mini|Concertgebouw in Brügge
Anima Eterna Brugge (im Deutschen auch Anima Eterna Brügge; kurz Anima Eterna) ist ein Orchester in Brügge, das 1987 von Jos van Immerseel gegründet wurde und die historische Aufführungspraxis pflegt. Es residiert im Concertgebouw in Brügge.
Geschichte Jos van Immerseel gründete 1987 das Ensemble, er leitete es vom Dirigentenpult oder vom Klavier aus. Als Gastsolisten haben bislang mit Anima Eterna Brugge unter anderen musiziert die Sänger Thomas E. Bauer, Roberta Invernizzi, Philippe Jaroussky, Harry van der Kamp, Claron McFadden und Markus Schäfer sowie die Pianisten Pascal Amoyel, Ronald Brautigam und Arthur Schoonderwoerd. auf der Website des Ensembles; abgerufen am 13. Februar 2013.
Seit 2010 ist Anima Eterna ein (Partnerensemble der Oper Dijon).
Seit der Spielzeit 2020–2021 arbeitet Anima Eterna mit jüngeren Gastdirigenten zusammen, darunter Giovanni Antonini, Bart Van Reyn, Jakob Lehmann oder Pablo Heras-Casado, unter deren Leitung mehrere Projekte verwirklicht wurden.Antonini auf der Website von Anima Eterna Orchestergründer Jos van Immerseel stand seitdem dem Orchester als Gastdirigent zur Verfügung. (abgerufen am 25. Mai 2021, in englischer Sprache)
Aufgrund „wiederholten aggressiven Verhaltens und anhaltender Verstöße gegen seine vertraglichen Verpflichtungen“ wurde die Zusammenarbeit mit Immerseel im September 2024 beendet.Jos van Immerseel: Dirigent von eigenem Orchester entlassen br-klassik.de, 17. September 2024. Ein Jahr später kam es zur Versöhnung. Seit September 2025 ist die Geigerin Midori Seiler für die künstlerische Leitung verantwortlich. Sie war früher 15 Jahre lang Konzertmeisterin des Ensembles und war mit van Immerseel auch als Duo-Partnerin verbunden.»Ich wollte um jeden Preis verhindern, dass Anima stirbt.« Interview mit Midori Seiler, van-magazin.de, 4. März 2026.
Aktivitäten Je nach Erfordernissen bewegt sich die Ensemblegröße zwischen 7 und 80 Musikern. Für Chorwerke wird unter dem gleichen Namen ein Chor einbezogen.
In der Wahl des Notentextes, des jeweiligen Instrumentariums und der Spielweise sucht Anima Eterna möglichst nah den Intentionen und Vorgaben der Komponisten zu folgen.
Mehr als zwei Dutzend Einspielungen auf Ton- und Bildträgern geben Zeugnis von Anima Eternas Schaffen. Konzerte finden an den angestammten Spielstätten (z. B. BOZAR Brüssel) und auch auf ausgedehnten Tourneen (z. B. Philharmonie Berlin,Konzertbeschrieb zur Aufnahme von Deutschlandradio Kultur, dort abgerufen am 12. Februar 2013.Eva Blaskewitz: Kritik zum 7. September 2011, bei klassikinfo.de abgerufen am 12. Februar 2013. Herkulessaal der Münchner Residenz, Liederhalle Stuttgart, Festspielhaus Bregenz, Elbphilharmonie) statt.
Repertoire Das seit 1989 gepflegte Repertoire von Anima Eterna Brugge umspannt einen zeitlichen Horizont vom mehr als 500 Jahren in der Musikgeschichte, über 200 Werke von fast 70 Komponisten sind bislang aufgeführt worden., auf der Website des Ensembles, abgerufen am 11. Februar 2013. Schwerpunkte liegen bei Musik der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven), bei Musik der Romantik (Schubert, Berlioz, Liszt, Bruckner, Brahms, Strauss) und des Impressionismus (Debussy, Ravel) sowie früher Moderne (Poulenc). und , auf der Website des Ensembles, abgerufen am 12. Februar 2013.
Auszeichnungen 2010: ECHO Klassik „Sinfonische Einspielung des Jahres (19. Jahrhundert)“. Für .Der Anti-Karajan. S. 38 in: Bundesverband der deutschen Musikindustrie (Hrsg.): Echo Klassik Magazin 2010. Abgerufen am 11. Februar 2013. 2012: ECHO-Klassik „Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert)/Klavier“. Für Poulenc: Konzert für 2 Klaviere etc. auf der Website des Preises, abgerufen am 12. Februar 2013.
