mini| Mellingen „St. Georg“ Sandra Lenzer Feininger Schülerpleinair 1996

Diese Liste enthält Kirchengebäude im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.

Allgemeines Der Landkreis Weimarer Land zählt 7 Städte, davon sind 2 Mitglied einer Landgemeinde, 2 Mitglied einer Verwaltungsgemeinschaft und 3 als Stadt Vertreter von insgesamt 39 Ortsteilen 2 erfüllende Gemeinden für 10 Gemeinden 3 Verwaltungsgemeinschaften für 23 Orte mit ihren Ortsteilen 3 Landgemeinden mit 32 Ortschaften

In diesen Zahlen ist auch die Kombination aus Landgemeinde und erfüllender Gemeinde enthalten.

Liste In der Liste sind historische Kirchengebäude aufgeführt, Friedhofskapellen wurden nicht berücksichtigt.

Die Reihenfolge der Kirchen wird von der Abfolge der Ortsnamen bestimmt.

BildOrtZugehörigkeit des KirchspielsName der Kirche/PatroziniumKonf.BemerkungenGeo-koordinaten 100px Altdörnfeld und Neudörnfeld Blankenhain I Dorfkirche Altdörnfeld ev. Barockbau aus dem 18. Jahrhundert. Sie war Filial von Blankenhain. Neudörnfeld hat keine Kirche. Im Turm hängen zwei Glocken: eine 1887 von Franz Schilling in der Firma C.F. Ulrich (Apolda) mit der Gussnummer 1773 entstandene Bronzeglocke und eine 1955 bei Schilling & Lattermann (Apolda und Morgenröthe) gegossene Eisenhartgussglocke. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1735. Altar und Orgel im Sinne der lutherschen Lehre übereinander. 100px Apolda Apolda I Martinskirche ev. 1119 zum ersten Mal urkundlich erwähnt; Kirche lag ursprünglich außerhalb der nicht mehr vorhandenen Stadtmauer am Zusammenfluss von Herressener und Schötener Bach; noch heute Reste romanischen Mauerwerks sowie romanisches Altar-Fundament vorhanden; zwei raumgliedernde Rundbögen; Umbauten und Erweiterungen seit 1671 dokumentiert; 1683 beginnt Bauphase; barockes Kirchenschiff mit seinen drei Emporen höher als der gotische Chor; 1700 Wiederweihe; 1925/1926 Langschiff vom Chorraum getrennt; seit 1926 nur noch vorderer Teil des Gebäudes genutzt; 1973/1974 Renovierung und Umgestaltung; Renaissance-Kanzel und alter Altar verschwanden; 1980 Schweifturm neu beschiefert; 2003 Sanierung des Innenraumes; gotisches Taufbecken, Kanzelkorb (1666) mit Intarsienfeldern und Figuren, Kruzifix (erneuert 1776); 1926 Altar mit Intarsienfeldern aus Teilen des Barockaltars angefertigt; 1926 Fenstereinbau als Stiftung des Glockengießers Schilling hinter dem Altar; Grabmale des Grafengeschlechts derer von Vitzthum in der Kirche; im Glockenturm eine wertvolle Bronzeglocke aus dem Jahr 1503 – gegossen von Heinrich C(Z)ieg(e)ler aus Erfurt 100px Apolda Apolda I Lutherkirche ev. Die Lutherkirche ist ein evangelisches Gotteshaus, dessen Baustil der Neugotik zuzurechnen ist. Sie befindet sich in der Stadtmitte am Melanchthonplatz und ist das größte der vier Apoldaer Gotteshäuser. Die Lutherkirche wurde von dem Berliner Architekten Johannes Otzen entworfen und von 1890 bis 1894 erbaut. Von außen ist die Anlehnung an den für Thüringen unüblichen Stil der Backsteingotik auffällig. Die Orgel der Lutherkirche wurde 1893 von Wilhelm Sauer erbaut und ist ein typisches Instrument der deutschen Spätromantik. Von den älteren Glocken der Kirche ist die „Wintzersche Vermächtnisglocke“ aus dem Jahr 1722, gegossen von Johann Christoph Rose (Apolda), erhalten geblieben. Ergänzt wird ihr Klang durch eine 1870 von Carl Friedrich Ulrich (Apolda) gegossene Bronzeglocke und eine 1950 von der Firma Franz Schilling Söhne (Apolda) mit der Nummer 6242 gegossenen Glocke mit einer Taube als Ritzzeichnung. 