Baja [] (deutsch Frankenstadt) ist eine ungarische Stadt mit Komitatsrecht im gleichnamigen Kreis im Komitat Bács-Kiskun. Der Tourismus und die Fischerei spielen in Baja eine bedeutende Rolle.
Lage Baja liegt im südlichen Teil Ungarns, 147 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest, 99 Kilometer südwestlich des Komitatssitzes Kecskemét, am linken Ufer der Donau, ungefähr 30 Kilometer nördlich des Dreiländerecks Ungarn–Kroatien–Serbien und am nördlichen Rand der Region Batschka. Nachbargemeinden sind Érsekcsanád, Csávoly, Bácsbokod, Vaskút, Bátmonostor, Szeremle und Pörböly.
Geschichte Im Jahr 1318 wurde Baja erstmals urkundlich erwähnt. 1712 siedelten sich die ersten deutschen Kolonisten an, die Donauschwaben.
Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Munizipalstadt 3209 Häuser und 21.032 Einwohner auf einer Fläche von 15.052 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Komitat Bács-Bodrog.
Noch im Jahr 1946 waren 2304 Einwohner deutschstämmig, also rund 15 Prozent der Gesamteinwohner.
Am 17. September 1944 griffen Flugzeuge der US Air Force die Eisenbahn-Donaubrücke von Baja an.
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Kirche Szent Péter és Szent Pál Die in den 1840er Jahren erbaute Synagoge von Baja wird heute als Stadtbibliothek genutzt.
Die römisch-katholische Pfarrkirche Szent Péter és Szent Pál wurde 1765 im barocken Stil erbaut.
Das Ferenc-Miskolczy-Hausmuseum, bekannt als Bagolyvár („Eulenschloss“), ist das ehemalige Wohnhaus des Malers Ferenc Miskolczy (1899–1994). Die Sammlung enthält Objekte zur Kulturgeschichte der Stadt aus den Jahren zwischen 1920 und 1990.
Das István-Türr-Museum, benannt nach dem Politiker István Türr (1825–1908), in Nord-Batschka zeigt Gegenstände aus der Geschichte der Region.
Veranstaltungen Jährlich findet am zweiten Wochenende im Juli ein Volksfest statt, bei dem in Kesseln über offenem Feuer Fischsuppe für die Besucher gekocht wird.
Wirtschaft und Infrastruktur Das Unternehmen SUGO Food stellt in Baja mit über 200 Mitarbeitern Tiefkühlkost, Kartoffel- und Tortilla-Chips her.
Baja liegt an der Kreuzung der Straßen 51-es főút und 55-ös főút. Der Bahnhof Baja liegt an der Bahnstrecke Kiskunhalas–Bátaszék.
Söhne und Töchter der Stadt Pavel Đurković (1772–1830), Maler Karl Isidor Beck (1817–1879), Dichter Wilhelm Beck (1822–1862), Zeichner Imrich Bende (1824–1911), Bischof István Türr (1825–1908), Aufständischer und Politiker Joseph Perles (1835–1894), Rabbiner Samuel Kohn (1841–1920), Rabbiner, Theologe und Historiker Leopold Schulhof (1847–1921), österreichisch-französischer Astronom Johann von Nostitz-Rieneck (1847–1915), Feldmarschalleutnant Alexander Nehr (1855–1928), Kunstschlosser und Kunstschmied Juliane Déry (1864–1899), Schriftstellerin József Balassa (1864–1945), Philologe Eduard „Ede“ Telcs (1872–1948), Bildhauer und Medailleur Győző Halmos (1889–1945), Turner József Ijjas (1901–1989), Geistlicher István Lang (1933–2007), Radrennfahrer Emmerich Schwemlein (* 1950), Politiker (SPÖ) Viktoria Eschbach-Szabo (* 1956), Japanologin und Sprachwissenschaftlerin Péter Disztl (* 1960), Fußballtorhüter Ferenc Berkes (* 1985), Schachspieler Tamás Kazi (* 1985), Mittelstreckenläufer Renata Koch (* 1985), Triathletin Ágnes Czingulszki (* 1987), Journalistin und Autorin Gábor Faldum (* 1988), Triathlet Marcell Pongó (* 1997), Basketballspieler Emma Nagy (* 1998), Jazzmusikerin
Städtepartnerschaften mini|Franziskanerkloster (Kirche Antonius von Padua geweiht) Es bestehen folgende Städtepartnerschaften: Argentan in Frankreich Hódmezővásárhely in Ungarn Labin in Kroatien Sângeorgiu de Pădure in Rumänien Sombor in Serbien Târgu Mureș in Rumänien Thisted in Dänemark Waiblingen in Deutschland
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Batschka Kategorie:Ort an der Donau Kategorie:Ersterwähnung 1318 Kategorie:Stadt mit Komitatsrecht in Ungarn