Hartmannsdorf ist eine thüringische Gemeinde im Nordosten des Saale-Holzland-Kreises in der Nähe von Eisenberg und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen.
Geografie Die Gemeinde befindet sich am Nordostrand des Ostthüringer Buntsandsteingebiets. Der Ort wird vom Bach Rauda durchflossen, der wenig später in die Weiße Elster mündet.
Angrenzende Gemeinden sind Crossen an der Elster, Heideland, Rauda und Silbitz im Saale-Holzland-Kreis sowie Caaschwitz im Landkreis Greiz.
Geschichte Am 9. November 1220 wurde der Ort urkundlich ersterwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 110. Der Ort gehörte zum wettinischen Kreisamt Eisenberg, das aufgrund mehrerer Teilungen im Laufe seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam der Ort mit dem Südteil des Kreisamts Eisenberg und der Stadt Eisenberg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Ab 1920 gehörte er zum Freistaat Thüringen.
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994 – 1.254 1995 – 1.254 1996 – 1.193 1997 – 1.149 1998 – 1.127 1999 – 1.054 2000 – 991 2001 – 936 2002 – 923 2003 – 887 2004 – 848 2005 – 823 2006 – 806 2007 – 786 2008 – 775 2009 – 733 2010 – 708 2011 – 678 2012 – 671 2013 – 655 2014 – 661 2015 – 673 2016 – 669 2017 – 674 2018 – 686 2019 – 672 2020 – 653 2021 – 672 2022 - 666 2023 - 670 2024 - 657 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
mini|Glockenturm der Dorfkirche Hartmannsdorf mini|Wasserschloss Hartmannsdorf
Kultur und Sehenswürdigkeiten Geschichtsdenkmale Auf dem Friedhof erinnert eine über den Gräbern von 33 Opfern eines KZ-Todesmarsches vom April 1945 errichtete Gedenkstätte an die Toten. Auch eine Gedenktafel in der Eisenberger Straße informiert über den Todesmarsch von Tausenden Buchenwald-Häftlingen, von denen sich 500 bis 600 im Crossener Wäldchen versteckt hatten, und von denen die Aufgespürten durch ihre SS-Bewacher erschossen wurden.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 211.
Kirche
Schloss
Wirtschaft und Infrastruktur Der Ort ist durch den Bahnhof Crossen/Elster an die Eisenbahnstrecke von Gera nach Leipzig angebunden.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Hartmannsdorf Gemeinde Hartmannsdorf bei der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Saale-Holzland-Kreis Kategorie:Ersterwähnung 1220