Walkmühle (fränkisch: WalkmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 192.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Walkmühle liegt in der Gemarkung Brünst.
Geografie Die Einöde liegt am Seebach. 0,5 km nordwestlich in der Forst Birkenfels erhebt sich der Hirschberg, 0,5 km südlich der Kümmelberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Seemühle und Ziegelhütte vorbei nach Lehrberg (1,5 km südlich) bzw. nach Ballstadt (1 km östlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Walkmühle zur Realgemeinde Ballstadt. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Walkmühle die Hausnummer 12 des Ortes Ballstadt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 835. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Seemühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.Nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998 soll die Walkmühle Ortsteil der Ruralgemeinde Lehrberg gewesen sein. Vermutlich stützt er sich auf die Angaben des Hier wird der Ort tatsächlich Lehrberg zugeordnet. In allen übrigen Ortsverzeichnissen wird der Ort stets der Ruralgemeinde Brünst zugeordnet, so dass ein Fehleintrag in dem eben genannten Adressbuch wahrscheinlicher ist.
Am 1. Januar 1978 wurde die Walkmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Lehrberg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 3 7 8 7 7 4 6 8 4 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle Wird dort Neumühle genannt.
Religion Walkmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Bauwerk in Lehrberg Kategorie:Mühle in Europa