Sichere mobile Kommunikation (meist als SiMKo abgekürzt) ist eine vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlene Lösung BSI.de zur sicheren mobilen Kommunikation via Mobiltelefon. Seit 2010 werden zu diesem Zweck meistens Smartphones genutzt. Die SiMKo-Telefone gehören in die Klasse der Krypto-Handys.

Entwickelt wurde die Verschlüsselungstechnik SiMKo von T-Systems.Hochsicheres Smartphone auf t-systems.de

SiMKo-Versionen SiMKo Der Prototyp wurde im Frühjahr 2007 von T-Systems auf der CeBIT vorgestellt und sollte eine Alternative zu Blackberry darstellen. Da das Bundesministerium des Innern (BMI) auf technische Mängel hinwies und die hohen Sicherheitsanforderungen noch nicht vollständig erfüllt wurden, wurde die Entwicklungszeit bis Ende 2007 verlängert.Mühsame Entwicklung und Die Telekom-Tochter T-Systems ist stark bemüht, das Rad neu zu erfinden und eine sichere Blackberry-Alternative für Behörden zu entwickeln. beide Texte von Manfred Bremmer auf computerwoche.de vom 17. Juni 2008T-Systems präsentiert "Merkel-Phone" auf der CeBIT; auf heise.de vom 17. Februar 2009Blackberry-Alternative kommt in Fahrt von Manfred Bremmer in PC Welt vom 9. März 2009

SiMKo 2 Das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern schloss 2009/2010 mit T-Systems einen Rahmenvertrag.

Neben Sprachverschlüsselung verfügt SiMKo 2 über ein personengebundenes Sicherheitskonzept für den E-Mail-Verkehr. Es beruht auf dem S/MIME-Standard für die Verschlüsselung und elektronische Signatur.CeBIT: T-Systems zeigt Smartphone-Prototypen mit Sprachverschlüsselung von Björn Greif, auf zdnet.de vom 1. März 2010 Zusammen mit dem IT-Sicherheitsunternehmen Certgate und VPN-Anbieter NCP werden die SiMKo2-Geräte an „rund 350 Organisationen des Bundes“ geliefert.T-Systems liefert HTC-Geräte Hochsichere Handys für Bundesbehörden von Johannes Klostermeier, auf cio.de vom 19. Januar 2010Schutzschild für Smartphone-Daten von Manfred Bremmer, auf computerwoche.de vom 11. März 2011

Seit 2010 gibt es vier speziell modifizierte HTC-Smartphone-Modelle (darunter unter anderem: HTC Touch Pro2, HTC HD2 und HTC Snap), welche mit dem Betriebssystem Microsoft Windows Mobile laufen. Das BSI sprach „für die Smartphones die ‚spezifische Einsatzempfehlung‘“ für die Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) aus. auf chip.de vom 4. März 2010Kombination aus Windows Mobile 6.5 und HTC-Smartphones; von: Dr. Markus a Campo und Stephan Augsten vom 8. Juli 2011 Seite 1: Strategien zur Absicherung. Sicherheitskonzept der SiMKo-2-Smartphones von Telekom und BSI Seite 2: Basis Windows Mobile 6.5 Seite 3: Härtung und Benutzer-Einschränkungen

SiMKo 3 SiMKo3 wurde auf der CeBIT 2012 vorgestellt und stellt eine Erweiterung von Simko2 dar. In der Vorversion SiMKo2 waren nur geschäftliche Anwendungen möglich, mit SiMKo3 können auf dem Smartphone private Anwendungen in einem abgetrennten Modus benutzt werden. In diesem Modus funktionieren+ die Kamera und der WLAN-Zugriff. auf den Seiten von T-Systems

Auf den handelsüblichen Android-Smartphones von Samsung (Samsung Galaxy S II und Samsung Galaxy S III) wurde die ursprüngliche Software entfernt. Ein Spin-off der Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), die Trust2Core GmbH, ersetzte die Software durch ein Mikrokernel-System, welches als Virtualisierungsschicht dient. Dieses erlaubt es, gleich mehrere Betriebssysteme nebeneinander und unter Echtzeitbedingungen laufen zu lassen, wobei das Konzept der Multiple Independent Levels of Security (MILS) verwendet wird. SiMKo3 wurde auch für den Einsatz auf Tablet-Computern entwickelt. Basis war ein Samsung Galaxy Tab 10.1, bei dem weitgehend die gleichen Komponenten wie beim Galaxy S III verbaut sind.Das können die neuen „Merkel-Phones“ und Teil 2: SiMKo 3 setzt auf eigenen Mikrokernel von Manfred Bremmer vom 16. Mai 2013 auf computerwoche.de Der Preis für ein solches Smartphone beginnt bei 1700 Euro.Wirtschaftswoche, Heft-Nr. 23 vom 1. Juli 2013; S. 67 Am 9. September 2013 wurde bekannt gegeben, dass SiMKo3 die BSI-Zulassung erhalten hat.Telekom bringt neue Generation abhörsicherer Smartphones auf den Markt Das neue "Merkelphone" auf internetworld.de vom 9. September 2013; sowie in der Internet World Business Ausgabe 19/13 vom 16. September 2013, S. 2Samsung Galaxy S3 als Merkelphone zugelassen auf heise.de vom 9. September 2013 Im Oktober 2014 bestätigte die Deutsche Telekom, dass die Entwicklung des SiMKo 3 auf Eis gelegt wurde.

Einzelnachweise

Weblinks In den Nachrichten: Artikelschwerpunkt bei der Computerwoche heise online Innenministerium: Keine Verbote von iPhone und Blackberry; 17. Januar 2012 ; 9. August 2010 Merkelphones kommen sich näher;1. März 2010 Bundesinnenministerium verbannt iPhone, iPad und Blackberry von Achim Sawall; auf golem.de vom 17. Januar 2012

Sicherheitsbedenken: Regierung verbietet Mitarbeitern Blackberry und iPhone (can/Reuters) auf spiegel online vom 5. August 2010 German government bans Blackberry mobile phones for federal employees dw-world.de vom 5. August 2010

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