Eintracht Erle (ehemals: DJK Eintracht Erle; offiziell: Eintracht Erle 1928 e. V.) ist ein Sportverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Erle und bietet die Sportarten Fußball und Tischtennis an.

Geschichte Mit der im Jahr 1920 ersten konstituierenden Versammlung wird die DJK Buer-Erle gegründet und noch im selben Jahr der Spielbetrieb auf dem vereinseigenen Sportplatz durchgeführt. Vier Jahre später wurde der Spielbetrieb aufgrund nachlassender Begeisterung und dem Aufkommen starker Konkurrenz eingestellt. Die im Jahr 1928 erfolgte Gründungsversammlung brachte die DJK Eintracht Erle zum Vorschein, die der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten geschuldet, den Spielbetrieb erneut einstellen musste. Erst 1947 wird das Vereinsgeschehen durch Heinrich Müller (1. Vorsitzender) und Kaplan Josef Klein-Heßling (Präses) reaktiviert. Mit dem Austritt aus dem DJK-Sportverband heißt der Verein seit dem Jahr 2017 Eintracht Erle.

Frauenfußball Die größten Erfolge erreichte die Frauenfußballabteilung, die im Jahre 1971 gegründet wurde. Bereits 1973 sicherten sich die Erlerinnen die Westfalenmeisterschaft. Aus unbekannten Gründen nahm die Mannschaft nicht am Goldpokal, der inoffiziellen deutschen Meisterschaft, teil. Ein Jahr wurde die von Lothar Dembinski – seinerzeit Spieler in der Amateurmannschaft des FC Schalke 04 – trainierte Mannschaft erneut Westfalenmeister durch einen 3:2-Finalsieg über die SpVg Marl. Die Mannschaft qualifizierte sich damit für die erstmals ausgetragene Deutsche Meisterschaft. Hier vermochte sich die Erleinnen zunächst gegen den Buxtehuder SV (2:0), Werder Bremen (5:1) und Tennis Borussia Berlin (2:1) in Gruppe 4 durchzusetzen und erreichte nach dem 3:1-Halbfinalsieg über den SV Bubach-Calmesweiler das Finale. Gegen den TuS Wörrstadt waren die Erlerinnen jedoch chancenlos und unterlagen vor 3800 Zuschauern am Mainzer Bruchwegstadion mit 0:4.

→ Daten zum Meisterschaftsfinale 1974

Darüber hinaus gewannen die Erlerinnen 1974 noch den erstmals ausgespielten Westfalenpokal durch einen 4:0-Sieg über die DJK Eintracht Wiedenbrück. Ein Jahr später gewann die Mannschaft erneut die Westfalenmeisterschaft. Bei den Deutschen Meisterschaften 1975 setzten sich die Erlerinnen zunächst mit 2:1 und 7:0 gegen den FTSV Lorbeer Rothenburgsort durch, scheiterten dann aber mit 0:5 und 0:6 am späteren Meister Bonner SC.Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 2: Bundesliga & Co. 1963 bis heute. 1. Liga, 2. Liga, DDR Oberliga. Zahlen, Bilder, Geschichten. AGON Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1, S. 90. Aufgrund der hohen Kosten zur Unterhaltung, u. a. auch wegen der überregionalen Spiele, wechselte die Frauenmannschaft 1975 zum FC Schalke 04.

Männerfußball Die männlichen Fußballer konnten dagegen nur auf lokaler Ebene Erfolge verbuchen. Von 1977 bis 1982 spielte Eintracht Erle in der Bezirksliga. Größter Erfolg war dabei die Vizemeisterschaft in der Saison 1977/78 hinter Westfalia Gelsenkirchen. Seit der Saison 2010/11 spielt die erste Männermannschaft in der Gelsenkirchener Kreisliga A. Dort wurde die Mannschaft 2025 Vizemeister hinter der DJK Adler Feldmark. Die Erler mussten daraufhin zwei Aufstiegsspiele gegen Rot-Weiß Unna absolvieren. Im Rückspiel kam es wenige Minuten vor Schluss zu einem Eklat, als Unna mit 2:1 in Führung ging. Ein Erler Offizieller sah nach wütenden Protesten vom Schiedsrichter die rote Karte. Als der Offizielle dem Schiedsrichter diese aus der Hand schlug, wurde das Spiel abgebrochen und für Unna gewertet. Ein Jahr später wurden die Erler erneut Vizemeister, dieses Mal hinter Preußen Sutum. Erneut mussten die Erler Entscheidungsspiele absolvieren und unterlagen dieses Mal dem Hörder SC.

Weblinks Offizielle Homepage des Vereins Chronik der Fußballabteilung

Einzelnachweise

Kategorie:Verein im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen Kategorie:Fußballverein aus Gelsenkirchen Eintracht Erle