Dana Kaproff (* 24. April 1954 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Komponist und Musikproduzent.
Leben Kaproff wuchs als Sohn eines bekannten Studiomusikers und Cellisten in Los Angeles auf und kam bereits früh mit der Musik in Berührung. Nach dem Studium an der University of California an den Standorten Los Angeles (UCLA) und Berkeley (UCB) studierte er klassische Komposition mit namhaften zeitgenössischen Komponisten wie George Tremblay, Andrew Imbrie und Paul Chihara.
Seit Ende der 1970er Jahre arbeitet er für und mit Hollywood-Größen wie Elmer Bernstein, Jerry Goldsmith und John Barry und vertonte seitdem zahlreiche Filme und Fernsehserien. Hierzu gehören unter anderem Delvecchio, Die sieben Millionen Dollar Frau, Hawaii Fünf-Null, Spider-Man – Der Spinnenmensch, Death Valley, Falcon Crest, Cagney & Lacey, Der Mann vom anderen Stern, Unter der Sonne Kaliforniens oder Matlock.
Seit Mitte der 1990er komponiert er hauptsächlich für Fernsehfilme und Dokumentationen bekannter US-amerikanischer Fernsehsender und Kabelnetzwerke wie CBS, NBC, ABC, FOX, HBO, Showtime, PBS, Lifetime, Paramount, Universal, Columbia-Tristar, Time Warner, National Geographic, USA Networks sowie für das Format Entertainment Tonight.
Im Jahr 2001 gründete er das Internet-Unternehmen audioRiot, das sich auf das Audiodesign und die musikalische Untermalung kommerzieller Webseiten und vergleichbarer Inhalte spezialisiert hat. Auch in der Werbung ist Kaproff aktiv und komponierte Musik für Werbespots der Marken Apple, BMW, Kraft, Kyocera, Nestlé sowie für weitere Unternehmen.
Neben seiner Arbeit für Film und Fernsehen und in der Werbung schreibt Kaproff seit 2005 eigene Indie-Rock- und Poptitel und produziert diese unter seinem Musiklabel Mi Myoozik Publishing. Außerdem schreibt und produziert er auch für andere Künstler; so komponierte er die Hälfte des Shirley-Bassey-Albums Thank You for the Years. Es folgte die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Dianne Arkenstone, Bianca Rossini, Bri Cuoco und Jon Hall.
Im Jahr 2011 zog Kaproff mit seinem Studio und Unternehmen, Dana Kaproff Music, aus seiner kalifornischen Heimat nach New York City an die Ostküste der Vereinigten Staaten, wo er heute lebt und arbeitet. Gelegentlich hält er Vorträge über Komposition und das Musikgeschäft an Schulen und Universitäten.
Filmografie (Auswahl) Fernsehfilme 1977: Exo-Man 1978: Last of the Good Guys 1979: Der Mann der tausend Eigenschaften (The Ultimate Impostor) 1980: Die Königin der Banditen (Belle Starr) 1980: Scared Straight! Another Story 1981: Berlin Tunnel 21 1981: Gefangene Liebe (Inmates: A Love Story) 1984: Die zweiten Augen (Second Sight: A Love Story) 1985: Between the Darkness and the Dawn 1985: Chiller – Kalt wie Eis (Chiller) 1986: A Smoky Mountain Christmas 1986: A Winner Never Quits 1986: Firefighter 1988: Das Grab am See (The People Across the Lake) 1988: Showdown in Atlantic City (Glitz) 1988: Todesspiele (I Saw What You Did) 1989: High Desert Kill 1989: Nightlife 1989: Schmutziges Spiel (Full Exposure: The Sex Tapes Scandal) 1990: Blinder Hass (Blind Vengeance) 1990: Das vergessene Volk (Vestige of Honor) 1990: Killing Cop (The China Lake Murders) 1991: Das Gesetz der Angst (Don’t Touch My Daughter) 1991: Eine Falle für den Killer (This Gun for Hire) 