Sowchosnoje (, deutsch Christinenfeld bzw. Neuhof) ist der Name eines Ortes in der russischen Oblast Kaliningrad, der zwei ehemals getrennte Ortschaften vereint. Er liegt im Rajon Prawdinsk und gehört zur Gorodskoje posselenije Schelesnodoroschnoje (Stadtgemeinde Schelesnodoroschny).

Geographische Lage Sowchosnoje liegt an einer Nebenstraße (Neuhof) bzw. einen Kilometer nordöstlich (Christinenfeld), die Lipnjaki mit Nowo-Bijskoje und Perewalowo, an der russischen Fernstraße R 508, verbindet. Bis zur früheren Kreisstadt Schelesnodoroschny sind es neun Kilometer. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte Die beiden Ortschaften mit den früheren Namen Christinenfeld und Neuhof waren bis 1945 Ortsteile der Gemeinde Friedrichswalde (russisch: Nowo-Bijskoje) und in ihrer Geschichte naturgemäß mit dieser eng verbunden. So wurden sie 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Schloß GerdauenRolf Jehke, Amtsbezirk Schloß Gerdauen integriert und kamen 1930 zunächst zum Amtsbezirk Adamswalde, dann aber noch im gleichen Jahr zum Amtsbezirk TrausenRolf Jehke, Amtsbezirk Trausen. Konstant dagegen blieb bis 1945 die Lage im Landkreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Christinenfeld wie auch Neuhof gehörten ehedem mit Adamswalde, Althof, Döhrings (Derschawino) und Trausen zum Gut KinderhofGut Kinderhof mit Burg und Schloss Gerdauen bei Gerdauen.

In der Folge des Zweiten Weltkrieges kamen Christinenfeld und Neuhof mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielten die Orte den gemeinsamen Namen SowchosnojeDurch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) und waren bis 2009 innerhalb der Oblast Kaliningrad in den Wischnjowski sowjet (Dorfsowjet Wischnjowoje) eingegliedert. Eine Struktur- und VerwaltungsreformNach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 476 vom 21. Dezember 2004, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009 „überstellte“ den Ort Sowchosnoje dann in die Gorodskoje posselenije Schelesnodoroschnoje (Stadtgemeinde Schelesnodoroschny) im Rajon Prawdinsk.

Kirche In Christinenfeld und Neuhof war die Bevölkerung vor 1945 überwiegend evangelischer Konfession. Die Orte waren in das Kirchspiel GerdauenKirchspiel Gerdauen im gleichnamigen Kirchenkreis innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.

Heute liegt Sowchosnoje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu gebildeten evangelischen Gemeinde in Druschba. Sie ist eine Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad innerhalb der ebenfalls neu errichteten Propstei Kaliningrad der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Einzelnachweise

Sowchosnoje #Prawdinsk