10. Leichtathletik-Europacup zentriert|100px Resultate Superliga (Endstand nach 36 Entscheidungen) , Lenin-Zentralstadion (seit 1992 Luschniki) – 17./18. August Frauen Männer Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 118 1 125 2 111 2 113 3 67 3 91 4 65 4 89 5 62 5 85 6 60 6 79 7 57 7 71 8 35 8 67 ← London 1983 Prag 1987 → abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups Das 10. Leichtathletik-Europacup-Superliga-Finale fand am 17. und 18. August 1985 im Lenin-Zentralstadion (seit 1992 Luschniki) von Moskau (UdSSR) statt und umfasste 36 Wettbewerbe (20 Männer, 16 Frauen).

Modus Die diesjährige Austragung fand nach denselben Regeln statt wie der Europacup 1983. Das höchste Niveau des Cups wurde als Superliga bezeichnet und mit jeweils acht Männer- und Frauen-Teams ausgetragen. Die einen Rang darunter platzierten Nationen trugen das B-Finale aus. Die Teams im C-Finale waren in die beiden Gruppen 1 und 2 aufgeteilt. Die Teilnehmernationen waren durch die Resultate von 1983 mit Auf- und Absteigern bereits festgelegt.

Der zunächst vierjährige Rhythmus der erstmals 1983 ausgetragenen Leichtathletik-Weltmeisterschaften führte dazu, dass in der laufenden Saison keine internationale Meisterschaftskonkurrenz außer dem Europa- und Weltcup stattfand. So erfuhr der Cupwettbewerb hier nochmal eine zwischenzeitliche Aufwertung. Die beiden stärksten Teams der Superliga qualifizierten sich wie von 1977 bis 1981 wieder für den Weltcup. Auch die Athleten aus den nicht für den Weltcup startberechtigten Ländern konnten sich mit guten Leistungen als Teilnehmer des Teams Europa empfehlen.

Der zehnte Leichtathletik-Europacup Seit 1975 fanden die Frauenwettbewerbe im A-Finale am selben Ort und an denselben beiden Tagen gemeinsam mit den Männerwettbewerben statt. So war es auch im Finale der diesjährigen Austragung. Ebenso wurde der bewährte zweijährige Wettkampfturnus mit Austragung der Veranstaltung in den ungeraden Jahren jeweils zwischen den Jahren mit Europameisterschaften bzw. Olympischen Spielen beibehalten.

Im Wettbewerbsprogramm gab es eine Erweiterung im Angebot für die Frauen: Neu aufgenommen wurde der 10.000-Meter-Lauf. Der Wettbewerbskatalog für die Frauen wurde in den darauffolgenden Jahren sukzessive immer weiter an die Männerdisziplinen angepasst. Die nächste Erweiterung sollte 1993 erfolgen.

Nach sechs Siegen bei den Männer und Frauen in Folge durch die DDR konnte die UdSSR den Europacup sowohl mit den Männern als auch mit den Frauen wieder einmal für sich entscheiden. Der Titelverteidiger DDR landete jeweils auf Rang zwei. Beide Nationen qualifizierten sich für den im Oktober stattfindenden Weltcup im australischen Canberra.

Bei den Frauen wurden in allen Disziplinen bis auf das Kugelstoßen neue Europacuprekorde aufgestellt. Die Männer stellten bei der Hälfte der Wettbewerbe neue Bestmarken auf. Frankreich bei den Männern und Italien bei den Frauen mussten durch ihre letzten Plätze den Abstieg in die B-Gruppe hinnehmen.

