Dietenbronn (fränkisch: Dida-brunnE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66. Dort folgendermaßen transkribiert: „didəbrún“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Aurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Dietenbronn liegt in der Gemarkung Büchelberg.
Geografie Im Dorf entspringt der Brunnengraben, ein rechter Zufluss des Großen Aurachbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Südwesten grenzt die Forst Aurach an. 1 km südwestlich erhebt sich der Waltersberg () und 0,5 km südöstlich der Steckberg (). Im Nordwesten liegt das Flurgebiet Gründlein und im Süden Hasenzagel. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Aurach zur Staatsstraße 1066 (1,5 km östlich) bzw. zur Kreisstraße AN 3 bei Atzenhofen (1,7 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1327 als „Tittenbrunne“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort der Personenname Titto ist. Der Ortsname bedeutet als Zur Quelle des Titto.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66.
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amts Leutershausen aus dem Jahr 1608 sind für Dietenbronn 8 Mannschaften verzeichnet, von denen 3 Mannschaften dem Rat zu Ansbach unterstanden, 1 Mannschaft dem Klosterverwalteramt Sulz und 3 Mannschaften dem Hochstift Eichstätt. Das Hochgericht übte das Amt Leutershausen aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 21/1, 17r. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 714. Im 16-Punkte-Bericht des Amts Leutershausen aus dem Jahr 1681 bleibt die Zahl der Mannschaften und die grundherrschaftlichen Verhältnisse unverändert.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 22, 41. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 720.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dietenbronn zehn Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte weiterhin das Stadtvogteiamt Leutershausen aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Aurach. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Klosterverwalteramt Sulz: 1 Köblergut; Ansbacher Rat: 1 Halbhof, 4 Köblergüter) und der Hochstift Eichstätt (Kastenamt Wahrberg: 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Söldengut; Kastenamt Aurach: 1 Köblergut).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 848. (= J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 595). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dietenbronn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Büchelberg zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Büchelberg an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Am 1. Juli 1972 wurde Dietenbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Aurach eingemeindet.
Baudenkmal Haus Nr. 4: ehemaliger Bauernhof, erdgeschossiges massives Wohnstallhaus mit Satteldach und Putzgliederung, bezeichnet 1808.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 66 78 63 57 62 48 65 60 44 43 53 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 13 11 11 13 10 10 9 12Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Aurach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt, seit 1999 ist die Pfarrei St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
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