Fritzmühle (fränkisch: Frits-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 78. Dort folgendermaßen transkribiert: „fritsmíl“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Fritzmühle liegt in der Gemarkung Lehrberg.
Geografie Die Einöde liegt am Pulverbach. 0,75 Kilometer östlich im Brandholz erhebt sich der Buhlsberg (). Ein Anliegerweg führt nach Lehrberg zur Kreisstraße AN 10 (0,6 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1441 als „Fritzmülner“ erstmals namentlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Familienname Fritz. Vermutlich hieß der ursprüngliche Besitzer dieser Mühle so.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 78. Hier ist irrtümlicherweise von einem Personennamen die Rede.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Fritzmühle zur Realgemeinde Lehrberg. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Fritzmühle die Hausnummer 42 des Ortes Lehrberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 880.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 226. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fritzmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lehrberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Lehrberg zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 5 6 7 7 8 7 16 9 7 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle
Religion Fritzmühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1441 Kategorie:Bauwerk in Lehrberg Kategorie:Mühle in Europa