Welt- und Europarekorde wurden hier nicht aufgestellt, aber es gab folgende zwölf Landesrekorde: 400 m Hürden, Männer: 47,92 s – Alexander Wassiljew, Sowjetunion 3000 m Hindernis, Männer: 8:19,38 min – Iwan Konowalow, Sowjetunion 4 × 400 m, Männer: 3:00,36 min (BR) – BR Deutschland (Erwin Skamrahl, Klaus Just, Hartmut Weber, Ralf Lübke) Kugelstoßen, Männer: 22,05 m – Sergei Smirnow, Sowjetunion Diskuswurf, Männer: 65,12 – Dariusz Juzyszyn, Polen Hammerwurf, Männer: 86,08 – Zdeněk Adamec, Tschechoslowakei 400 m, Frauen: 48,60 s – Olha Wladikina, Großbritannien 3000 m, Frauen: 8:35,32 min – Zola Budd, Sowjetunion 4 × 100 m, Frauen: 42,00 s – Sowjetunion (Antonina Nastoburko, Natalja Pomoschtschnikowa, Marina Schirowa, Elwira Barbaschina) 4 × 100 m, Frauen: 42,71 s – Polen (Elżbieta Tomczak, Iwona Pakula, Ewa Pisiewicz, Ewa Kasprzyk) Weitsprung, Frauen: 6,56 – Antonella Capriotti, Italien 4 × 400 m, Frauen: 3:18,58 min – Sowjetunion (Irina Nasarowa, Nadija Olisarenko, Marija Pinigina, Olha Wladikina)

Doping Es wurden zwei Dopingfälle registriert. Beide Athleten starteten für die Tschechoslowakei jeweils in der Disziplin. Remigius Machura, Kugelstoßen, zunächst Platz zwei. – Er wurde positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet. Wegen dieses Dopingvergehens wurde er zunächst mit einer lebenslangen Wettkampfsperre belegt, die jedoch bereits nach zwei Jahren wieder ausgesetzt wurde. Unter anderem sein hier im Europacup erzieltes Ergebnis wurde annulliert.Remigius Machura, memoryofnations.eu, abgerufen am 2. Februar 2024 Zdeňka Šilhavá, Diskuswurf, zunächst Platz drei. – Sie war wie auch ihr Landsmann Remigius Machura Teil des tschechoslowakischen Staatsdopings und wurde 1985 des Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen überführt. Unter anderem ihr hier erzieltes Resultat wurde ihr aberkannt.Důkazy: doping sportovců řídil stát, idnes.cz am 14. August 2006 (tschechisch), abgerufen am 2. Februar 2024

Länderwertungen 2. Liga Auf Grund der großen Teilnehmerzahl wurde das C-Finale der Männer und Frauen in zwei Gruppen ausgetragen. Die Gruppe 1 ermittelte die Aufsteiger im Rudolf-Tonn-Stadion von Schwechat, Österreich, und die Gruppe 2 im Laugardalsvöllur von Reykjavík, Island. mini|hochkant=1.7| Länderwertungen C-Finale Gruppe 1 in Schwechat Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 82 75 2 68 72 3 65 68 4 52 48 5 36 37 6 32 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

mini|hochkant=2| Länderwertungen 2. Liga Gruppe 2 in Reykjavík Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 49 79 2 48 68 3 32 54 4 30 53 5 45 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 1. Liga Das B-Finale der Männer und Frauen fand am 10. und 11. August 1985 im Népstadion von Budapest, Ungarn, statt. mini|hochkant=1.8| Länderwertungen 1. Liga Frauen – in Sittard Männer – in Prag Platz Land Punkte Land Punkte 1 102 116,0 2 101 113,0 3 82 106,5 4 69 82,5 5 68 82,0 6 61 81,0 7 57 81,0 8 35 57,0 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen Superliga Länderwertungen Superliga – in Moskau Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 118 1 125 2 111 2 113 3 67 3 91 4 65 4 89 5 62 5 85 6 60 6 79 7 57 7 71 8 35 8 67 abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: NR Nationaler Rekord BR Bundesdeutscher Rekord CR Championship Record DNF did not finish (nicht im Ziel) DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert

Superliga: Resultate der Einzeldisziplinen Männer 100 m Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Marian Woronin 10,14 8 2 Wladimir Murawjow 10,22 7 3 Frank Emmelmann 10,24 6 4 Lincoln Asquith 10,33 5 5 Antoine Richard 10,42 4 6 Antonio Ullo 10,46 3 7 Christian Haas 10,47 2 8 Luboš Chochlík 10,52 1 Datum: 17. August

