mini|Atzenhofen mini|Fachwerkscheune in Atzenhofen
Atzenhofen (fränkisch: HejfmE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 41. Dort folgendermaßen transkribiert: „hęifm“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Atzenofen liegt in der Gemarkung Büchelberg.
Geografie Der Weiler liegt am Röttenbach, einem rechten Zufluss des Erlbacher Bachs, der mit anderen Bächen den Großen Aurachbach bildet. Dieser ist ein rechter Zufluss der Altmühl. 0,5 km südöstlich liegt das Schmiedsholz, 1 km südlich in der Forst Aurach erheben sich der Eichelberg und der Waltersberg ().
Die Kreisstraße AN 3 führt nach Büchelberg (2 km nordöstlich) bzw. nach Weinberg (3 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Röttenbach (0,2 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1452 als „zum Atzenhoff bey Rötembach“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens bleibt unklar: Atzo kann der Personenname des Gründers gewesen sein, genauso denkbar ist aber, dass sich der Name von der oberdeutschen Bezeichnung Atz für Weideplatz ableitet.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 41 f. Atzenhofen wurde auch nur „Höfen“ genannt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 1, S. 77.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Atzenhofen aus drei Anwesen. Das ansbachische Stadtvogteiamt Leutershausen hatte das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das ansbachische Kastenamt Colmberg (1 Köblergut) und der Ansbacher Rat (1 Halbhof der Johannispflege sowie 1 Köblergut der Landpflege).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 800 und 834.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 698. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 983.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Atzenhofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Büchelberg zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Büchelberg an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 964. Am 1. Juli 1972 wurde Atzenhofen im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Leutershausen eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 1 u. 2: Fachwerkscheune, wohl noch des 17. Jahrhunderts, mit Schleppgauben
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 22 20 26 20 29 30 27 22 14 13 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 3 4 5 5 5 5 3 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Leutershausen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1452