seinen Onkel Rodrigo Borgia, den Vizekanzler Papst Innozenz VIII. und mächtigsten Mann der Kurie, von dem entsetzlichen Ereignis in Kenntnis zu setzen. Rodrigo schmiedet derweil gemeinsam mit seinem Sekretär Francesc Gacet ehrgeizige Pläne: Nach dem baldigen Ableben des Papstes will Rodrigo selbst den Stuhl Petri besteigen, was voraussetzt, dass zuvor die beiden Konkurrenten Giuliano della Rovere und Ascanio Sforza ausgeschaltet und die Adelshäuser der Orsini und Colonna auf Borgias Seite gezogen werden müssen.

Juan und sein jüngerer Bruder Cesare, der widerwillig in Pisa für das Priesteramt studiert, sollen diese Überzeugungsarbeiten übernehmen, wobei Cesare versagt und sich das jüngste Mitglied der Colonna, Marcantonio, zum Feind macht. Als Marcantonios Onkel Fabrizio Colonna Juan beim Sex mit seiner Ehefrau Nannia ertappt und diese daraufhin tötet, wird der Clan der Colonna Borgias erklärter Feind. Die Orsini jedoch unterstützen Rodrigo vorerst – unter der Bedingung, dass dieser sein Verhältnis mit der jungen Giulia Farnese, Ehefrau von Orsino Orsini Migliorati, beendet.

Im Sommer 1492 stirbt Papst Innozenz. Im Konklave gelingt es Rodrigo, auch den Kandidaten Ascanio Sforza für sich zu gewinnen, durch das Zugeständnis, dass Rodrigos Nichte Lucrezia seinen Vetter Giovanni Sforza von Pesaro heiratet. Mit Sforzas Hilfe wird Rodrigo zu Papst Alexander VI.

Der geschlagene Giuliano della Rovere flieht nach Frankreich, um den dortigen König Karl VIII. dazu zu bringen, auf seinem geplanten Mailand-Feldzug Rom anzugreifen und Rodrigo zu stürzen. Lucrezia heiratet Giovanni Sforza. Juan wird mit der spanischen Prinzessin Maria Enriquez de Luna verkuppelt. Cesare und sein Freund Alessandro Farnese – Bruder von Giulia – werden zu Kardinälen ernannt. Rodrigo gesteht, dass Juan, Cesare, Lucrezia und der elfjährige Jofré seine eigenen Kinder sind.

Giulia Farnese wird selbst von Rodrigo schwanger und fortan mehrmals von ihrem Mann Orsino tätlich angegriffen. Als Juan daraufhin Orsino töten lässt, werden auch die Orsini zu Feinden der Borgia.

Am 8. September 1494 fällt die erste italienische Stadt unter dem Angriff der Franzosen: Rapallo. Der Bericht eines Überlebenden des Massakers schockiert Rodrigo über alle Maßen. In Folge marschiert Marcantonio Colonna, mit den Franzosen im Bündnis, nach Ostia und nimmt dieses in Besitz, was Rodrigo veranlasst, den Kirchenbann über ihn zu verhängen.

Cesare und Juan versuchen, in Rom ein Heer aus ortsansässigen deutschen Söldnern zu schmieden, wobei Cesare zum ersten Mal militärische Führungsqualitäten unter Beweis stellt. Gleichzeitig bricht ein weiteres Bündnis des Papstes entzwei, das Bündnis mit dem Haus Sforza, woran vordergründig die äußerst unglückliche Ehe zwischen Giovanni und Lucrezia Schuld ist. Lucrezia, die sich in den Sohn des Herzogs von Ferrara, Alfonso I. d’Este, verliebt hat, bittet ihren Vater vehement um die Scheidung dieser Ehe.

Als die Gefahr der Franzosen näher rückt, ist Rodrigo gezwungen, auf eine harte Forderung des Feindes einzugehen: Cesare Borgia muss als Geisel dem Feind überlassen werden, in der Obhut Marcantonio Colonnas. Nach Rodrigos anfänglichem Zögern opfert sich Cesare letztlich mehr oder weniger freiwillig für Rom und die Familie.

In Begleitung seines Sekretärs Agapito Geraldini reist er zu Marcantonios Stützpunkt in San Marino, wo er von Marcantonio unter Demütigungen festgenommen wird. Marcantonio lässt ihn aller Kleider berauben und nackt in einem Verlies einsperren. Später besinnt er sich, wie er selbst behauptet, auf die Christenpflicht, die Nackten zu kleiden und den Hungernden Speise zu geben. Er gibt Cesare Kleidung und lädt ihn zu einem Mahl in seinen Gemächern, in dessen Folge er Cesare niederschlägt und vergewaltigt.

