Engehausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Essel im niedersächsischen Landkreis Heidekreis.
Geographie
In der Gemarkung von Engehausen gibt es zwei mittelalterliche Burgen: Die Uhlenburg ist nur noch als Burgstelle erkennbar,„Die Uhlenburg - eine von zwei Burgen“ in Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.verz.) während die Blankenburg heute ein landwirtschaftlicher Betrieb ist.
Die günstige Lage verhalf den alten Adelsgeschlechtern, die sich in der Gegend ansiedelten, zur Kontrolle der Schiffe auf der Aller – bevor die Straße nach Celle zwischen 1856 und 1866 gebaut wurde.
Der Ort hat drei Ortslagen: Stillenhöfen, Blankenburg und Engehausen. Er liegt am nördlichen Ufer der Aller. Die Bundesautobahn 7 lässt den Ort östlich liegen. Die Raststätte Allertal liegt an der Kreuzung der Autobahn mit der Straße von Essel nach Celle (L180) – durch Engehausen.
Geschichte Die Geschichte Engehausens geht sehr weit in die Vergangenheit zurück. Auf mehreren Höfen der Ortschaft hat es Besitzer mit dem Namen „Plesse“ gegeben – wie in anderen Orten des Allertals auch (z. B. in Jeversen, Buchholz, Marklendorf, Essel, Schwarmstedt, Hodenhagen und Thören). Verwandtschaftliche Beziehungen lassen sich nur teilweise belegen. Auf dem Davidshof gab es z. B. eine Else Plesse, geb. Plesse (1902–1997).
Am 1. März 1974 wurde Engehausen in die Gemeinde Essel eingegliedert.
Höfe mini|Hof an der L180
Engehausen ist eine landwirtschaftlich geprägte Ortschaft. Außer den Höfen in Stillenhöfen, Engehausen und der Blankenburg ist ein Forsthof Ende des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden.Der Forsthof Möhle: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 103 Nach dem Zweiten Weltkrieg sind ein Campingplatz in der Nähe des Rasthofes Allertal und einige Ferienwohnungen entstanden.
Stillenhöfen In Stillenhöfen gibt es zwei Höfe, den Gabrielshof und den Davidshof. Der Gabrielshof kommt im Hofschatzregister von Celle 1438 vor.Gabrielshof im Hofschaftzregister von 1438: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 113 Der Davidshof wird 1683 in einem Meierbrief erwähnt.Erwähnung des Davidshofs: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 116
Engehausen In Engehausen gibt es vier Höfe, den Henkenhof, Kassens Hof, den Eimkerhof und Hachmeisters Hof. Die Existenz des Henkenhofes lässt sich bis 1511 zurückverfolgen.Henkenhof im Celler Schatzregister von 1511: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 94 Kassenshof wurde 1589 im Viehschatzregister aufgeführt.Kassenshof im Schatzregister von 1589: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 98 Der Eimkerhof wird im Schatzregister von 1683 erwähnt.Eimckershof im Schatzregister von 1683: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 90 Hachmeisters Hof wurde 1802 aktenkundig.Hachmeisters Hof in einer Lehnsbefreiungsurkunde 1802: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 102
Blankenburg Der Hof der Blankenburg ist in einem Dokument der Amtsvogtei Essel von 1618 vermerkt.Blankenburg im Höfeverzeichnis der Amtsvogtei Essel von 1618: Heinz W. Hinrichs, Engehausen (s. Lit.), S. 107
Einzelnachweise
Literatur Heinz W. Hinrichs: Engehausen – „Ein Dorf im Allertal gestern und heute“, 2010, erhältlich beim Verfasser (Heinz W. Hinrichs, Schweriner Straße 6 - 31535 Neustadt/Rbg) Heinz W. Hinrichs: Die Schürze, Roman vom Erwachsenwerden des Bauernsohnes Heiner in Schwarmdorf (=Schwarmstedt) und Abendhausen (=Engehausen) aus der Zeit vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis in die Wirtschaftswunder-Jahre – mit autobiographischen Zügen, 1999, erhältlich beim Verfasser, s. o.
Weblinks Präsentation der Gemeinde Essel auf www.schwarmstedt.de Henkenhof Engehausen Davidshof Stillenhöfen
Kategorie:Ort im Landkreis Heidekreis Kategorie:Essel Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Heidekreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Ort an der Aller