mini|Zuckerfabrik mit der Thüringer Fiber-Trommel GmbH mini|Aktie über 1000 RM der Rositzer Zucker-Raffinerie vom 10. März 1939 Die Zuckerfabrik Rositz ist ein ehemaliges Werk zur Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben im ostthüringischen Rositz. Der Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz.

Geschichte mini|hochkant|Rositzer Zuckerhut, ca. 1890

Die Zuckerfabrik wurde ab 1871 erbaut und ging am 12. Februar 1874 in Betrieb, sie produzierte aus Rüben Rohzucker. Die Fabrik war damals die erste mit einer elektrischen Betriebsbeleuchtung in Deutschland., abgerufen am 31. August 2011Abschlussbericht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostthüringen (PDF; 1,9 MB), S. 72 ff., abgerufen am 31. August 2011 Doch bereits im April 1874 meldete die Betreibergesellschaft der Zuckerfabrik Konkurs an. Im Dezember 1882 entstand als Nachfolgerin die Rositzer Zucker-Raffinerie AG.Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften, 19. Ausgabe 1914/1915, Band II, S. 1331 f. Die Fabrik war als reine Melasse-Entzuckerungsanstalt gebaut worden, erst 1904–1905 wurde die Produktion durch Errichtung einer Raffinerie auf die Weiterverarbeitung von Rohzucker ausgedehnt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Aktiengesellschaft enteignet. Im Jahr 1956 stellte man auf die Verarbeitung von Rohzucker aus Kuba zu Weißzucker um. 1965 wurde die Produktion stillgelegt und Zucker nur noch in Kleinmengen abgepackt.Rositzer Zuckerraffinerie auf albert-gieseler.de, abgerufen am 31. August 2011 Im gleichen Jahr begann die Produktion von Verpackungen und Packhilfsmitteln.Website der TFT, abgerufen am 29. Juni 2012 Zu DDR-Zeiten gehörte die Fabrik zum VEB Zuckerkombinat „Fortschritt“ Zeitz und darüber ab 1984 zum VE Kombinat Zucker Halle.

Aktuelle Situation Der Werkkomplex wurde 1995 vorbildlich restauriert und steht unter Denkmalschutz. In der Fabrik werden heute Fenster und Türen von dem Unternehmen PaX hergestellt sowie Verpackungen und Verpackungshilfsmittel des Unternehmens Thüringer Fiber-Trommel. Teile der ehemaligen Fabrikhallen stehen leer, werden jedoch kontinuierlich wiederhergestellt.

Auf dem Gelände befanden sich bis zum 8. Dezember 2011 eine Rangierlok vom Typ LKM V 10 B sowie zwei Waggons aus den 1920er Jahren, die per Schwerlasttransport nach Gera gebracht wurden, dort werden sie vom Verein Eisenbahnwelten e. V. restauriert.

Literatur Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.), Gisela Henniger: Zuckerraffinerie Rositz. Zur Industrie- und Kulturgeschichte in Mitteldeutschland. Verlag Ausbildung + Wissen, Bad Homburg / Leipzig 1996, ISBN 3-927879-63-0.

Weblinks

Einzelnachweise

Rositz Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Altenburger Land) Kategorie:Kulturdenkmal in Rositz Kategorie:Lebensmittelhersteller (DDR) Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Landkreis Altenburger Land) Kategorie:Lebensmittelhersteller (Thüringen) Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland Kategorie:Unternehmensgründung 1871 Kategorie:Unternehmensgründung 1882