Durch die Abwesenheit Cesares desertiert die von ihm aufgestellte deutsche Streitmacht, die sich weigert, dem inkompetenten Juan zu folgen. Juan flieht daraufhin aus Rom. Rodrigo zieht sich mit Giulia Farnese, die hochschwanger ist, Lucrezia und einigen Angehörigen des Kardinalskollegiums in die Engelsburg zurück, um den Angriff der Franzosen auf Rom besser durchstehen zu können. In der Nacht, in der das französische Heer in Rom einfällt, wird Cesare überraschend aus der Haft der Colonna freigelassen und kehrt, in Lumpen gekleidet, verletzt und seelisch angeschlagen, nach Rom zurück. Er kann nicht verhindern, dass seine Mutter Vanozza de Cattanei beim Franzosenüberfall ausgeraubt und vergewaltigt wird. Durch die Hilfe von Johannes Burchard, dem päpstlichen Zeremonienmeister, kann Cesare die Identität des Vergewaltigers seiner Mutter ausmachen und tötet ihn nachts in einer Gasse.

Der französische König stimmt schließlich einem Treffen mit dem Papst zu, wobei er und Rodrigo sich einig werden: König Karl erhält das Königreich Neapel als Territorium, außerdem wird ihm der osmanische Prinz Cem, eine Geisel am päpstlichen Hof, auf seinen Wunsch hin überstellt. Im Gegenzug akzeptiert Karl Rodrigos Papat und zerschlägt damit sein Bündnis mit Della Rovere vorerst. Juan kehrt aus dem Exil zurück und wird trotz seines Versagens von Rodrigo in allen Ehren wieder aufgenommen.

Unterdessen entwickelt sich der Feldzug der Franzosen zum Desaster. 1495 wird das geschwächte Heer in der Schlacht bei Fornovo geschlagen und König Karl ist gezwungen, nach Frankreich zurückzukehren. Die Macht der Borgia ist gefestigt und Italien wieder befriedet.

Hauptfiguren Rodrigo Borgia Der machtgierige Kardinal Borgia spinnt ein Netz aus Intrigen, um sein ultimatives Ziel zu erreichen: Papst zu werden. Dem Vater mehrerer Kinder von verschiedenen Frauen gelingt dies, und er besteigt als Alexander VI. den Heiligen Stuhl.

Vanozza Cattanei Vanozza war mehr als zehn Jahre lang Rodrigos Mätresse und gebar ihm mehrere Kinder. Auch nachdem Rodrigo sich jüngeren Frauen zugewendet hat, stehen beide einander noch nahe.

Juan Borgia Für die Zukunft seines Erstgeborenen mit Vanozza Cattanei schmiedet Rodrigo Borgia grandiose Pläne, jedoch ohne dabei dessen Schwächen zu erkennen: Juan ist ein stolzer, fauler und skrupelloser Schürzenjäger.

Cesare Borgia Rodrigos und Vanozzas intelligenter und charmanter zweitgeborener Sohn wurde vom Vater entgegen seiner Natur in eine klerikale Laufbahn gezwungen. Er kämpft ständig gegen seine Gewaltausbrüche an. Er vergöttert seine kleine Schwester Lucrezia und würde für sie alles tun, was in seiner Macht steht, auch wenn er nicht verhindern kann, dass sein Vater sie schamlos für politische Zwecke benutzt.

Lucrezia Borgia Rodrigos und Vanozzas über alles geliebte Tochter wird vom Vater dennoch als Schachfigur seiner Machtpolitik benutzt und in diversen politischen Allianzen verheiratet. Mit ihrem Bruder Cesare verbindet sie eine eigenartige, innige und allesumfassende Liebe.

Giulia Farnese Die junge Giulia, verheiratet mit Orsino Orsini Migliorati, ist Rodrigos Geliebte und seine große Leidenschaft. Nachdem er Papst wird, erlangt sie durch ihren Einfluss auf ihn große Macht.

Adriana de Mila Adriana, die Mutter Orsino Orsini Miglioratis, ist Giulias Schwiegermutter, Vertraute Alexanders und Ziehmutter Lucrezias, über deren Reputation sie scharf wacht. Sie steht im Konflikt mit Vanozza und verstrickt sich in Intrigen im Vatikan.

Besetzung und Synchronisation Die deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron AG Wenzel Lüdecke nach einem Dialogbuch von Jürgen Neu durchgeführt, der auch Dialogregie führte.

