miniatur|250px|Richard Hey erhält den Hörspielpreis der Kriegsblinden (von links nach rechts: Richard Hey, Konrad Adenauer, Hans Ludwig, Hermann Höcherl) Heinz-Richard HeyAnja Kurstedt: Der Gerichtsmediziner Rolf Hey (1892–1940) – „Mehr sein als scheinen“. 2010, (Dissertation, Universität Greifswald, 2011), S. 15. (* 15. Mai 1926 in Bonn; † 4. September 2004 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Hörspielautor.
Leben mini|Verleihung des Hörspielpreises Richard Hey war der älteste Sohn des Rechtsmediziners Rolf Hey und wuchs in Greifswald und Frankfurt am Main auf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges studierte Richard Hey der Jüngere Musik, Geschichte und Germanistik, allerdings ohne das Studium abzuschließen. Vor seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete er als Regieassistent und Musikkritiker.
Besonders bekannt wurde Richard Hey durch seine Kriminalromane und seine Hörspielfassungen der Bücher Sophies Welt und Der Name der Rose. Eine bekannte Serienheldin von ihm ist die Berliner Kommissarin Katharina Ledermacher. Außerdem schrieb er zahlreiche Drehbücher und betätigte sich als Übersetzer, u. a. der Komödien von Eduardo De Filippo. Von 1972 bis 1978 wirkte er – gemeinsam mit Uwe Timm, Uwe Friesel und Hannelies Taschau – als Herausgeber der AutorenEdition im Bertelsmann-Verlag.Martin Hielscher: Uwe Timm. DTV, München 2007, S. 72.
Auszeichnungen und Ehrungen 1955: Förderpreis des Schiller-Gedächtnispreises 1960: Gerhart-Hauptmann-Preis für Der Fisch mit dem goldenen Dolch 1965: Hörspielpreis der Kriegsblinden für Nachtprogramm 1983: Kurd-Laßwitz-Preis für Im Jahr 95 nach Hiroshima 1997: Friedrich-Glauser-Preis der Criminale – Kategorie Ehrenpreis
Werke (Auswahl) Romane und Erzählungen Katharina-Ledermacher-Krimis: 1973: Ein Mord am Lietzensee 1975: Engelmacher & Co. 1980: Ohne Geld singt der Blinde nicht 1981: Feuer unter den Füßen, Romanversion des Tatort-Krimis Der Mann auf dem Hochsitz 1982: Im Jahr 95 nach Hiroshima, SF-Roman 1986: Tödliche Beziehungen, Kriminalerzählungen 1990: Ein unvollkommener Liebhaber, Roman 1995: Die Löwenbändigerin und andere Geschichten, Kriminalerzählungen 1999: Das bodenlose Mädchen, Roman
Hörspiele 1953: 19. November 1828 (gemeinsam mit Heinrich Böll) 1955: Tod eines Nichtschwimmers 1956: Olga 17 1956: Der Marquis von Marne (nach Gilbert Keith Chesterton) 1959: Pierre und Luce (Hörspielfassung der Novelle von Romain Rolland) – Regie: Friedhelm Ortmann (WDR) 1961: Die Ordnung siegt 1965: Plädoyer 1967: Die Ballade vom eisernen John 1967: Abends Kammermusik 1970: Mitbestimm-bestimmt-bestimmung (gemeinsam mit Uwe Friesel) 1971: Schlußwort. Monolog mit Musik 1971: Weihnachten – auch Regie (Hörspiel – SWF) 1972: Ende gut, alles schlecht 1973: Eine Liebesgeschichte (gemeinsam mit Lisa Kristwaldt) 1975: Andromeda im Brombeerstrauch 1975: Ballade von der Besetzung eines Hauses 1976: Lisa Kristwaldt: Tag der Verkäuferinnen – Regie mit Lisa Kristwaldt (Feature – NDR) 1978: Die Ameise, die mit einer Fahne winkte oder Dr. John Federbaums Universum 1979: Martinssons Fall 1979: Verschlossen und verriegelt (nach Maj Sjöwall/Per Wahlöö) 1981: Schloß Schönau oder Liebe und Schweigepflicht. Fotoroman fürs Radio 1983: Gipfeltreffen 1984: Winston & Julia 1984 zu Besuch – (Hörspiel – BR) 1985: Dr. John Federbaums Reise durch die Bundesrepublik im August des Jahres 2002... 1986: Der Name der Rose (nach Umberto Eco) 1990: Kelsterbachs Lieblinge 1992: Der Flug des Managers durchs Treppenhaus 1992: Familienglück
Theaterstücke 1956: Thymian und Drachentod. Ein Stück in zwei Teilen 1957: Der Fisch mit dem goldenen Dolch. Stück in zwei Akten 1958: Margaret oder Das wahre Leben 1962: Weh dem, der nicht lügt. Komödie 1972: Kandid. Zwei Akte nach Voltaire 1976: Das Ende des friedlichen Lebens der Else Reber. Schau- und Hörstücke
Fernsehfilme 1971: Szenen mit Elsbeth 1974: Sten Sievernich… 1978: Tatort: Der Mann auf dem Hochsitz 1978: Ein Mord am Lietzensee 1981: Es wäre nett, wenn Du vor mir stirbst (gemeinsam mit Lisa Kristwaldt) 1982: Feine Gesellschaft – beschränkte Haftung 1984: Nachtzug nach Berlin 1988: Ekkehard (gemeinsam mit Diethard Klante) 1991: Die Hallo-Sisters (gemeinsam mit Lisa Kristwaldt) 1993: Goldstaub 1994: Tatort: Laura mein Engel
Erinnerungen Die schlafende Schöne in Formalin und andere frühe Erinnerungen. Ullstein, München 2003.
Literatur Irene Bayer: Juristen und Kriminalbeamte als Autoren des neuen deutschen Kriminalromans. Berufserfahrungen ohne Folgen? Ein Vergleich der Kriminalromane des Juristen Fred Breinersdorfer, des Juristen Stefan Murr und des Kriminalbeamten Dieter Schenk mit den Kriminalromanen der Autoren Richard Hey, Felix Huby, -ky und Friedhelm Werremeier. Frankfurt am Main u. a.: Lang 1989. (= Hamburger Beiträge zur Germanistik; 9) ISBN 3-8204-1454-1 Karin Tantow-Jung: „Wachhund und Narr“. Gesellschaftskritik im Kriminalroman am Beispiel der Werke Richard Heys. St. Ingbert: Röhrig 1997. (= Saarbrücker Beiträge zur Literaturwissenschaft; 57) ISBN 3-86110-153-X
Weblinks
Richard Hey im Lexikon der deutschen Krimi-Autoren Reinhard Döhl: Zu den Hörspielen Richard Heys
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Hörspielautor Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Übersetzer aus dem Italienischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Deutschland) Kategorie:Kriminalliteratur Kategorie:Science-Fiction-Literatur Kategorie:Autobiografie Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Erzählung Kategorie:Träger des Kurd-Laßwitz-Preises Kategorie:Schriftsteller (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann