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mini|Ort und Basilika Ottobeuren

Ensembles Ensemble Benediktinerabtei und Klostermarkt Ottobeuren

Das Ensemble umfasst den gesamten Baukomplex der Benediktinerabtei St. Theodor und Alexander; Kirche und Kloster mit allen auch ehemaligen – Amts- und Wirtschaftsgebäuden sowie den zugehörigen Gartenanlagen innerhalb des umschließenden Straßenrings; ferner den Hauptplatz des Klostermarktes mit jenen Gebäuden an der Luitpoldstraße, die ihn jenseits der Günz nach Osten begrenzen.

Das Kloster, das nach der Überlieferung 764 gegründet wurde, erhielt 972 unter Kaiser Otto I. die Reichsunmittelbarkeit und war bis 1802 Zentrum eines ausgedehnten Herrschaftsgebietes im südlichen Schwaben. Die weitläufige Klosteranlage mit ihrer machtvollen Kirche sind in Architektur und Ausstattung ein Zeugnis der Barockkunst von europäischem Rang. Der Baukomplex als Ganzes liegt auf einer Anhöhe, parallel zum Lauf der westlichen Günz und beherrscht über den Marktflecken hinaus weite Bereiche des Tales.

Nach Osten, zu Füßen der Klosterkirche erstreckt sich der längsrechteckige, an der Südfront wohl planmäßig angelegte Klostermarkt. Funktion, Charakter und Geschichte der Bebauung dokumentieren die ehemals enge politische und wirtschaftliche Verbundenheit des Marktes mit der Abtei sowie seine langsame Entwicklung zur Selbständigkeit. Der Ort, der wohl schon im Mittelalter das Marktrecht innehatte, besaß eine eigene Pfarrkirche (St. Peter, profaniert) und ein Kornhaus, das im 16. Jahrhundert zum Rathaus umgebaut wurde. Die Nähe des Kornhauses erklärt die Anwesenheit mehrerer Gasthöfe – früher wohl mit Brauereien. Der Markt besaß zahlreiche Eigengüter; Handwerksbetriebe und landwirtschaftliche Anwesen haben den baulichen Charakter des Ortes geprägt. Der Marktplatz bietet im Wesentlichen das Erscheinungsbild einer kleinstädtischen Platzanlage mit stattlichen, meist zweigeschossigen Giebelhäusern des 17./18. Jahrhunderts in offener Bebauung. Proportion und Fassadengestaltung – z. B. profilierte Giebelgesimse – geben ihm ein barockes Gepräge. Das Rathaus verengt den Platz im Osten und beherrscht den Übergang über die Günz.

Aktennummer: E-7-78-186-1

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Literatur

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