mini|Satellitenbild der Philippinen mini|Territoriale Abgrenzung der Philippinen Die Philippinen sind ein aus 7.641 Inseln bestehender Archipel in Südostasien, dessen Gesamtfläche etwa 300.000 km² einnimmt. Das Gebiet, das der Inselstaat beansprucht, befindet sich rund 800 km östlich der Südostasiatischen Halbinsel, südlich von Taiwan und nördlich der Insel Borneo.

Politisch wird die Geographie der Philippinen im Allgemeinen in drei Hauptgruppen unterteilt: die nördliche Luzon-Gruppe die Visayas-Gruppe, welche die zentral gelegenen Inseln umfasst die den Süden einnehmende Mindanao-Gruppe. Die elf größten Inseln Luzon, Mindoro, Palawan, Panay, Negros, Cebu, Bohol, Leyte, Samar und Mindanao beanspruchen über 90 % der gesamten philippinischen Landfläche.

Der Archipel liegt in einem Teil des westlichen Pazifiks, der dem Pazifischen Feuerring angehört und durch ein erhöhtes Erdbebenrisiko und aktiven Vulkanismus charakterisiert ist. So sind die Inseln praktisch ausschließlich vulkanischen Ursprungs, weshalb die bedeutendsten Berge des Landes, wie der Berg Mayon, der Pulag und der Apo, allesamt vulkanische Erhebungen sind. Im Gegensatz dazu wird der Meeresabschnitt östlich des Inselstaates von einer mächtigen Tiefseerinne durchzogen, dem Philippinengraben, dessen tiefste Stelle sich 10.540 m unter Wasseroberfläche befindet.

Zahlen und Fakten 270px|mini|Topographische Karte der Philippinen

Der philippinische Archipel besteht nach offizieller Zählung aus exakt 7641 Inseln.Philippinen sind jetzt um 500 Inseln reicher!. Travelbook, 22. Oktober 2019. Dabei beansprucht der Staat für sich eine Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) von 200 sm außerhalb seiner Ufer. Das Gebiet der Philippinen umfasst damit eine Gesamtfläche von 342.903 km²Website der philippinischen Regierung, abgerufen am 27. September 2011. und erstreckt sich über ein Gebiet zwischen dem 5. und dem 20. nördlichen Breitengrad über eine Strecke von 1.850 Kilometern sowie auf eine Länge von 1.127 km,philippines-travel-guide, abgerufen am 27. September 2011. die das Gebiet vom 112. bis zum 127. Längengrad einnimmt. Damit sind die Philippinen der fünftgrößte Inselstaat der Erde.Transasien – Philippinen, abgerufen am 23. September 2011. Nur etwa 860 der Inseln sind bewohnt, etwa 3.144 mit einem Namen versehen., abgerufen am 25. März 2025 (englisch). Nur 13 Inseln besitzen eine Fläche von mehr als 1.000 km², 47 Inseln haben eine Fläche von mehr als 100 km² und 357 Inseln sind größer als 2,5 km². Die elf größten Inseln machen zusammen 94 % der philippinischen Landmasse aus, wobei alleine zwei von ihnen – Luzon und Mindanao – Flächen von 108.172 beziehungsweise 97.530 Quadratkilometer besitzen. Da alle Landflächen der Philippinen von Wasser umgeben sind, besitzt der Archipel mit einer Summe von 36.289 km, abgerufen am 25. März 2025 (englisch). eine der längsten Küstenlinien aller Nationen der Welt. Die meisten Filipinos leben dabei an oder in der Nähe der Küstenzonen.

Im Norden grenzt das Staatsgebiet der Philippinen an das Gebiet der Republik China (Taiwan), von dem es durch die Luzonstraße getrennt ist. Westlich des philippinischen Archipels und jenseits des Südchinesischen Meeres liegt das Territorium der Sozialistischen Republik Vietnam, während südwestlich die Sulusee den zu Malaysia gehörenden Abschnitt der Insel Borneo von den philippinischen Inseln trennt. Im Süden des Inselstaates befinden sich die Celebessee und das Staatsgebiet Indonesiens. Im Osten dagegen bestimmt die Philippinensee den Übergang zum Pazifischen Ozean.

Grundlegend werden die Inseln der Philippinen, wie bereits erwähnt, in drei geografische Hauptregionen oder -gruppen zusammengefasst. Der nördlichen Luzon-Gruppe gehören neben der eigentlichen Insel Luzon zudem die Inseln Mindoro, Marinduque, Masbate, Palawan und den Batanes-Inseln an. Die mittlere Inselgruppe ist unter dem Namen Visayas bekannt und umfasst die zentral gelegenen Inseln Bohol, Cebu, Leyte, Negros, Panay, Samar und Biliran. Die südliche Mindanao-Gruppe wiederum besteht aus der Insel Mindanao selbst, sowie aus dem Sulu-Archipel, dem hauptsächlich die Inseln Basilan, Jolo und Tawi-Tawi angehören. Diese drei Hauptgruppen werden gleichsam durch die drei Sterne verkörpert, die die weiße Ecke der Flagge der Philippinen zieren.

