Ulrike Schüchler (* 1962 in Flensburg) ist eine deutsche Multimediakünstlerin, die für ihre Raum- und Klanginstallationen fremde, ungewohnte oder unwirtliche Bedingungen erkundet und ihre Eindrücke zu audio-visuellen Momentaufnahmen verdichtet.

Leben Ulrike Schüchler studierte bis 1991 Freie Kunst/Grafik an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Nach ihrem Abschluss lag ihr künstlerischer Schwerpunkt auf experimentellem Video und Performance. Ihre Videoproduktionen wurden auf nationalen und internationalen Filmfestivals gezeigt, u. a. im Rahmen des Deutschen Videokunstpreises / ZKM und auf den nordischen Filmtagen. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist eine Gegenüberstellung von elementaren, performativen Körpererfahrungen und hochentwickelten innovativen Technologien. Sie spürt in ihren Installationen dem Fremden nach, spielt mit ihrer eigenen Neugierde und der Lust auf andere Perspektiven. „Teilnehmendes Beobachten“ nennt sie ihre Vorgehensweise, eine Forschungsmethode, die eher in den Sozialwissenschaften angesiedelt ist als in der Kunst. Sie begibt sich in fremdes Terrain, um Unbekanntes zu erleben: das kann das Einprägen ungewohnter Bewegungsabläufe sein, das Erkunden fremder Orte oder, wie zuletzt bei der Ausbildung zur Falknerin für die Installation Rotsehen, das Erlernen vollkommen neuer Fertigkeiten. Die Video- und Klanginstallationen geben facettenreiche und poetische Einblicke von ihren Reisen in das Fremde jenseits der gewohnten Alltagswelt. Sie verführen, entführen, schrecken ab, entwickeln ein expressives Eigenleben zwischen Vertrautem und der Faszination am Unbekannten. Seit 2008 werden ihre Rauminstallationen auf nationalen und internationalen Ausstellungen für zeitgenössische Künste präsentiert. Für die Installation Wasserschöpferin erhielt sie im Jahr 2011 den Preis der Jury von der Ostrale und im Jahr 2012 den 2. ORNÖ-Kunstpreis aus Dresden, für die Installation Rotsehen erhielt sie den Deutschen Installationskunstpreis, Kategorie Publikumspreis 2017.

Ulrike Schüchler ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Auszeichnungen Deutscher Installationskunstpreis 2017, Publikumspreis 2. ProPreum Kunstpreis 2012 Jurypreisträgerin der Ostrale 2011

Internationale Ausstellungen (Auswahl) 2018 International Media Art Festival, Ulaanbaatar, Mongolei 20. NORDART Rendsburg PREISTRÄGERAUSSTELLUNG Gera 2017 PREISTRÄGERAUSSTELLUNG Gera SCHLOSS OSTERSTEIN Gera POZNAŃ Polen, in Kooperation mit der OSTRALE 2015 TAFEL DER BEGEGNUNG – Kunstaktionen vor Notunterkünften für Flüchtlinge, gefördert von der BürgerStiftung HamburgTAFEL DER BEGEGNUNG 2014 blog-kunst: das_AMEIZON_project / www.ameizon.de GEDOK-kunstforum-Hamburg, gefördert von der Kulturbehörde (Hamburg) 2013 GERA Höhler BiennaleGERA Höhler Biennale Blaue Nacht in der Ehrenhalle Rathaus Nürnberg, gefördert von der Stadt Nürnberg 2012 DRESDEN BIENNALE – 2.ORNÖ-Kunstpreis – Wasserwerk Saloppe STUTTGARTER FILMWINTER – internationaler Wettbewerb, gefördert von der Kulturbehörde Hamburg 2011 OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, Dresden Frauenmuseum Bonn, GEDOK 2010 OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, Dresden OUT OF OSTRALE, Galeria Szyb Wilson, Katowice OUT OF OSTRALE, Alter Schlachthof, Eupen NordArt, Rendsburg 2009 OSTRALE – Internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste, Dresden NordArt, Rendsburg 2008 WALKMÜHLE, Wiesbaden

Weblinks Offizielle Homepage das_AMEIZON_project

Einzelnachweise

Kategorie:Medienkünstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Frau