Die 103. Infanterie-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Geschichte Die Division wurde im Mai 1915 an der Ostfront zusammengestellt und bis Mitte April 1916 dort eingesetzt. Anschließend erfolgte ihre Verlegung an die Westfront. Hier verblieb sie bis Kriegsende, marschierte dann in die Heimat und wurde Ende November 1918 zunächst demobilisiert und schließlich aufgelöst.

Gefechtskalender 1915 24. Mai bis 13. Juli – Erster Aufmarsch an der serbischen Grenze bei der k.u.k. Armeegruppe Terzstyansky 16. bis 18. Juli – Durchbruchsschlacht von Krasnystaw 19. bis 28. Juli – Kämpfe im Anschluss an die Durchbruchsschlacht von Krasnystaw 29. bis 30. Juli – Durchbruchsschlacht von Biskupice 31. Juli bis 19. August – Verfolgungskämpfe von Wieprz bis zum Bug 19. bis 20. September – Verfolgungskämpfe zwischen Bug und Jasiolda 21. September bis 6. Oktober – Zweiter Aufmarsch an der serbischen Nordgrenze 6. Oktober bis 28. November – Feldzug in Serbien ab 1. Dezember – Aufmarsch an der griechischen Grenze

1916 bis 3. März – Aufmarsch an der griechischen Grenze 4. März bis 18. April – Stellungskämpfe an der griechischen Grenze 18. bis 29. April – Transport nach dem Westen 30. April bis 16. Juni – Stellungskämpfe in der Champagne 19. Juni bis 23. Juli – Schlacht um Verdun 23. Juni bis 21. Juli – Kämpfe im Chapitre-Walde und in der Souville-Schlucht 23. Juli bis 25. August – Kämpfe zwischen Maas und Mosel 26. August bis 15. September – Stellungskämpfe zwischen Maas und Mosel 21. September bis 7. Oktober – Stellungskämpfe in der Champagne 8. Oktober bis 11. November – Schlacht an der Somme ab 16. November – Stellungskämpfe in der Champagne

1917 bis 14. Januar – Stellungskämpfe in der Champagne 14. Januar bis 21. Mai – Stellungskämpfe vor Verdun 25. bis 27. Mai – Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne 28. Mai bis 23. Oktober – Stellungskämpfe am Chemin des Dames 24. Oktober bis 2. November – Nachhutkämpfe an und südlich der Ailette 3. bis 24. November – Stellungskämpfe nördlich der Ailette 24. November bis 25. Dezember – Kämpfe in der Siegfriedstellung ab 27. Dezember – Stellungskämpfe bei St. Quentin und an der Oise

1918 bis 20. März – Stellungskämpfe bei St. Quentin und an der Oise 21. März bis 6. April – Große Schlacht in Frankreich 7. bis 11. April – Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon 12. April bis 26. Mai – Stellungskämpfe nördlich der Ailette 27. Mai bis 13. Juni – Schlacht bei Soissons und Reims 14. Juni bis 4. Juli – Stellungskämpfe zwischen Oise, Aisne und Marne 5. bis 14. Juli – Stellungskämpfe zwischen Aisne und Aire 15. bis 17. Juli – Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne 18. bis 25. Juli – Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims 26. Juli bis 3. August – Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle 4. bis 18. August – Stellungskämpfe an der Vesle 18. August bis 4. September – Abwehrschlacht zwischen Oise und Aisne 5. bis 18. September – Kämpfe vor der Siegfriedstellung 18. bis 25. September – Stellungskämpfe in der Champagne 26. September bis 9. Oktober – Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas 10. bis 12. Oktober – Kämpfe vor der Hunding- und Brunhild-Front 13. bis 17. Oktober – Kämpfe an der Aisne und Aire 18. bis 23. Oktober – Schlacht bei Vouziers 24. bis 31. Oktober – Kämpfe an der Aisne und Aire 1. bis 4. November – Kämpfe zwischen Aisne und Maas 5. bis 11. November – Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Gliederung Kriegsgliederung vom 15. Mai 1915 205. Infanterie-Brigade 2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 32 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71 Großherzoglich Hessisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116.Oberstleutnant a. D. Radermacher: Erinnerungsblätter des Großherzogl. Hessischen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 116 und des ihm vom 20.12.1914 ab zugeteilten III. Batls. Kgl. Preuß. Landw. Inf. Regts. Nr. 85., Hessisches Staatsarchiv Darmstadt. ST F 174/50. Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 22 2. und 4. Eskadron/Dragoner-Regiment „Freiherr von Derfflinger“ (Neumärkisches) Nr. 3 Feldartillerie-Regiment Nr. 205 Pionier-Kompanie Nr. 205

Kriegsgliederung vom 19. April 1918 205. Infanterie-Brigade 2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 32 3. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 71 Großherzoglich Hessisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116 3. Eskadron/Magdeburgisches Dragoner-Regiment Nr. 6 Artillerie-Kommandeur Nr. 103 Feldartillerie-Regiment Nr. 205 III. Bataillon/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 11 Pionier-Bataillon Nr. 103 Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 103

Kommandeure Dienstgrad Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 144.GeneralmajorLudwig von Estorff11. Mai 1915 bis 28. August 1916GeneralmajorFritz von Unger29. August bis 18. September 1916GeneralmajorArthur von Gabain18. September 1916 bis 1. Januar 1917GeneralmajorWilhelm von Auer2. Januar 1917 bis 3. Januar 1918GeneralleutnantHans Feodor Lepper5. Januar bis 27. November 1918

Literatur Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department. Document No. 905. Office of the Adjutant. 1920. S. 584–588. Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 73, 156.

Einzelnachweise

Division #:::103 Kategorie:Gegründet 1915 Kategorie:Aufgelöst 1918