miniatur|Carmen Boni um 1929 auf einer Fotografie von Alexander Binder Carmen Boni (eigentlich Carmela Bonicatti; * 17. Aprillaut Kay Weniger und Roberto Chiti. IMDb gibt stattdessen 8. April als Geburtstag an. 1904 in Rom; † 18. Novemberlaut Kay Weniger und Roberto Chiti. IMDb gibt stattdessen 19. November als Sterbetag an. 1963 in Paris) war eine italienische Schauspielerin.

Leben Die Tochter eines Colonels und von „Teresa Rovere di Bergeggi“ debütierte unter ihrem Realnamen 1919 in einem Film der römischen Nova Film; nach einem Ruf von Diana Karenne erfolgte ihr Durchbruch unter Künstlernamen, unter dem sie zunächst in italienischen Filmen in Rollen heiterer und burschikoser Mädchen auftrat. Nach Publikumserfolgen u. a. unter Guglielmo Zorzi nahm sie Augusto Genina, mit dem sie auch privat liiert war und in den folgenden Jahren häufig filmte, unter Vertrag und erregte mit Komtess Bubikopf auch international Aufmerksamkeit. 1927 wurde Boni nach Berlin verpflichtet und übernahm in den folgenden zwei Jahren Hauptrollen in deutschen Produktionen.

Zu Beginn der Tonfilmzeit verließ sie Deutschland und arbeitete vorwiegend in Paris. Sie war nun in einigen Sprachversionen-Filmen der Paramount Pictures zu sehen und pendelte bis zu ihrer 1936 erfolgten endgültigen Übersiedlung nach Frankreich mehrmals zwischen ihrem Geburtsland und ihrer Wahlheimat. 1938 heiratete sie den Schauspieler Jean Rigaux. Nur noch wenige Filme folgten; in ihrem letzten Film Von Mensch zu Mensch um Henri Dunant verkörperte sie eine Gräfin.Roberto Chiti: Carmen Boni. In: Enrico Lancia, Roberto Poppi (Hrsg.): Dizionario del cinema italiano. Gli artisti. Band 2: Le attrici. Dal 1930 ai giorni nostri. Gremese, Rom 2003, ISBN 88-8440-214-X, S. 41.

Boni verunglückte 1963 tödlich bei einem Verkehrsunfall.

Filmografie (Auswahl)

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.

Weblinks

ausführliche Biografie bei Steffi-Line.de Boni bei Cyranos.ch

Einzelnachweise

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