Den nördlichsten Punkt markiert die Insel Y'Ami, den südlichsten die Insel Saluag, die der Inselgruppe der Sibutu im äußersten Südwesten des Sulu-Archipels angehört. Die östlichste Stelle ist der Pusan Point in der Provinz Davao Oriental, während sich die westlichste auf den Spratly-Inseln bei etwa 112° 00' östlicher Breite befindet. Exakt im geografischen Zentrum des philippinischen Archipels liegt die Inselprovinz Romblon.

Bergzüge und Vulkangipfel links|mini|Die Karte zeigt die wichtigsten Vulkane des philippinischen Archipels

Der gesamte philippinische Archipel ist ein stark von Erdbeben gefährdetes Gebiet. Viele Vulkane des Landes sind aktiv, wie der schwere Ausbruch des Pinatubo auf Luzon im Jahr 1991 oder die jüngste Eruption des Berges Mayon nahe Legazpi City anschaulich zeigt.

Der höchste Berg des Landes ist der Apo auf Mindanao, dessen Gipfel 2.954 mPinoyMountaineer, abgerufen am 23. September 2011. über den Meeresspiegel emporragt. Der zweithöchste Gipfel ist der Dulang-dulang im Kitanglad-Gebirge, er erreicht eine Höhe von 2.938 Metern, gefolgt vom Pulag auf der Insel Luzon mit einer Höhe von 2.922 m.

Der Mayon gilt als einer der attraktivsten Vulkane weltweit, da er sich durch einen nahezu perfekt geformten Kegel auszeichnet. Mit 48 Ausbrüchen seit 1616 besitzt er eine sehr eruptionsreiche Geschichte, wobei mit einer weiteren heftigen Eruption jederzeit zu rechnen ist. Ein weiterer bekannter Vulkan ist der Taal, der sich südlich von Manila befindet und dessen wassergefüllter Krater den Taalsee und damit den drittgrößten See des Landes bildet. Zwei der größten Vulkaneruptionen die sich auf den Philippinen ereigneten waren die Eruption des Parker im Jahre 1641 und die des Pinatubo im Jahre 1991, die mit dem Vulkanexplosivitätsindex 5 und 6 beziffert wurden.

Das Hochland des nördlichen Luzon, auch Cordillera Central genannt, erhebt sich auf 2.500 bis 2.750 Meter und bestimmt gemeinsam mit der Sierra Madre die Gestalt der Insel Luzon. Hier, wie auch in den von Regenwald überwucherten Bergen von Mindanao, bot sich für zahlreiche indigene Hochland-Volksgruppen ein sicherer Unterschlupf, da sie sich nur hier, in diesen abgelegenen Gebieten ihre ursprüngliche Kultur bewahren konnten. Die Regenwälder sind zudem der Hauptlebensraum für mehr als 500 Vogelspezies, darunter der Affenadler sowie für rund 800 verschiedene Orchideen und etwa 850 unterschiedliche Arten von Blütenpflanzen.

Die meisten der Inseln sind von tropischem Regenwald bedeckt. Allerdings verringerte der illegale Holzeinschlag die Regenwaldfläche auf weniger als 10 % der gesamten Landfläche. Die Inseln zeichnen sich zumeist durch einen schmalen Küstenstreifen und viele schnell strömende Flüsse aus. Jede Insel verfügt über zahlreiche Sandstrände, aber nur wenige davon erweitern sich im Hinterland zu einer geräumigen Tieflandebene. Es existieren auf dem Archipel nur wenige größere ebene Flächenabschnitte und lediglich eine geringe Anzahl an schiffbaren Flüssen.

Flüsse und Seen Der längste der insgesamt 412State of water environmental issues: Philippines Website der WEPA (englisch) abgerufen am 22. August 2026 Flüsse des Landes ist der Cagayan-Fluss, auch Río Grande de Cagayan genannt, in Nord-Luzon, dessen Verlauf sich auf 505 km erstreckt. Zu den großen Strömen des Landes zählen weiterhin der Pulangi-Fluss, der in den großen Mindanao-Fluss oder Río Grande de Mindanao übergeht, der Agusan, der die Insel Mindanao von Süden nach Norden durchströmt, sowie der Pampanga-Fluss, der das südliche Zentral-Luzon von Osten her durchquert, um am Ende in die Bucht von Manila zu münden. Zu den kürzeren Flüssen gehört der ca. 9 km Lange Pansipit, der den Taalsee mit der Balayan-Bucht verbindet.