1991: Martyrium einer Mutter (My Son Johnny) 1991: Silent Motive – Mord in Hollywood (Silent Motive) 1992: Computer Love (Homewrecker) 1992: Im Herzen der Lüge (Calendar Girl, Cop, Killer) 1992: Lady Boss 1992: Tödliche Erinnerungen (Duplicates) 1993: Böses Blut (Tainted Blood) 1993: Stimme der Dunkelheit (When a Stranger Calls Back) 1993: Zum Abschuß freigegeben (With Hostile Intent) 1994: Cagney & Lacey – Tödlicher Kaviar (Cagney & Lacey: The Return) 1994: Deadphone (Dead Air) 1994: Dem Terror ausgeliefert (Terror in the Night) 1995: Blutiges Familiengeheimnis (A Family Divided) 1996: A Case for Life 1996: Der leidensvolle Weg zum Sieg (Dying to Be Perfect: The Ellen Hart Pena Story) 1996: Eingeschneite Herzen – Ein romantisches Weihnachtsmärchen (Christmas in My Hometown) 1996: The Stepford Husbands 1996: Tiger: Lord of the Wild 1997: Angeklagt: Ein Vater unter Verdacht (Indefensible: The Truth About Edward Brannigan) 1997: Deep Running – Flucht zu zweit (On the Edge of Innocence) 1997: Der Traum des Häuptlings (Stolen Women, Captured Hearts) 1997: Durchgebrannt – Hilfeschrei aus L.A. (Born Into Exile) 1998: Beauty 1998: Ein endloser Albtraum (Nightmare Street) 1998: Murder at 75 Birch 1999: Der Pakt (What We Did That Night) 1999: Spurlos verschwunden – Eine Mutter gibt nicht auf (Vanished Without a Trace) Kinofilme 1977: In der Gewalt der Riesenameisen (Empire of the Ants) 1979: Das Grauen kommt um 10 (When a Stranger Calls) 1980: The Big Red One 1980: The Coneheads 1982: Death Valley 1982: Freitag der 713. (Pandemonium) 1983: Die goldene Robbe (The Golden Seal) 1988: Hilfe, ich bin ein Außerirdischer – Ausgeflippte Zeiten auf der Erde (Doin’ Time on Planet Earth) 1989: Platoon Warrior (The Stick) 1999: Ich weiß noch immer, wo sie begraben ist (What We Did That Night) 2001: March (als D.K. Blu) 2002: Tod auf Abruf (Determination of Death) 2003: Killing Candy (als DK Blu) 2003: White Rush (als D.K. Blu) 2005: The Big Red One: The Reconstruction 2007: Drei rauhe Gesellen (3 Bad Men, Vertonung des Films von 1926) 2018: Amityville Horror – Wie alles begann (The Amityville Murders)
Serien 1976: Der Preis der Macht (True Colors) 1976: Once an Eagle 1977: Delvecchio 1977: Die sieben Millionen Dollar Frau (The Bionic Woman) 1978: Hawaii Fünf-Null (Hawaii Five-O) 1978–1979: The Amazing Spider-Man 1982–1986: Falcon Crest 1982–1988: Cagney & Lacey 1986: Der Mann vom anderen Stern (Starman) 1990: Grüße aus dem Jenseits (Shades of LA) 1993: Unter der Sonne Kaliforniens (Knots Landing) 1994: Matlock 1997: National Desk 2007–2008: Animal Atlas
Dokumentationen 1979: The Late Great Planet Earth 1996: ABC World of Discovery: Creatures of Africa’s Hidden World 1996: National Geographic: The Last Feast of the Crocodiles 1997: Chariots of the Gods 2001: Empires: The Roman Empire in the First Century 2002: National Geographic: Killer Cats of the Kalahari 2003: Empires: Peter & Paul and the Christian Revolution 2004: Japan: Memoirs of a Secret Empire 2011: Voices of Violence Pt 2: Effective Treatments 2011: Voices of Violence: Part 1 – The Roots of Violence
Auszeichnungen 1988: ASCAP Film and Television Music Award (Most Performed Underscore)
Weblinks
Website von Dana Kaproff Interview mit Dana Kaproff (englisch)
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