Wind: +0,6 m/s WR 9,93 s Calvin Smith 1983 in Colorado Springs ER 10,01 s Pietro Mennea 1979 in Mexiko-Stadt

200 m Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Frank Emmelmann 20,23 CR 8 2 Alexander Jewgenjew 20,42 7 3 Ralf Lübke 20,43 6 4 Marian Woronin 20,50 5 5 Carlo Simionato 20,58 4 6 Daniel Sangouma 20,60 3 7 Donovan Reid 20,67 2 8 František Břečka 21,35 1 Datum: 18. August

Wind: +0,2 m/s WR/ER 19,72 s Pietro Mennea 1979 in Mexiko-Stadt

400 m Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Thomas Schönlebe 44,96 CR 8 2 Wladimir Krylow 45,22 7 3 Derek Redmond 45,35 6 4 Erwin Skamrahl 45,60 5 5 Pierfrancesco Pavoni 45,71 4 6 Jindřich Roun 46,04 3 7 Ryszard Wichrowski 46,34 2 8 Aldo Canti 46,43 1 Datum: 17. August WR 43,86 s Lee Evans 1968 in Mexiko-Stadt ER 44,50 s Erwin Skamrahl 1983 in München

800 m Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Tom McKean 1:49,11 8 2 Piotr Piekarski 1:49,73 7 3 Peter Braun 1:49,79 6 4 Philippe Dupont 1:49,96 5 5 Viktor Zemlianski 1:50,41 4 6 Andreas Hauck 1:50,55 3 7 Alberto Barsotti 1:51,52 2 8 Marcel Theer 1:51,73 1 Datum: 18. August WR/ER 1:41,73 min Sebastian Coe 1981 in Florenz

1500 m Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Steve Cram 3:43,71 8 2 Olaf Beyer 3:44,96 7 3 Stefano Mei 3:45,14 6 4 Igor Lotarjow 3:45,16 5 5 Ryszard Ostrowski 3:45,63 4 6 Uwe Becker 3:46,14 3 7 Pascal Thiébaut 3:52,52 2 8 Ivan Adámek 3:53,05 1 Datum: 17. August WR/ER 3:29,67 min Steve Cram 1985 in Nizza

5000 m Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Alberto Cova 14:05,45 8 2 Thomas Wessinghage 14:05,72 7 3 Steve Harris 14:06,25 6 4 Gennadi Temnikow 14:06,60 5 5 Frank Heine 14:06,67 4 6 Bogusław Psujek 14:08,35 3 7 Jean-Louis Prianon 14:11,00 2 8 Martin Vrábel 14:20,08 1 Datum: 18. August WR 13:00,40 min Saïd Aouita 1985 in Oslo ER 13:00,41 min David Moorcroft 1982 in Oslo

10.000 m Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Alberto Cova 28:51,66 8 2 Werner Schildhauer 28:56,57 7 3 Christoph Herle 29:02,92 6 4 Martin Vrábel 29:13,85 5 5 Pierre Levisse 29:22,10 4 6 Andrei Kusnezow 29:31,58 3 7 Mike McLeod 29:36,42 2 8 Antoni Niemczak 29:56,39 1 Datum: 17. August WR/ER 27:13,81 min Fernando Mamede 1984 in Stockholm

110 m Hürden Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Sergei Ussow 13,56 8 2 Daniele Fontecchio 13,66 7 3 Stéphane Caristan 13,67 6 4 Wilbert Greaves 13,74 5 5 Romuald Giegiel 13,74 4 6 Aleš Höffer 13,87 3 7 Michael Radzey 13,87 2 8 Jörg Naumann 13,90 1 Datum: 18. August

Wind: +0,6 m/s WR 12,93 s Renaldo Nehemiah 1981 in Zürich ER 13,28 s Guy Drut 1975 in Saint-Étienne

