Straßenwirtshaus (fränkisch: SchdrasnwirtshausE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Straßenwirtshaus liegt in der Gemarkung Neunkirchen bei Leutershausen.

Geografie Der Weiler liegt am Krämleinsbach, einem linken Zufluss der Altmühl. Im Süden liegen die Eckertshölzer. Die Staatsstraße 2246 führt nach Lengenfeld (1,3 km östlich) bzw. nach Hannenbach (0,8 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über Neunkirchen-Siedlung nach Neunkirchen bei Leutershausen (0,7 km nördlich) bzw. nach Oberdombach (2 km südlich). Unmittelbar nördlich des Ortes verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim, an der der Ort einen Haltepunkt hatte.

Geschichte Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Ansiedelung 1809. Nach einer Pfarrbeschreibung von Neunkirchen aus dem Jahr 1833 wurde dieses Wirtshaus 1804 und das daneben stehende Bauernhaus bereits 1792 errichtet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 914. Zuweilen wurde der Ort nach dem Namen des Besitzers „Kochswirtshaus“ genannt.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Straßenwirtshaus dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neunkirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neunkirchen an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.

Am 1. Januar 1972 wurde Straßenwirtshaus im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1003. Auf der nördlichen Seite der Bahnlinie entstand in den 1970er und 1980er Jahren ein Neubaugebiet, das ursprünglich zu Straßenwirtshaus gerechnet wurde, mittlerweile aber zu Neunkirchen zählt.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 4 5 8 6 4 4 4 8 5 19 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 5 Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Neunkirchen bei Leutershausen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Leutershausen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1809