miniatur|St. Bartholomäus, Westseite miniatur|St. Bartholomäus, Ostseite am Markt
Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Ahlen, einer Stadt im Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen. Kirche und Gemeinde gehören zum Dekanat Ahlen im Bistum Münster. In Ahlen wird sie allgemein „alte Kirche“ genannt, zur Unterscheidung von St. Marien, der „neue Kirche“ genannten zweiten Kirche in der Altstadt.
Geschichte Die alte Kirche in Ahlen ist eine der ältesten Taufkirchen des Münsterlandes. Sie wurde im 9. Jahrhundert auf dem späteren bischöflichen Amtshof gegründet und 1139 dem Prämonstratenserkloster Cappenberg inkorporiert. Der bestehende Bau ist eine spätgotische Hallenkirche mit vier Jochen und kurzem Chorjoch, die zwischen 1480 und 1510 errichtet wurde. Von dem romanischen Vorgängerbau sind wahrscheinlich Reste eines Querhauses in der Südwand erhalten. Innen befinden sich schmucklose Pfeiler und an den Wanddiensten Blattwerkkapitelle. Die Fenster sind dreiteilig und mit Fischblasenmaßwerk versehen. Im Norden befindet sich die Sakristei. Der Westturm stürzte ein und wurde von 1815 bis 1819 mit barockisierender Haube neu errichtet.Walter Vollmer: Westfälische Städtebilder. Berichte und Betrachtungen. C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1963, S. 19–20.
Von 2023 bis 2025 wurde die Kirche grundlegend umgestaltet und renoviert.Johannes Bernard: Ahlens älteste Kirche öffnet für Kunst und Kultur. Zwei Jahre haben Handwerker in der Ahlener St.-Bartholomäus-Kirche das Sagen gehabt. Nun plant die Pfarrei im ältesten Kirchengebäude der Stadt etwas Besonderes. In: Kirche+Leben, 24. August 2025, S. 12.
Ausstattung links|mini|St. Bartholomäus: Innenraum Sakramentshäuschen mit gegliedertem Turmaufbau und Figuren von Meister Bernd Bunickman aus Münster von 1512 aus der Erbauungszeit der Kirche eine Sakramentsnische an der Südseite vom Anfang des 16. Jahrhunderts zwei Chorstühle mit je fünf Sitzen aus dem 17. Jahrhundert eine Doppelmadonna ein mit Wappen geschmücktes Epitaph von 1724 auf einer Außenwand an der Südseite eine Ölberggruppe aus Stein von 1738Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen. Band 2: Westfalen. Deutscher Kunstverlag, München 1969, S. 3.
Orgel Die Orgel wurde in den Jahren 1959/60 und 1978 von der Orgelbaufirma Franz Breil aus Dorsten erbaut. In dem Instrument wurde Pfeifenmaterial aus den Vorgängerorgeln wiederverwendet. Das Schleifladen-Instrument hat 35 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch.Nähere Informationen zur (PDF; 229 kB) S. 15
I Hauptwerk C–f3 1. Gedacktpommer 16′ 2. Prinzipal 8′ 3. Gobgedackt 8′ 4. Oktave 4′ 5. Flaut recordor 4′ 6. Quinte ′ 7. Oktave 2′ 8. Mixtur VI ′ 9. Trompete 16′ 10. Trompete 8′ II Rückpositiv C–f3 11. Quintade 8′ 12. Holzgedackt 8′ 13. Prinzipal 4′ 14. Koppelflöte 4′ 15. Gemshorn 2′ 16. Sifflöte ′ 17. Sesquialtera II 18. Scharff V 1′ 19. Dulzian 16′ 20. Schalmey 8′ Tremulant III Brustwerk C–f1 21. Gedackt 8′ 22. Rohrflöte 4′ 23. Prinzipal 2′ 24. Quinte ′ 25. Zimbel III ′ 26. Krummhorn 8′ Tremulant Pedalwerk C–f1 27. Prinzipal 16′ 28. Subbass 16′ 29. Oktave 8′ 30. Oktave 4′ 31. Pommer 4′ 32. Nachthorn ′ 33. Mixtur VI 2′ 34. Posaune 16′ 35. Trompete 8′ Koppeln: II/I, III/I, I/P, II/P
Literatur Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen. Band 2, Westfalen, Deutscher Kunstverlag, München 1969.
Weblinks
St. Bartholomäus auf der Website der Pfarrei (mit einer Chronik der St.-Bartholomäus-Kirche)
Einzelnachweise
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