400 m Hürden Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Harald Schmid 47,85 CR 8 2 Alexander Wassiljew 47,92 NR 7 3 Mark Holtom 50,17 6 4 Olivier Gui 50,47 5 5 Hans-Jürgen Ende 50,62 4 6 Stanislav Návesňák 50,65 3 7 Ryszard Stoch 50,86 2 8 Giorgio Rucli 51,50 1 Datum: 17. August WR 47,02 s Edwin Moses 1983 in Koblenz ER 47,48 s Harald Schmid 1982 in Athen

3000 m Hindernis Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Patriz Ilg 8:16,14 8 2 Bogusław Mamiński 8:17,40 7 3 Joseph Mahmoud 8:17,85 6 4 Iwan Konowalow 8:19,38 NR 5 5 Colin Reitz 8:27,27 4 6 Hagen Melzer 8:28,56 3 7 Francesco Panetta 8:31,77 2 8 Luboš Gaisl 8:45,26 1 Datum: 18. August WR 8:05,4 min Henry Rono 1978 in Seattle ER 8:07,62 min Joseph Mahmoud 1984 in Brüssel

4 × 100 m Staffel Platz Land Athlet Zeit (s) Pkt. 1 Andrei SchljapnikowAlexander SemjonowAlexander JewgenjewWladimir Murawjow 38,28 CR 8 2 Heiko TruppelSteffen BringmannOlaf PrenzlerFrank Emmelmann 38,53 7 3 Antonio UlloCarlo SimionatoDomenico GorlaStefano Tilli 38,88 6 4 Lincoln AsquithDonovan ReidMike McFarlaneCameron Sharp 38,97 5 5 Gerhard SewaldChristian HaasFritz HeerRalf Lübke 39,06 4 6 Zenon LicznerskiMarian WoroninCzesław PrądzyńskiZygfryd Swaczyna 39,15 3 7 Gilles QuenéhervéDaniel SangoumaAntoine RichardBruno Marie-Rose 39,31 2 8 Luboš ChochlíkFrantišek BřečkaJosef LomickýJindřich Roun 40,08 1 Datum: 17. August WR 37,83 s GraddyRon BrownCalvin SmithCarl Lewis 1984 in Los Angeles ER 38,29 s Thomas SchröderDetlef KübeckOlaf PrenzlerFrank Emmelmann 1982 in Karl-Marx-Stadt

4 × 400 m Staffel Platz Land Athlet Zeit (min) Pkt. 1 Erwin SkamrahlKlaus JustHarald SchmidRalf Lübke 3:00,33 BR/CR 8 2 Guido LieskeJens CarlowitzMathias SchersingThomas Schönlebe 3:00,48 7 3 Roger BlackKriss AkabusiDerek RedmondTodd Bennett 3:03,31 6 4 Daniel HejretPetr BřečkaDusan MalovecJindřich Roun 3:04,98 5 5 Marek SiraRyszard WichrowskiRyszard JaszkowskiAndrzej Stępień 3:05,08 4 6 Yann QuentrecJean-Jacques FévrierAldo CantiOlivier Gui 3:05,21 3 7 Roberto RibaudCarlo SimionatoMauro ZulianiPierfrancesco Pavoni 3:05,22 2 8 Wladimir ProsinAlexander TroschtschiloAlexander KurotschikinWladimir Krylow 3:06,46(nach Sturz) 1 Datum: 18. August WR 2:56,16 Vince MatthewsRon FreemanLarry JamesLee Evans 1968 in Mexiko-Stadt ER 2:59,86 Frank MöllerMathias SchersingJens CarlowitzThomas Schönlebe 1985 in Erfurt

Hochsprung Platz Land Athlet Höhe (m) Pkt. 1 Ján Zvara 2,29 8 2 Gerd Wessig 2,29 7 3 Igor Paklin 2,26 6 4 Carlo Thränhardt 2,23 5 5 Jacek Wszoła 2,20 4 6 G. Piero Palomba 2,15 3 7 Floyd Manderson 2,15 2 8 Dominique Hernandez 2,15 1