miniatur|St. Paulus St. Paulus in der Gemeinde Maulburg im Wiesental im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg ist eine Mitte der 1960er Jahre errichtete römisch-katholische Filialkirche.
Geschichte Das in den Jahren 1965 bis 1966 erbaute Gotteshaus wurde vom Lörracher Architekten Josef Ebert entworfen. Die Benedizierung fand am 19. Januar 1967 statt, die Konsekrierung nahm am 16. Mai 1971 der Freiburger Weihbischof Karl Gnädinger vor.Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland. S. 190–191 (03.1) Wegen maroder Elektrik ist die Kirche seit Herbst 2022 geschlossen, deshalb und wegen zahlreicher weiterer Bauschäden soll sie profaniert werden.Maximilian Müller: St. Paul steht vor der Profanierung. Weiler Zeitung, 15. September 2023, abgerufen am 5. Oktober 2023. Diese Entwidmung erfolgte im Juni 2024. Im Februar 2025 kaufte die Gemeinde Maulburg das Kirchengrundstück.Amtsblatt der Gemeinde Maulburg vom 25. Februar 2025
Beschreibung Der Kirche vorgelagert ist ein kleiner Vorplatz. Das gesamte Grundstück befindet sich in einem zentralen Wohngebiet Maulburgs. Der Hauptbau der Kirche hat als Grundriss ein unregelmäßiges Sechseck. Zur Seite des Kirchenraums hin sind die Seitenwände mehrfach eingeknickt und haben große Fensterfronten, die von dem Konstanzer Künstler Maximilian Bartosz gestaltet wurden. Die großen Aluminiumportale schuf Alfred Riedel aus Freiburg.Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland. S. 190 (03.1) Der freistehende Glockenturm mit quadratischem Grundriss ist über einen Verbindungsbau mit dem Hauptbau verbunden. Der Turm ist mit einem Pultdach abgeschlossen und trägt an seiner Spitze ein Kreuz.
Im Inneren der Kirche ist eine Holzdecke eingelassen, die sich dem sehr flachen Satteldach anpasst. Der Altar im leicht eingezogenen Chor besteht aus einem grauen Kalksteinblock, der auf einem massiven Block ruht. Altarkreuz und Tabernakel wurden von F. Spintzik gestaltet. Über dem Altar dominiert eine große Christusfigur. Links vom Altar befindet sich ein Ambo, rechts eine Madonnenstatue mit Kind.
Glocken und Orgel
mini|hochkant=0.6|Glockenturm
Das dreistimmige Glockengeläut aus Bronze setzt sich wie folgt zusammen:
{| class="wikitable" style=text-align:center ! Glocke ! Name ! Schlagton ! Gussjahr ! Gießerei |- | 1 || Paulusglocke|| d″ || rowspan="3" | 1975 || rowspan="3" | Glockengießerei Heidelberg |- | 2 || Johannesglocke || e″ |- | 3 || Hedwigglocke || g″
Die 1947 von Xaver Mönch erbaute Orgel kam 1971 in die Pauluskirche und wurde im Jahr der Überführung von derselben Werkstatt überholt. Das Instrument mit Membranladen sowie mit pneumatischer Spiel- und Registertraktur verfügt über 19 Register auf zwei Manualen und Pedal und.Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland. S. 191 (03.1)
Literatur Johannes Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland. Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 190–191.
Weblinks
Einzelnachweise
Maulburg, Pauluskirche Kategorie:Maulburg Maulburg Maulburg Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren Maulburg, Pauluskirche Maulburg, Pauluskirche Maulburg Kategorie:Kirchengebäude in Europa Maulburg