mini|DDR Buchreihe Spektrum Volk und Welt Spektrum ist der Titel einer von 1968 bis 1993 erscheinenden Buchreihe des Verlages Volk und Welt Berlin.

Programm Die Titel der Reihe sind meist Erzählungen, Kurzromane, Novellen und Powesti bekannter Autoren, aber auch Zusammenstellungen, Filmszenarien und Poeme. Für den Verlag war Spektrum eine Möglichkeit, die Grenzen des gerade in der DDR Erlaubten auszuloten; so erschien nach Fürsprache Franz Fühmanns 1982 der allererste in der DDR gedruckte Text von Sigmund Freud in einem Spektrum-Band.Vgl.: Horst Buder: 250 Spektrum-Bände. Die schwarz-weiße Reihe mit dem farbigen Programm, in: Simone Barck und Siegfried Lokatis (Hrsg.): Fenster zur Welt. Eine Geschichte des DDR-Verlages Volk & Welt, Ch. Links Verlag, Berlin 2005, 2. Auflage, S. 230. Auch Günter Grass und James Joyce gelangten hier erstmals offiziell zu den Lesern.

Bis 1989 wurden Autoren aus insgesamt 36 Ländern publiziert, davon Autoren aus der Sowjetunion in 69 Bänden. Die Gesamtauflage erreichte 4.901.900 Exemplare.Vgl.: Simone Barck und Siegfried Lokatis (Hrsg.): Fenster zur Welt. Eine Geschichte des DDR-Verlages Volk & Welt, Ch. Links Verlag, Berlin 2005, 2. Auflage. Der Umfang variiert von 80 bis 130 Seiten.

Auf dem sonst komplett in schwarz gehaltenen Cover befand sich auf dem vorderen Umschlag im oberen Viertel in weißer Schrift oben links der Autor, darunter der Titel, neben dem eine Erläuterung zum Werk stand (bspw. Erzählungen). Es gibt eine Ausnahme, der Band 6 (Druon: Das Haus de Mondez) hat einen weißen Umschlag. Oben rechts stand das Verlagslogo VVW als durchgehendes Zickzack und der Name „Spektrum“ darunter. Unter dieser einheitlichen Gestaltung befand sich ein ebenfalls in schwarz-grau-weiß-Tönen gehaltenes Bild zum Titel. Die Motive stammen (bis auf eines) von dem Künstler und Grafiker Lothar Reher.

In gleicher Aufmachung und Format erschien jährlich (zumindest 1972–1982) ein Verlagsprogramm mit Annotationen zum Inhalt.

Aufgrund des einheitlich gestalteten schwarzen Schutzumschlages wurde sie auch die Schwarze Reihe genannt. Die Bände eins bis siebzehn sind in der Erstauflage nicht nummeriert.

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