Aufnahmen (Auswahl) CDs Ludwig van Beethoven: Sinfonien I–IX, Ouvertüren. 6 CDs. Zig Zag, 2008.Jörg Königsdorf: Aufnahmekritik im Rondo Musikmagazin vom 16. Mai 2008, abgerufen am 12. Februar 2013.Wolfram Goertz: Fata Morgana am Bach. – Jos van Immerseel dirigiert Beethovens Sinfonien. In: Zeit Online, 18. Mai 2008, abgerufen am 11. Februar 2013.Kai Luehrs-Kaiser: Beethoven, der Terrorist. Auf Spiegel online am 30. April 2008, abgerufen am 11. Februar 2013. Hector Berlioz: Symphonie fantastique. Zig Zag, 2010.Musikalische Geisterbahn. In: Die neue Platte beim Deutschlandfunk am 28. Februar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013.Werner Theurich: Das wilde Lied vom Tod. Spiegel Online, 24. Februar 2010; abgerufen am 11. Februar 2013.Paul Hübner: Anders hören. Besprechung vom 8. März 2010 bei Klassik.com; abgerufen am 12. Februar 2013. Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune. La mer, Trois ésquisses symphoniques. Images. Ibéria. Live-Aufnahme. Zig Zag, 2012.Bernhard Schrammek: Besprechung beim RBB-Kulturradio, abgerufen am 11. Februar 2013. Joseph Haydn: Missa Cellensis. Live-Aufnahme in der Frauenkirche Dresden. Carus-Verlag, Stuttgart 2009.Markus Kuhn: Haydns „Missa Cellensis“ aus der Frauenkirche. – ….eine insgesamt überzeugende Einspielung. Besprechung vom 11. März 2010, bei Klassik.com abgerufen am 12. Februar 2013. Francis Poulenc: Konzert für 2 Klaviere und Orchester d-moll, Suite Française, Concert Champêtre. Mit Claire Chevallier und Jos van Immerseel (Érard-Klaviere) und Kateřina Chrobokovà (Cembalo). Zig Zag, 2011.Bernhard Schrammek: „… eine besonders beeindruckende Interpretation….“ In: Kritik beim RBB-Kulturradio. Bei Ophelias-PR. Abgerufen am 11. Februar 2013. Franz Schubert: Sämtliche Sinfonien. Sony, 1997–2001 / Zig Zag, 2012.Guido Fischer: Rezension vom 12. Januar 2013, im Rondo-Musikmagazin abgerufen am 12. Februar 2013. Johann Strauss: Walzer, Polkas, Ouvertüren. Zig Zag, 2002. Live in Concertgebouw Brugge. Frédéric Devreese: Benvenuta-Tango. George Gershwin: An American in Paris. Manuel de Falla: El sombrero de tres picos, Danse Finale. Pyotr Tchaikovsky: Serenade op. 48. 2010. Abgerufen am 11. Februar 2013.
DVD / TV Jos van Immerseel dirigiert Beethovens 5. Regie: Pierre Barré. Arte/RTBF, Belgien 2009. bei Arte vom 28. Januar 2010, abgerufen am 11. Februar 2013. Berlioz: La symphonie fantastique. Regie: Frédéric Le Clair. Arte, Frankreich 2010. Beethoven’s Fifth – A Rediscovery. (Beethovens Fünfte Sinfonie – Eine Wiederentdeckung.) Konzert und Dokumentation. DVD. EPR Classic, 2010.Tobias Pfleger: Auf dem Weg zu einem historischen Klangbild. Kritik bei Klassik.com, 29. Juni 2010; abgerufen am 11. Februar 2013.
Weblinks , Offizielle Website (niederländisch, englisch, französisch) Anima Eterna Brugge bei der Künstleragentur Weigold & Böhm
Gespräche mit Jos van Immerseel Ein Klang wird nicht stärker, wenn mehr Musiker ihn spielen, in: Frankfurter Rundschau, 9. Januar 2009 Jos van Immerseel im Gespräch mit Hans-Jürgen Mende, BR, alpha-Forum, 31. Mai 2010
Einzelnachweise
Kategorie:Ensemble (Historische Aufführungspraxis) Kategorie:Orchester (Belgien) Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Kultur (Brügge) Kategorie:Gegründet 1987