Heide-Marlis Lautenschläger (* 21. Dezember 1941 in Neubrandenburg) ist eine deutsche Malerin, Grafikerin und ehemalige Abgeordnete im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern (PDS).

Leben und Werk Heide-Marlis Lautenschläger, geb. Grützmacher (1963 bis 1982 Scheibeler), wurde als eines von zwei Kindern des Turn- und Zeichenlehrers Karl (Karlfriedrich) Grützmacher (1899–1949) und dessen Frau Ursula, später verheiratete Grundmann, geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung als Gärtnerin und erwarb in der Volkshochschule das Abitur. Sie arbeitete dann in verschiedenen Berufen, u. a. als Grafikerin, Redakteurin einer Betriebszeitung, als Werbegrafikerin und als Keramikmalerin im Zentrum Bildende Kunst Neubrandenburg. Von 1958 bis 1971 bildete sie sich in Neubrandenburg bei Friedrich Hitz, Lothar Weber, Wolfram Schubert und Erhard Grossmann künstlerisch in Zirkeln für Malerei und Grafik weiter. Ab 1973 war sie in Neubrandenburg als freischaffende Malerin und Grafikerin tätig. 1966 erreichte sie in Potsdam den Abschluss der Spezialschule für Leiter des bildnerischen Volksschaffens. Sie hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. 1989 erhielt sie den Fritz-Reuter-Preis für Kunst und Literatur III. Klasse des Rates des Bezirks Neubrandenburg.

Heide-Marlis Lautenschläger war bis zur Scheidung 1967 mit dem Folk-Musiker Wolfgang Scheibeler (1943–2020) verheiratet und heiratete dann den Maler und Grafiker Joachim Lautenschläger, mit dem sie nach Zachow zog.

Im Kunstarchiv Beeskow befinden sich Arbeiten von ihr.Heide-Marlis Lautenschläger im Bildatlas Kunst in der DDR

Mitgliedschaften

1974 bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR 1990 bis 2000: Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern Gewerkschaft Ver.di

Politik Heide-Marlis Lautenschläger trat 1990 in die PDS ein. Auf deren Liste wurde sie 1990 in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt, dem sie bis 1998 angehörte.

Werkbeispiele

Tafelbilder Porträt 71 (1972, Öl, 63 × 48 cm)Bildende Kunst, Berlin, 1/1975, S. 3 (Abbildung)

Arbeiterveteran Fritz Göritz (1974, Öl, 100 × 120 cm)

Gemüsehalle (1981, Eitempera auf Leinwand; IX. Kunstausstellung der DDR) Rübenhacker (1984; Öl; 90 × 98 cm; Auftrag des Bezirksvorstandes des FDGB Neubrandenburg; auf der X. Kunstausstellung der DDR)

Zeichnungen

Schulleiterin Marianne Meier (1971, Spanzeichnung, 51,5 × 33,5 cm)Bildende Kunst, Berlin, 7/1972, S. 354 (Abbildung) Wer das Tiefste gedacht, lebt das Lebendigste (1974, Bleistift, 40 × 58 cm)

Quellen Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Handbuch. 1. Wahlperiode, 1990 – 1994. 2., überarbeitete Auflage (Stand: 1. Dezember 1992). NDV – Neue Darmstädter Verlags-Anstalt, Rheinbreitbach 1993, ISBN 3-87576-300-9.

Literatur Lautenschläger, Heide-Marlis. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 521

Weblinks

Website von Heide-Marlis Lautenschläger im Webarchiv Heide-Marlis Lautenschläger

Einzelnachweise

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