Die Waldnymphen (Coeligena), manchmal auch als Musketier-Kolibris bezeichnet, sind mittelgroße, schnell fliegende Kolibris, die das Hochland der Anden bewohnen.

Merkmale Waldnymphen erreichen eine Körpergröße von 11 bis 14,5 Zentimeter und ein Gewicht von 6 bis 8 Gramm. Sie haben 28 bis 34 mm lange, gerade, nahezu nadelähnliche Schnäbel. Hinsichtlich der Schnabellänge gibt es einen Sexualdimorphismus. Die meisten Arten haben einen kleinen weißen Fleck hinter dem Auge. Während sie sich in Körperbau und Proportionen kaum unterscheiden, fällt die Färbung der verschiedenen Gefiederpartien sehr vielfältig aus.

Arten Es werden 14 Arten unterschieden, deren Gesamtverbreitung sich vom nordöstlichen Venezuela bis nach Zentral-Bolivien erstreckt. Einige Arten (z. B. Coeligena coeligena und Coeligena torquata) sind weit verbreitet, während andere (z. B. Coeligena prunellei und Coeligena orina) räumlich sehr eingeschränkte Vorkommen aufweisen. Einige Arten kommen in den Bergregionen der Sierra Nevada de Santa Marta im nördlichen Kolumbien und in der Cordillera del Condor in Ecuador vor.

Die International Ornithologists’ UnionIOC Version 12.2 akzeptiert gegenwärtig die folgenden Arten:

Bronzekolibri oder Himmelsmusketier (Coeligena coeligena) Braunkolibri oder Königsmusketier (Coeligena wilsoni) Blauschulterkolibri oder Mohrenmusketier (Coeligena prunellei) Violettscheitelkolibri oder Krawattenmusketier (Coeligena torquata) Inkaandenkolibri (Coeligena inca) Türkiskronkolibri oder Weißschwanzmusketier (Coeligena phalerata) Goldbauchkolibri oder Goldbauch-Andenkolibri (Coeligena bonapartei) Goldandenkolibri (Coeligena eos) Antioquiakolibri oder Grünmusketier (Coeligena orina) Rosenbauchkolibri oder Blaukehlmusketier (Coeligena helianthea) Fahlflügelkolibri oder Braunschwingenmusketier (Coeligena lutetiae) Veilchenkehlkolibri (Coeligena violifer) Regenbogenkolibri (Coeligena iris) Méridakolibri (Coeligena conradii)

Nahrungssuche Die Nahrung der Waldnymphen besteht aus Insekten, Spinnen sowie aus Blütennektar von Futterpflanzen in mittleren Höhenlagen, die sie regelmäßig anfliegen.

Systematik und Etymologie Die taxonomische Geschichte der Gattung Coeligena ist kompliziert. 1832 wurde die Gattung von Lesson zunächst als Ornysmia beschrieben und beinhaltete Arten (z. B. Eugenes fulgens), die gegenwärtig als nur entfernt mit Coeligena verwandt betrachtet werden. Die heute gültige Systematik der Waldnymphen stammt von James Lee Peters aus dem Jahre 1945.James Lee Peters: Checklist of Birds of the World, Band 5, 1945 Das Wort Coeligena leitet sich aus den lateinischen Wörtern coelum bzw. caelum für „Himmel“ und genus für „Nachkomme“ ab.James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4. S. 112

Literatur Josep del Hoyo, Andrew Elliott, Jordi Sargatal (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World. Volume 5: Barn-Owls to Hummingbirds. Lynx Edicions 1999. ISBN 84-87334-25-3 Juan L. Parra: Color evolution in Andean hummingbirds, Dissertation an der University of California, Berkeley, ProQuest, 2008

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Kolibris