Der Misseröder Kalkrücken ist ein kleiner, bis 424,0 m hoher Höhenzug im Südeichsfeld, etwa 10 Kilometer südlich von Heilbad Heiligenstadt in Thüringen (Deutschland).

Geographische Lage Der Misseröder Kalkrücken, ein in Nordwest-Südost-Richtung ziehender Bergrücken, ist etwa 5 Kilometer lang und bis 2,5 km breit. Er liegt im Uhrzeigersinn betrachtet zwischen Geismar im Süden, Sickerode und Wiesenfeld im Westen, Rüstungen im Norden und Ershausen im Südosten. Zentral in einer flachen Mulde liegen die kleinen Ortschaften Lehna und Misserode.

Naturräumliche Zuordnung Nach der Einteilung des Handbuches der naturräumlichen Gliederung Deutschlands wird der Misseröder Kalkrücken wie folgt zugeordnet:Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 112 Kassel – Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969 → Online-Karte zu (35 Osthessisches Bergland) zu (358 Unteres Werrabergland) 358.5 Rosoppe-Frieda-Bucht 358.51 Misseröder Kalkrücken

Entsprechend der alternativen Einteilung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) wird er zur Einheit Werrabergland–Hörselberge gerechnet.

Geologie und Landschaftsbild Der Misseröder Kalkrücken bildet innerhalb der Buntsandsteinlandschaft des Rosoppe-Frieda-Hügellandes einen eigenen Naturraum. Entlang der Eichenberg–Gotha–Saalfelder Störungszone kam es hier zu einer Ausbildung mehrerer paralleler Störungen aus Kalkstein, durchsetzt mit verschiedenen Gesteinen (unter anderem Schluff- und Tongesteine). Ein Steinbruch bei Misserode soll als geologisches Naturdenkmal zur Darstellung der geologischen Struktur der Störungszone vorgeschlagen werden.

Die zahlreichen Bergkuppen (daher auch die Bezeichnung Lehnsche Köpfe) und steileren Stufenränder sind bewaldet, die zentrale Mulde und die flacheren Hänge werden landwirtschaftlich genutzt.

Der kleine Höhenzug trennt den flacheren nördlichen Teil des Rosoppe-Frieda-Hügellandes vom bergigen Südteil und ist Teil des Südeichsfelder Hügellandes.

Berge Zu den Bergen gehören der Höhe nach: Siebertsburg (424,0 m) und Wolkenberg (415,8 m), südöstlich von Rüstungen Thomaskopf (390,5 m), südlich von Rüstungen Sickeröder Berg (386,4 m) und Lichtberg (385,8 m) nördlich von Sickerode Winterberg (ca. 370 m) mit Paulitzkopf (372,3 m) südwestlich von Ershausen Roßberg (369,3 m), nordwestlich von Geismar

Gewässer Eingegrenzt wird der Kalkrücken von folgenden Zuflüssen der Frieda: Rode im Westen und Südwesten Krombach im Osten Rosoppe im Südosten Im Norden begrenzt der Hüneberg (452 m) des Oberen Eichsfeldes den Bergrücken. Er wird durch eine flache Mulde, mit einem nach Nordwesten der Rode und einem nach Südosten der Rosoppe zufließenden Bach (Tiefenbach), in eine südwestliche und eine nordöstliche Bergkette geteilt.

Siebertsburg Der Name der bewaldeten Bergkuppe leitet sich von der Burg eines Sigibert ab.Erhard Müller: Die Ortsnamen des Kreises Heiligenstadt. Heilbad Heiligenstadt 1989, S. 43 Ob auf dem Berg eine Burg bestanden hat, ist nicht nachweisbar, es gibt weder archäologische, noch urkundliche Belege.

Einzelnachweise

Weblinks

Geologische Route im Steinbruch bei Misserode

Kategorie:Geographie (Landkreis Eichsfeld)