Laguna de Bay, östlich der Bucht von Manila, ist mit 911 bis 949 km²Britannica Laguna de Bay, abgerufen am 24. September 2011. der größte Süßwassersee auf den Philippinen. Gemäß ihrer Fläche folgen der Lanao-See auf Mindanao mit 340 km²,Britannica Lake Lanao, abgerufen am 24. September 2011. der im Krater des Vulkans Taal gelegene Taalsee (244 km²)Britannica Lake Taal, abgerufen am 24. September 2011. und der ebenfalls auf Mindanao befindliche Mainit-See (150 km²).Britannica Lake Mainit, abgerufen am 24. September 2011.

Meere und Meeresabschnitte Das Seegebiet, das den philippinischen Archipel umgibt, gehört zum westlichen Ausläufer des Pazifischen Ozeans. Im Norden trennt die Straße von Luzon die philippinischen Inseln vom benachbarten Taiwan, während die Philippinensee das Seegebiet des gesamten philippinischen Ostens bestimmt. Westlich der Inseln Luzon und der noch weiter westlich gelegenen Insel Palawan öffnet sich wiederum das Südchinesische Meer. Im Süden erstreckt sich die Sulusee, die im Nordwesten durch die Inseln Palawan, im Norden und Osten durch Mindoro, Panay, Negros sowie von Mindanao und letztlich im Süden und Südosten von Borneo und dem Sulu-Archipel eingeschlossen wird. Als Sibuyan-See bezeichnet man wiederum ein Seegebiet, das in seinem Nordosten und Osten von der Bicol-Halbinsel, im Nordwesten von Mindoro, im Süden von Panay und im Südosten von Masbate begrenzt wird. Der Meeresabschnitt, der den Süden der Philippinen zwischen den Inseln Mindanao und Sulawesi bestimmt, wird als Celebessee bezeichnet.

Die Silhouetten der verschiedenen Inseln sind durch zahlreiche kleinere und größere Buchten und Golfe bestimmt, von denen die Bucht von Manila, der Golf von Leyte, der Golf von Moro sowie der Golf von Davao die größten und bedeutendsten des Archipels sind. Summiert man die Küstenlinien aller Inseln auf, so ergibt sich eine Strecke von mehr als 36.000 km.

Außerhalb der Küste des östlichen Mindanaos, inmitten der Philippinensee, liegt der Philippinengraben, der, nach dem Marianengraben, die tiefste Stelle des gesamten Globus beherbergt. Im sogenannten Galatheatief liegt der Meeresgrund 10.430 m unter der Meeresoberfläche. Diese Stelle liegt im westlichen Teil dieser Tiefseerinne, die sich insgesamt über eine Länge von 1325 km erstreckt.Der Neue Knaur, 1975, 1. Auflage, Band 7, S. 4675, Abschnitt: "Philippinengraben", Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München/Zürich

Tourismusziele und Sehenswürdigkeiten Allgemein mini|Die Reisterrassen bei Banaue

Die Philippinen sind insbesondere für ihre tropische Landschaft bekannt, die neben klimatisch angenehm warmen bis heißen Temperaturen reizvolle Sandstrände, bemerkenswerte Tauchgebiete, sehenswerte Wasserfälle und beeindruckende Berggipfel zu bieten hat. Zu den Hauptattraktion der philippinischen Inseln zählen die Reisterrassen in den philippinischen Kordilleren, die wie der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf Palawan in der Nähe von Puerto Princesa, das Tubbataha-Riff in der Sulusee, die Barockkirchen in Manila, Paoay und Miagao sowie die historische Altstadt von Vigan City zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden. Daneben sind die Chocolate Hills auf Bohol, der bereits erwähnte Mayon bei Legazpi City und der 50 km südlich von Manila gelegene Taal die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Erste Anlaufstation für Touristen sind vornehmlich die Städte Manila und Cebu City, die neben Davao City über einen internationalen Flughafen verfügen. Auf der Insel Mactan finden sich entlang ihrer Ostseite zahlreiche überregional bekannte Strandresorts. Weitere weltweit bekannte Touristenziele sind die Insel Boracay, ca. 500 m von der Nordspitze ihrer größeren Nachbarinsel Panay entfernt, die Insel Panglao bei Tagbilaran, Bohol, das Stadtgebiet von Island Garden City of Samal sowie Dinagat, El Nido im Norden Palawans und auf Camiguin.