miniatur|Helmut Licklederer als Straßenmusiker beim TFF Rudolstadt 2012 Helmut Licklederer alias Lick (* 12. März 1955 in Ingolstadt; † 30. Juni 2026) war ein bayerischer Musiker, Liedermacher, Songtexter und Geschichtenerzähler. Musikalisch bekannt war er durch seine satirischen Lieder, die er als Singer-Songwriter mit der Gitarre vortrug. Daneben spielte er auch bayerischen Rhythm and Blues in flexibler Besetzung im Duo und mit Band unter dem Namen Blues Lick.

Werdegang Licklederer begann mit 15 Jahren erste Songs in hochdeutscher Sprache und mit gesellschaftskritischen Themen zu schreiben. Als Gitarrist und Sänger kamen die ersten Bandkontakte und Auftritte. Nach den verschiedensten Ausbildungen in der Musik wurde die Musik ausschließlich zu seinem Beruf. Als Livemusiker folgten verschiedene musikalische Stationen, von klassischen Ensembles über Rock- und Bluesbands bis hin zur Tanz- und Straßenmusik sowie experimentelle Musik. Ab Mitte der 1980er Jahre war Helmut Licklederer als sozialkritischer Liedermacher unterwegs.

Neben seinen Kleinkunstauftritten wirkte Licklederer musikalisch bei diversen Kulturprogrammen, Großkundgebungen, Protestveranstaltungen und bei Tarifverhandlungen des DGB und der IG-Metall, zum Beispiel in Ingolstadt, Neutraubling und Passau. Für eine Protestveranstaltung im Zuge der Rentenreform schrieb er 1997 den Song As Geid reicht ma nimma.

Ab 1995 trat Licklederer als bayerischer Singer-Songwriter, Bluesmusiker und Geschichtenerzähler unter „Blues Lick“ in flexibler Besetzung auf Festivals und Kleinkunstbühnen auf. Helmut „Lick“ Licklederer war mit seinem Programm humoriger Rootsmusik Da Deifesweg mit verschiedenen Musikern der bayerischen Szene unterwegs.

Das im September 2011 veröffentlichte Album Da Deifesweg wurde auf Anhieb für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Alben 1994 – Morgen ist’s vielleicht 1 Tag zu spät; Lick 1998 – Sekt und wuide Weiber; Blues Lick 2008 – Frankensteins Jünger; Blues Lick 2010 – Remaster: Sekt und wuide Weiber; Blues Lick 2011 – Da Deifesweg; Blues Lick

Samplerbeiträge 1995 – Drug Stop; Lick 1999 – Tonartisten (Intraton); Lick 2003 – Lieder Songs und Chansons (Intraton); Lick 2008 – Alpenpower II (BMG Sony); Blues Lick 2009 – Hart und Zart III (MAA/BSC-Music); Blues Lick 2010 – Bluesnews Collection 5 (Bluesnews); Blues Lick

Auszeichnungen 1995 Publikumspreis beim Liedermacherwettbewerb „Drug Stop“ (Straubing) 1998 Hallertauer Kleinkunstpreis 3. Platz

Weblinks

http://www.blues-lick.de http://www.kreative-musik.de http://www.myspace.com/blueslickband http://www.myspace.com/licksolo Sub-Bavaria-Seite

Einzelnachweise

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