Pulvermühle (fränkisch: BulfermilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 155.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Pulvermühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.
Geografie Die Einöde liegt am Pulverbach. Sie ist mittlerweile als Haus Nr. 43 der Buhlsbacher Straße (= Kreisstraße AN 10) des Gemeindeteils Lehrberg aufgegangen. 0,75 Kilometer südöstlich im Brandholz erhebt sich der Buhlsberg (). Bei der Pulvermühle gibt es eine Hainbuche und eine Quelle im Höllgraben, die beide als Naturdenkmäler ausgezeichnet sind.
Geschichte Der Ort wurde 1468 als „Schreckenmülner“ erstmals urkundlich erwähnt, erst seit 1809 als „Pulvermühle“. Ursprünglich benannt wurde die Mühle nach ihrem ersten Besitzer mit dem Familiennamen Schreck, später nach der Aufgabe der Mühle, nämlich die Herstellung von Schießpulver. Zu diesem Zweck wurden aus dem ganzen ansbachischen Umland die Rohstoffe (v. a. Erlenholz) herbeigeführt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Pulvermühle zur Realgemeinde Lehrberg. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Pulvermühle die Hausnummer 41 des Ortes Lehrberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 880.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 200. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Pulvermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 10 12 12 7 6 6 3 4 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 Quelle
Religion Pulvermühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Lehrberg Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1468 Kategorie:Bauwerk in Lehrberg Kategorie:Mühle in Europa