Die Evangelisch-Lutherische Kirche Arad (, volkstümlich Rote Kirche, ) ist eine denkmalgeschützte Evangelisch-Lutherische Kirche im I. Bezirk Centru, am Piaţa Luther, auf dem Bulevardul Revoluţiei Nr. 6, in Arad, Rumänien.
Geschichte
Ihren Beinamen verdankt die „Rote Kirche“ dem Backstein, mit dem die Mauern verziert sind. Die Kirche wurde nach den Plänen des Arader Architekten Lajos Szántay im Jahr 1905 im neugotischen Stil errichtet und 1906 fertiggestellt. Im selben Jahr fand auch die Einweihung der Kirche durch Bischof Sámuel Sárkány statt.
Beschreibung
Der neugotische Sakralbau befindet sich in der Mitte des Luther-Platzes. Der Hauptturm der Kirche mit einer Höhe von 46 Meter wird von zwei kleineren polygonalen Seitentürmen gesäumt. Die Außenumrahmung des Hauptportals trägt die Inschrift Jöjjetek énhozzám (Kommet zu mir).enciclopedie.transindex.ro, Biserica evanghelică Arad
Die Kirche hat ein Mittelschiff, zwei Seitenschiffe und ein Querschiff. Der Altar ist in neogotischem Stil gehalten. Das Altargemälde, eine aus dem Jahre 1848 stammende Malerei, die Das Gebet Jesu im Garten Gethsemani darstellt, stammt von dem Maler Josef Umlauf. Die Kanzel wurde von dem Bildhauer György Örr aus Košice (heute Slowakei) geschaffen. Bemerkenswert sind die Fenster mit neogotischer Glasmalerei von József Palka aus Budapest, welche die 13 Apostel darstellen.enciclopedie.transindex.ro, Biserica evanghelică Arad
Die elektropneumatische Orgel von Carl Leopold Wegenstein wurde in Timișoara gebaut und im Jahr 1927 montiert. Die Orgel hat 25 Register, 2 Manuale, eine pneumatische Spiel- und Registertraktur und ein neugotisches Gehäuse.edition-musik-suedost.de, Franz Metz: Arad. Evangelische Kirche In Zusammenarbeit mit der Arader Philharmonie finden hier regelmäßig Konzerte statt. , Arad. Die Stadt am Mures-Ufer
Bei der Fertigstellung hatte die Kirche drei Glocken mit einem Gesamtgewicht von 1590 Kilo, die von dem bekannten Arader Glockengießer Frigyes Hönig hergestellt wurden. Die beiden großen Glocken wurden im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen und zur Herstellung von Kanonen verwendet, lediglich die kleine Glocke blieb der Kirche erhalten.enciclopedie.transindex.ro, Biserica evanghelică Arad
Literatur Puskel Péter: Arad marad. Helytörténeti és dokumentumriportok, beszélgetések, Arad, 1997 (ungarisch) Gheorghe Lanevschi, János Ujj: Arad. Patrimoniul cultural construit, Arad, 2007 (rumänisch) Gyula Pávai: Mesélő aradi házak, Nagyvárad, 2008 (ungarisch) János Ujj: Arad építészeti emlékei, Nagyvárad, 2008 (ungarisch)
Weblinks welcometoromania.ro, Biserica Roşie Arad
Einzelnachweise
Arad Kategorie:Erbaut 1906 Kategorie:Kirchengebäude in Arad (Rumänien) Arad Arad Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Rumänien Kategorie:Protestantismus in Rumänien Kategorie:Kulturdenkmal in Arad (Rumänien) Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus