Seemühle (fränkisch: See-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172. Dort folgendermaßen transkribiert: „sēmíl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Seemühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.

Geografie Die Einöde liegt am Seebach. 0,5 km östlich erhebt sich der Kümmelberg (), 0,5 km nördlich im Forst Birkenfels der Hirschberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Ziegelhütte vorbei nach Lehrberg (1 km südlich) bzw. an der Walkmühle vorbei nach Ballstadt (1,5 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1732 in den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter als „Seemühl“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname ist eine Klammerform zu Seebachmühle, ist also nach dem Bach benannt, der nördlich des Ortes aus einem kleinen Weiher herabfließt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 172.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Seemühle zur Realgemeinde Lehrberg. Die Mühle hatte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Seemühle die Hausnummer 101 des Ortes Lehrberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 880f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Seemühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand das Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972 und 999.

Baudenkmal Wassermühle: einige Bauteile der Mühlanlage wohl 1792, Umbauung völlig erneuert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 3 10 8 7 5 6 6 2 2 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle Dort als Sägmühle aufgelistet.

Religion Seemühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1732 Kategorie:Bauwerk in Lehrberg Kategorie:Mühle in Europa