mini|Anatolyj Ewtuschenko (stehend) bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau Anatolyj Nykolaewytsch Ewtuschenko (, wiss. Transliteration , ; * 1. September 1934 in Gorlowka; † 6. Januar 2026 in Mödling, Österreich) war ein sowjetischer bzw. russischer Handballspieler und -trainer.

Laufbahn Anatolyj Ewtuschenko gewann mit MAI Moskau 1960 die sowjetische Meisterschaft im Feldhandball. Als Trainer gewann er mit der Mannschaft 1965, 1970, 1971, 1972, 1974 und 1975 im Hallenhandball die UdSSR-Meisterschaft. International gewann Moskau 1973 den Europapokal der Landesmeister.

Mit der sowjetischen Studentennationalmannschaft wurde er als Trainer 1968 Weltmeister.

Ewtuschenko gewann als Trainer der sowjetischen Handballnationalmannschaft der Männer bei den Olympischen Sommerspielen 1976 und 1988 jeweils die Goldmedaille sowie 1980 die Silbermedaille. Ferner wurde er mit der Sowjetunion 1982 Weltmeister und belegte mit ihr bei der Weltmeisterschaft 1978 und der Weltmeisterschaft 1990 jeweils den zweiten Platz.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Anfang der 1990er Jahre wurde Ewtuschenko in der Saison 1991/92 zunächst Sportdirektor und in der Saison 1992/93 Trainer beim damaligen Handball-Bundesligisten TSV Milbertshofen in Deutschland, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 1994 besaß. Dort wurde er jedoch nach internen Differenzen im Dezember 1992 durch Klaus Voik ersetzt„Bundesligen ohne Fußball“, Sport-Bild vom 22. Dezember 1992, S. 42 und war danach nur noch mit den Aufgaben eines Sportdirektors betraut.„Milbertshofens tiefer Fall – Ex-Trainer Ewtuschenko packt aus“, Sport-Bild vom 31. März 1993, S. 51 Milbertshofen zog sich nach Ende der Saison 1992/93 aus der Bundesliga zurück.

Anschließend führte sein Weg ihn im Juli 1993 nach Kuwait. Mit dem dortigen Nationalteam gewann er 1995 die Asienmeisterschaft und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele im darauffolgenden Jahr, an denen er nicht mehr als Nationaltrainer teilnahm.

Später erfolgte noch ein durch Gunnar Prokop veranlasstes, weniger erfolgreiches Engagement im Damen-Handball, als er in Österreich den Verein Hypo Niederösterreich sowie in der Saison 1997/98 die Nationalmannschaft der Austria betreute. Danach arbeitete er für den Wiener Handballclub Fivers Margareten, mit dem ihm 1999 der erste nationale Pokalsieg in der Vereinsgeschichte gelang. Im März 2000 trat er als Trainer zurück. Er organisierte den Nachwuchsbereich, die Fivers-Handballschule, und blieb dem Verein weiterhin als Sportdirektor und Berater treu.

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Einzelnachweise

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