Ansuz () ist die vierte Rune des älteren Futhark und des altnordischen RunenalphabetsKlaus Düwel: Runenkunde (= Sammlung Metzler. Bd. 72). 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-476-13072-X. mit dem Lautwert a. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Ase“. Er erscheint in den Runengedichten als altnordisch ōss, altenglisch ōs bzw. gotisch aza.Thesaurus Indogermanischer Text- und Sprachmaterialien
Lautwert Im jüngeren Futhark wandelte sich der Lautwert zu /o/, was sich auch in den Runengedichten widerspiegelt. Möglicherweise lag er ursprünglich zwischen /a/ und /o/.
Die Transkription erfolgt üblicherweise durch den lateinischen Buchstaben a bzw. im jüngeren Futhark durch ą.
Varianten Das angelsächsische Futhorc verwendet neben Ós () mit dem Lautwert /o/ an der alten Position zwei zusätzliche, von Ansuz abgeleitete Runen, nämlich Ác„Eiche“ () mit dem Lautwert /a/ sowie Æsc„Esche“ () mit dem Lautwert /æ/.
Zeichenkodierung
Einzelnachweise
Kategorie:Rune