Langballigau () ist sowohl ein Hafen des Kreises Schleswig-Flensburg am Südufer der Flensburger Außenförde als auch ein gleichnamiger Strand und Ortsteil der schleswig-holsteinischen Gemeinde Langballig. Der Hafen liegt an der Mündung der Langballigau in die Flensburger Förde.
Name Der Name des Ortes und des Hafens geht auf die gleichnamige Au in der Bedeutung Au von Langballig zurück. Langballig (Langballe) selbst geht auf altdänisch balgh (vgl. altnord. bali) als Beschreibung einer Erhöhung oder eines (erhöhten) Teils eines Dorfes zurück (vgl. Balm)Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, 2. Band, Kopenhagen 1867, S. 249Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 420 u. 136.
Kreishafen Langballigau Fischerei- und Yachthafen In den 1920er-Jahren wurde Langballigau zum „Fischereischutzhafen“ ausgebaut. Während die Bedeutung des Kreishafens Langballigau für die Fischerei stark abgenommen hat, – angelandet werden je nach Saison und Wetter Flundern, Schollen, Klieschen und Dorsche – bestimmt heute der Yachthafen mit seinen 220 Liegeplätzen das Geschehen. Mitglieder des 1965 gegründeten Yachtclubs Langballigau e. V. bauten zusammen mit der Gemeinde und dem Hafenbetreiber eine Slipanlage, Schwimmbrücken, eine Takelplattform mit Mastenkran, 1990 das Clubhaus sowie clubeigene Bootshallen in Langenballig.
Grenz- und Fährverkehr mini|links|Die Feodora II an der Seebrücke Der Fährverkehr zur dänischen Stadt Sønderborg war nach Ende der Butterfahrten auf der Flensburger Förde 1999 zum Erliegen gekommen. War erst der Verkauf zollfreier Waren nicht mehr subventioniert worden, verhinderten später strenge Maßstäbe der dänischen Seefahrtsbehörde (Søfartsstyrelsen) den Grenzverkehr, weil kleine Reeder für ihre Schiffe, die durch die UN-Übereinkunft über die Sicherheit auf See (SOLAS) verursachten Kosten nicht aufbringen wollten. Die Strecke wurde nur von 2007 bis 2010 befahren.
Mai 2016 nahm die Reederei NAS (Nordische Ausflug Schifffahrts GmbH), die Fahrt von der Seebrücke auf und seitdem verkehrt ein Schiff von Mai bis Oktober vier Mal wöchentlich auf dieser Linie. Der Einkauf von Transitwaren wird durch eine Zollstation ermöglicht.
2019 nahm eine dänische Fahrradfähre zwischen Langballigau und Egernsund, mit Zwischenstopp in Brunsnæs, ihren Betrieb auf.Flensburger Tageblatt: Mit Video: Ein Delfin ist in der Flensburger Förde unterwegs, vom: 1. Juli 2019; abgerufen am: 14. Februar 2020Langballigau: Fahrradfähre nimmt Betrieb auf, vom: 28. Juni 2019; abgerufen am: 14. Februar 2020[Der Nordschleswiger]: Fahrradfähre ein Erfolg – sie wird auch 2020 fahren, vom: 3. Juli 2019, abgerufen am: 14. Februar 2020
Rettungsstation der DGzRS 75px|links|DGzRS-Logo
Wegen der geschützten Lage des Hafens nutzt die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) den Ort als Station und Hafen für ein Seenotrettungsboot.
Neben dem Rettungsboot liegen ein Zoll- und ein Fischereiaufsichtsboot im Hafen.
Ortsteil Langballigau Zwei Kilometer trennen den Hafen vom Ortszentrum des Erholungs- und Luftkurortes Langballig. Wenige Meter von der Förde entfernt führt die Strandpromenade (Strandweg) entlang, wo Restaurants, Imbissstände und Eisdielen ansässig sind. Für den neben dem Hafen gelegenen Naturstrand gibt es einen Strandkorbverleih und einen offiziellen Hundestrand.
Siehe auch Liste von Seebrücken in Deutschland Tal der Langballigau Yachthäfen in Schleswig-Holstein
Weblinks
Einzelnachweise
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