100px Apolda Jena, kath. Pfarrei St. Johannes Baptist St. Bonifatius kath. 1884 hatte sich eine kleine katholische Gemeinde in Apolda gebildet. Im Jahr 1886 wurde eine katholische Schule eingerichtet, in der auch Gottesdienste stattfanden. Die Räumlichkeiten reichten aber für die wachsende Gemeinde bald nicht mehr aus. Deshalb erwarb das zuständige Bistum Fulda 1892 ein Grundstück an der Stobraer Straße für den Bau einer Kirche und eines Schul- und Pfarrhauses. Am 1. März 1893 begann der durch Sammlungen finanzierte Bau der neugotischen, dreischiffigen Hallenkirche. Die von dem Architekten und Erzbischöflichen Baudirektor Max Meckel aus Frankfurt am Main erbaute St.-Bonifatius-Kirche wurde am 30. September 1894 geweiht. Die Orgel mit 23 klingenden Registern stammt von Martin Schlimmbach aus Würzburg. Im Turm hängen drei Glocken. Die älteste ist dabei die 1919 gegossene Angelus – Bronzeglocke der Firma Franz Schilling Söhne (Apolda). Die beiden anderen wurden 2005 von der Firma Glockengießerei Bachert GmbH (Karlsruhe) mit Reliefs des Heiligen Bonifatius und der Heiligen Elisabeth gegossen. 100px Apolda NAK Erfurt/Apolda (ohne Namen) NAK Das Gotteshaus wurde im Jahre 1955 für 60.000 Mark (DDR) errichtet. Die finanziellen Mittel wurden von den Mitgliedern der Gemeinde selbst aufgebracht. Die Orgel stammt von Rudolf Böhm (Gotha) aus dem Jahr 1967. 1993 / 1994 bekam sie durch Roland Martschei und Gunther Böhm (Dresden) ein neues Orgelgehäuse und 2 neue Register. Sie wurde im Kirchenraum umgesetzt und steht jetzt auf der gegenüberliegenden Seite. 100px Auerstedt Bad Sulza I St. Veit ev. Der Turm der Kirche St. Veit stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche selbst wurde von 1718 bis 1722 umgebaut. 1967 wurde aus Döbris (Zeitz) eine Orgel mit 13 Registern gekauft. Der Ort musste der Braunkohleförderung weichen. Diese Orgel wurde bis 2007 generalsaniert und erklingt wieder in alter Schönheit. 2006 weihte Landesbischof Christoph Kähler den Welterdenaltar mit Erde aus allen Teilen der Welt. Die Empore der Kirche wurde entfernt und das Kirchenschiff restauriert. Die Glocke im Kirchturm trägt die Inschrift: In Auerstedt häng ich – Meinen Klang geb’ ich – Alle Christen ruf ich – Melchior Moering in Erfurt, goß mich anno 1588 (Anmerkung: Melchior Möring gehörte der Möringschen Glockengießerfamilie an. Er war zwischen 1577 und 1641 vor allem in Erfurt als Stück- und Glockengießer tätig.) 100px Bad Berka Bad Berka St. Marien ev. Barocker Neubau 1735 unter Verwendung von Teilen des gotischen Vorgängerbauwerks. Im Turm läuten drei Bronzeglocken. Die älteste wurde 1609 von Hieronymus Moering[k] (Erfurt) gegossen. 2015 wurde sie mit zwei Bronzeglocken der Gießerei Maria Laach ergänzt. Die Orgel wurde 1840 nach einem Blitzschlag in das Vorgängerinstrument von Johann Friedrich Schulze (Paulinzella) gebaut. 100px Bad Berka Weimar, kath. Pfarrei Herz-Jesu St. Mariä Himmelfahrt kath. 1918 errichtet. Im Dachreiter läutet eine 1953 in der Gießerei Franz Schilling Söhne (Apolda) gegossene Bronzeglocke. Die kleine Orgel wurde 1979 von der Firma Orgelbau Schönefeld gebaut. 100px Bad Sulza Bad Sulza I St. Mauritius ev. Die Orgel stammt aus der Werkstatt von Adam Eifert (Stadtilm). Sie entstand 1883 als op. 34. Im Turm des Gotteshauses hängen zwei Bronzeglocken des Erfurter Gießers Nicolaus Jonas Sorber aus dem Jahr 1716. Ergänzt wird ihr Klang durch eine Bronzeglocke der Firma Franz Schilling Söhne (Apolda) aus dem Jahr 1950. 