mini|Jan Waldenström (undatiert) Jan Gösta Waldenström (* 17. April 1906 in Stockholm; † 1. Dezember 1996 in Malmö) war ein schwedischer Internist.

Familie Jan Waldenström war Sohn von Henning Waldenström (1877–1972), Professor für Orthopädie am Karolinska Institutet, und dessen Frau Elsa Laurin (1870–1939). Sein Großvater väterlicherseits war Johan Anton Waldenström (1839–1879), Professor für praktische Medizin an der Universität Uppsala. In erster Ehe war Jan Waldenström von 1932 bis 1956 mit Elisabeth Waldenström (1908–2000) verheiratet. Das Paar hatte drei Söhne und zwei Töchter. 1957 heiratete er Karin Nordsjö (1918–1990). Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor.

Leben Waldenström studierte bis 1933 Medizin an der Universität Uppsala. Anschließend war er ein Jahr an der TU München im Labor von Hans Fischer tätig. 1937 wurde er in Uppsala mit der Arbeit Studien über Porphyrie promoviert.Jan Waldenström: Studien über Porphyrie. In: Acta medica Scandinavica. Suppl. 82, 1937. S. 1–284, . 1947 wurde Waldenström zum Professor an der Universität Uppsala berufen. Von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1972 war er Professor an der Universität Lund und Chefarzt für Innere Medizin am zugehörigen Krankenhaus in Malmö (Malmö Allmänna Sjukhus).

Wirken Nach Waldenström ist der Morbus Waldenström (Synonym „Makroglobulinämie Waldenström“) benannt, eine langsam voranschreitende maligne Lymphomerkrankung, die mit einer abnormalen Bildung von Immunglobulin M (IgM) einhergeht und zu den B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen gezählt wird. Jan Waldenström beschrieb die Krankheit erstmals 1944 im Rahmen eines Fallberichtes. 1943 beschrieb er die Purpura hyperglobulinaemica, eine Gerinnungsstörung bei Paraproteinämien.

Ehrungen 1950: Mitglied der Königlichen Physiographischen Gesellschaft in Lund 1952: Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie 1963: Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften 1964: Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina 1966: Gairdner Foundation International AwardThe Gairdner Foundation: Canada Gairdner International Awardees: Jan Waldenstrom. 1966: Mitglied der American Academy of Arts and Sciences 1969: Mitglied der National Academy of Sciences 1969: Ehrendoktorat der Universität Innsbruck 1972: Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 1978: Auswärtiges Mitglied der Académie des sciences

Veröffentlichungen (Auswahl) Studien über Porphyrie. In: Acta medica Scandinavica. Suppl. 82, 1937. S. 1–284, . Reflections and recollections from a long life with medicine (= Haematologica series, Ferrara Storti Foundation), Il pensiero scientifico, Rom 1994, ISBN 978-88-7002-654-2.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Internist Kategorie:Hämatologe Kategorie:Hochschullehrer (Universität Uppsala) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lund) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Königlichen Physiographischen Gesellschaft in Lund Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der Académie des sciences Kategorie:Ehrendoktor der Universität Innsbruck Kategorie:Träger des Canada Gairdner International Award Kategorie:Träger des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann