Xenar ist eine 1920 für Schneider-Kreuznach eingetragene Wortmarke für ein fotografisches Objektiv.Eintrag "Xenar" im deutschen Markenregister; online verfügbar; abgerufen am 5. September 2011 Mit der Marke wurde eine Objektivserie von Schneider bezeichnet, die nach dem Muster des von Paul Rudolph entwickelten 4-linsigen Tessars konstruiert ist.Kingslake, Rudolf (1889) The History of the Photographic Lens. Academic Publishers Inc. S. 88 Die ersten Xenare mit dem Öffnungsverhältnis 1:4 wurden 1919, d. h. sechs Jahre nach Gründung von Schneider, eingeführt.Kingslake, Rudolf (1989) The History of the Photographic Lens. Academic Publishers Inc. S. 279 Das Objektiv ist vergleichsweise kompakt und hat einen Bildwinkel von 60 bis 62° (Weitwinkelobjektiv). Es wurde von Schneider bis in die späten 1990er Jahre produziert.Eintrag "Xenar" in der Objektivdatenbank von Schneider-Optik, abgerufen am 5. September 2011

Eine wichtige Verbesserung des Xenars gelang Albrecht Wilhelm Tronnier 1935. Für das Kleinbild-Format konnte er die Lichtstärke auf 1:2,8 für Weitwinkel- und Normalobjektive steigern; für Mittelformat-Objektive bis auf 1:3,5 (DRP 667453, DRP 753329 sowie US-Patent 2.084.714).H.-M. Brandt (1956) Das Photo-Objektiv. Aufbau und Wirkungsweise der wichtigsten Markenobjektive der Weltproduktion. Friedr. Viehweg & Sohn, Braunschweig. S. 137

Tele-Xenar Tele-Xenare der Brennweiten 250 und 360 mm für die Großformat-Fotografie haben ebenfalls den typischen Tessar-Aufbau.Tele-Arton - Tele-Xenar. Produktbroschüre im von Schneider-Kreuznach, abgerufen am 5. September 2011 Für Tele-Xenare für das Kleinbildformat galt dies nicht (siehe Abbildung). Für das Mittelformat (Rollei) waren Tele-Xenare 1:4/150 mm, 1:2,8/180 mm sowie ein 1:4/300 Apo-Tele-Xenar erhältlich.Peter B. Williams (2001) Medium format cameras: user's guide to buying and shooting. S. 85

Einzelnachweise

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