100px Ballstedt Ramsla Dorfkirche Ballstedt ev. Kirche und Kirchhof wurden in die Denkmalliste des Kreises Weimarer Land aufgenommen. Um 1500 wurde die Kirche in spätgotischem Stil erbaut. 1637 brannte sie im Krieg völlig aus. Der Wiederaufbau erfolgte erst 1700–1701, da sich der Ort nur langsam von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges erholte. 1988 erfolgte eine Renovierung. Zwischen 1999 und 2001 wurde die Kirche grundlegend saniert und restauriert. Im Inneren sind zwei beschädigte Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten. Die erste Orgel wurde 1817 aus einem Erfurter Kloster angekauft. Dazu erfolgten Veränderungen der Emporen. 1852 baute August Witzmann (Großrudestedt) ein neues Instrument. 1888 nahm Hermann Kopp (Bürgel) einen Orgelneubau mit barockem Prospekt der Vorgängerorgel vor. 2002 bis 2006 erfolgte eine Generalsanierung durch Orgelbau Schönefeld. Im Turm läuten Eisenhartgussglocken der Firma Schilling und Lattermann. 100px Barchfeld KranichfeldKirche Barchfeld ev. Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde 1695 gebaut und im 18. Jh. ergänzt. 1827 wurde ein zweites Turmgeschoss angefügt. Die barocke Kanzel ruht auf einem Pfeiler. Das Altarwerk stammt wahrscheinlich aus einer Saalfelder Firma um 1500 mit einer Maria im Mittelschrein. 1693 wurde ein Orgelpositiv gekauft und 1716 eine Orgel aus Rippersroda mit 6 Registern, einem Tremulant, Cymbeln und einem Bass. Es erfolgen mehrere Umbauten. Heute verfügt das Instrument über 9 Kipp – Register. Seine Bälge werden noch getreten. Im Turm läuten drei Eisenhartgussglocken der Firma Schilling & Lattermann (Apolda und Morgenröthe) aus dem Jahr 1921. 100px Bechstedtstraß Niederzimmern St. Bonifatius ev. Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert mit romanischen Okuli und gotischer Sakramentsnische. Zwei Glocken aus dem 14. und 19. Jahrhundert. Uhrglocke aus dem Jahre 1609. Erweiterung der Kirche Anfang des 18. Jahrhunderts. Große August-Witzmann-Orgel (Disposition von Alexander Wilhelm Gottschalg) von 1877. Jugendstilausmalung aus dem Jahre 1905. 2008 wurde der Turm statisch gesichert. Die Kirche erhielt ein modernes Kruzifix von Lutz Hellmuth, ein Bleiglasfenster nach Entwürfen von Ulf Raecke und einen geschmiedeten Ambo von Michael Ernst. 2010 statische Sicherung des Dachstuhls. 100px Bergern(Bad Berka) Bad Berka St. Margareta od. Zum Kripplein Christi ev. Die Kirche wurde durch den Friedensaktivisten Matt Lamb ausgemalt. Die Orgel gehört zur Werkstatt von Adam Eifert (Stadtilm). Sie entstand 1890/91 als op. 68 und wurde von Großherzogin Sophie gespendet. Im Turm findet man eine 1612 von Hieronymus Moeringk (Erfurt) gegossene Bronzeglocke mit der Aufschrift: „ANNO M DC XII DA GOS MICH HIERONIMVS MOERINGK ZV ERFFVRTH“. Sie wurde ca. 1982 von einem Dachboden in die Kirche überführt. 100px Bergsulza Bad Sulza I bis 1525 kein Patrozinium St. Peter ev. Die Orgel von Nicolaus – Georg Zimmermann aus dem Jahr 1801 ging verloren. Im Turm läuten drei Eisenhartgüsse der Firma Schilling & Lattermann (Apolda und Morgenröthe) aus dem Jahr 1924. 100px Berlstedt Neumark St. Crucis ev. Die Orgel geht in ihren Wurzeln bis ins Jahr 1669 zurück. 1876 übernahm Hermann Kopp (Stadtbürgel) die Reparatur und Umdisponierung. Diese wurde durch Hoforganist Alexander Wilhelm Gottschalg (Weimar) abgenommen. 2005/06 stellte Oliver Lang (Ollendorf) die Orgel für eine vorübergehende Teilnutzung durch die Richtung von 13 Registern wieder her.