Hauptbesetzung Rollenname Schauspieler Synchronsprecher Rodrigo Borgia John Doman Eberhard Haar Cesare Borgia Mark Ryder Tim Knauer Juan Borgia Stanley Weber Tommy Morgenstern Lucrezia Borgia Isolda Dychauk Isolda Dychauk Giulia Farnese Marta Gastini Manja Doering Vanozza de’ Cattanei Assumpta Serna Isabella Grothe

Nebenbesetzung (Staffel 1) Rollenname Schauspieler Synchronsprecher Adriana de Mila Andrea Sawatzki Andrea Sawatzki Goffredo Borgia Adam Mišík Kai Gieß Kardinal Ascanio Sforza Christian McKay Torsten Michaelis Johannes Burckard Victor Schefé Victor Schefé Kardinal Giuliano della Rovere Dejan Čukić Bernd Vollbrecht Alessandro Farnese Diarmuid Noyes Robin Kahnmeyer Prinz Djem Nicolás Belmonte Tobias Nath Francesc Gacet Art Malik Klaus-Dieter Klebsch Giovanni Sforza Manuel Rubey Manuel Rubey Maria Enriques de Luna Monica Lopera Victoria Sturm Papst Innozenz VIII. Udo Kier Udo Kier Franchescetto Cibo Rudolf Martin Rudolf Martin Giovanni de’ Medici John Bradley Leonhard Mahlich Gianbattista Orsini Miroslav Táborský Frank-Otto Schenk Giovanni Colonna Karel Dobrý Viktor Neumann Francesco Piccolomini Predrag Bjelac Jörg Hengstler Virginio Orsini Sean Campion Frank Muth Botschafter Diego de Haro Vincent Carmichael Helmut Gauß Jorge da Costa Vadim Glowna Vadim Glowna Pantisilea Elisa Mouliaá Anne Helm Alfonso d’Este Andrew Hawley Julius Jellinek Sigismondo d’Este Davide Lipari Guidebaldo De Montefeltro Dave Legeno Tobias Kluckert Carlo Canale Robert Polo Michael Iwannek Don Gaspar de Procida Matěj Stropnický Nico Mamone Alfonso II. von Neapel Raimund Wallisch Raimund Wallisch Yves d’Allegre David Atrakchi Jaron Löwenberg Fiametta Michaelis Tereza Voříšková Dana Friedrich Oliviero Carafa Marco Calvani/Michael Fitzgerald Tom Deininger Orsino Orsini Migliorati Michael Billington jr. Felix Spieß Marcantonio Colonna Richard Southgate Alexander DoeringKönig Karl VIII. Simon Larvaron Kim Hasper Kardinal Giovanni Savelli Peter Hosking Reinhard Kuhnert Kardinal Maffeo Gherardo James Greene Hasso Zorn Guillaume Briçonnet Marc Duret Udo Schenk Ardicino della Porta Jiri Ornest Camerlengo Raffaele Riario Sansoni Scott William Winters Olaf Reichmann General Fernandez de Cordova Scott Gleverdon Agapito Geraldini Paul Brennen Frank Kirschgens

Nebenbesetzung (Staffel 2)

Folgende Schauspieler haben ausschließlich in Staffel 2 mitgewirkt:

Rollenname Schauspieler Synchronsprecher Girolamo Savonarola Iain Glen Oliver Stritzel Michelangelo Danny Szam Sebastian Christoph Jacob Leonardo da Vinci Paul RhysDirk Bublies Piero Soderini James Faulkner Lutz Riedel Niccolò Machiavelli Thibaut Evrard Markus Pfeiffer Kardinal John Morton David Gant Juan de Borja Llançol de Romaní Sebastian Urzendowsky Sebastian Urzendowsky Pedro Luis de Borja Llançol de Romaní Jindrich Tillinger Rodrigo Borgia ’El Pequeño’ Lanzol Rafael Cebrián Henning Nöhren Francisco de Borja Bohdan Petrovyc Esek Abt Johannes Trithemius Carl Achleitner Carl Achleitner Giovanna Farnese Babsie Steger Babsie Steger Alfonso di Calabria Alejandro Albarracín Sebastian Schulz König Friedrich I. von Neapel Richard McCabeEngelbert von Nordhausen Carlotta von Aragon Paloma Bloyd Kasim Bey Philip Arditti Königin Anne de Bretagne Héléna SoubeyrandJulia Ziffer Jeanne de Berry Sarah SternKatja Primel Charlotte d’Albret Stéphane CaillardGiuliana Jakobeit Josquin Desprez Richard van WeydenRichard van Weyden Kardinal Giovanni Battista Zeno Rod Grover Francesco Alidosi Matt Di AngeloKim Hasper König Ludwig XII. von Frankreich Joseph Beattie Sascha Rotermund Georges d’Amboise Edward HoggKim Hasper Jacob Nufer Wolfgang Maria Bauer Wolfgang Maria Bauer Pietro Bembo Marco Cassini Stefan Krause Ludovico Sforza Florian FitzFlorian Fitz Caterina Sforza Valentina CerviSabine Arnhold

Produktion und Ausstrahlung