Dieser Artikel fasst die Etappen der Vuelta a España 2011 zusammen.
1. Etappe
am 20. August in Benidorm (13,5 km; MZF)
Den Auftakt der 66. Vuelta a España bildete Mannschaftszeitfahren, das in Benidorm ausgetragen wurde.
Als erste Mannschaft ging um 17:02 Uhr das Team von Skil-Shimano an den Start und legte mit 16:48 Minuten eine Zeit vor, die zunächst vom Quick Step Cycling Team um drei Sekunden und kurz darauf vom Pro Team Astana nochmals um fünf Sekunden unterboten wurde. Als nächste Mannschaft unterbot Leopard Trek die Bestzeit, als sie nach 16:30 Minuten Fahrzeit das Ziel erreichte. Diese vier Mannschaften besetzten längere Zeit die ersten vier Plätze, bis sich das Movistar Team mit 16:44 Minuten vor das Skil-Shimano-Team schob. Etwas später fuhr das Team HTC-Highroad, letztjähriger Gewinner des Mannschaftszeitfahrens, mit 16:39 Minuten die bis dahin zweitbeste Zeit.
Als letzte Mannschaft startete um 18:26 Uhr Liquigas-Cannondale um Vorjahressieger Vincenzo Nibali. Die italienische Mannschaft schlug bei der Zwischenzeitmessung zwar die bis dahin immer noch führende Mannschaft von Leopard Trek um eine Sekunde, allerdings musste sie sich im Ziel der luxemburgischen Mannschaft um vier Sekunden geschlagen geben. Das Rote Trikot sicherte sich Jakob Fuglsang, der als erster Fahrer dieses Teams die Ziellinie überquerte. Das britische Sky-ProCycling-Team, das bei der Tour de France noch den dritten Platz erreichte, belegte einen enttäuschenden 20. Platz. Noch schlechter lief es aber für das Team Geox-TMC, in dem Carlos Sastre und Denis Menschow fuhren, das nur den 21. Rang erreichte.
Zwischenstände
Zwischenzeitmesspunkt nach Kilometer 7 in 1. Liquigas-Cannondale 8:45 min 2. + 0:01 min 3. + 0:03 min 4. + 0:04 min 5. + 0:06 min 6. + 0:07 min 7. + 0:07 min 8. + 0:09 min 9. + 0:09 min 10. + 0:12 min
2. Etappe
am 21. August von La Nucía nach Playas de Orihuela (174 km)
Der zweite Tagesabschnitt der Rundfahrt führte die Fahrer an der Costa Blanca in der Provinz Alicante entlang nach Süden. Dabei waren zwei Sprintwertungen und eine Bergwertung der 3. Kategorie zu absolvieren.
Eine vierköpfige Ausreißergruppe, bestehend aus Adam Hansen, Paul Martens, Jesús Rosendo und Steve Houanard prägte den Großteil der Etappe, die einen Maximalvorsprung von rund sechs Minuten herausfahren konnten. Martens gewann dabei die erste Bergwertung dieser Rundfahrt, womit er der erste Führende der Bergwertung wurde. Im weiteren Verlauf der Etappe fuhr Jesús Rosendo als Erster über die beiden Sprintwertungen des Tages. Als es in Richtung Ziel ging, versuchte Hanson durch eine Attacke den Tagessieg für sich zu entscheiden. Hinter ihm wurde zuerst Houanard vom Feld eingeholt, danach Martens und Rosendo. Auch Hansons Fluchtversuch war am Ende nicht von Erfolg gekrönt, da das vom Team HTC-Highroad geführte Feld mit hohem Tempo dem Ziel entgegen fuhr, wobei es zu einigen Lücken kam, die nur teilweise wieder geschlossen werden konnten. Nach einer kurzen Steigung auf dem letzten Kilometer setzte sich im Zielsprint schließlich Christopher Sutton vom Team Sky ProCycling gegen Vicente Reynés durch, wodurch er auch das Punktetrikot errang. Dritter wurde der Deutsche Marcel Kittel. Das Rote Trikot übernahm Daniele Bennati von seinem Teamkollegen Jakob Fuglsang. Jesús Rosendo übernahm durch seinen zweiten Platz bei der Bergwertung das weiße Trikot als Führender der Kombinationswertung.
Sprintwertungen 1. Zwischensprint in Santa Pola nach 93,1 km in 1. Jesús Rosendo () 4 P. und 6 s 2. Adam Hansen () 2 P. und 4 s 3. Steve Houanard () 1 P. und 2 s 2. Zwischensprint in Dolores nach 129,8 km in 1. Jesús Rosendo () 4 P. und 6 s 2. Paul Martens () 2 P. und 4 s 3. Steve Houanard () 1 P. und 2 s Zielsprint in Playas de Orihuela nach 174 km in 1. Christopher Sutton () 25 P. und 20 s 2. Vicente Reynés () 20 P. und 12 s 3. Marcel Kittel () 16 P. und 8 s 4. Tyler Farrar () 14 P. 5. Matti Breschel () 12 P. 6. Daniele Bennati () 10 P. 7. Enrico Gasparotto () 9 P. 8. Lloyd Mondory () 8 P. 9. Luca Paolini () 7 P. 10. John Degenkolb () 6 P. 11. Peter Sagan () 5 P. 12. Jurgen Van Den Broeck () 4 P. 13. Alessandro Petacchi () 3 P. 14. Greg Van Avermaet () 2 P.
Bergwertungen
Alto de Relleu, Kategorie 3 nach 29 km in 1. Paul Martens 3 P. 2. Jesús Rosendo 2 P. 3. Adam Hansen 1 P.
Aufgaben 74 – Matthew Goss ()
3. Etappe
am 22. August von Petrer nach Totana (163 km)
Der dritte Tagesabschnitt führte von der Provinz Alicante in die Region Murcia. Dabei waren zwei Sprintwertungen und zwei Bergwertungen der 3. Kategorie zu absolvieren.
Es bildete sich eine Gruppe aus Nicolas Edet, Pablo Lastras, Sylvain Chavanel, Markel Irízar und Ruslan Pidhornyj, die einen Maximalvorsprung von knapp acht Minuten herausfahren konnten. Edet fiel später aus der Spitzengruppe heraus. Nachdem Pidhornyj als Erster über die erste Sprintwertung gefahren war, konnte sich Irizar bei der ersten Bergwertung durchsetzen. Danach kamen einige Fahrer zu Fall, konnten aber weiterfahren. Bei der ersten Zieldurchfahrt wurde die zweite Sprintwertung ausgefahren, die Chavanel gewann und sich damit wertvolle Bonussekunden im Kampf um das Rote Trikot sicherte. Auf dem Weg zur letzten Bergwertung griff David de la Fuente aus dem Feld heraus an, wurde aber wieder eingefangen. Aus der Spitzengruppe, deren Vorsprung schmolz, griff Lastras 13 km vor dem Ziel an und gewann allein in Führung liegend die Etappe, seine drei ehemaligen Begleiter erreichten das Ziel 15 Sekunden nach ihm. Damit eroberte Lastras neben dem Roten Trikot des Spitzenreiters auch die drei anderen Trikots. Für Chavanel blieb lediglich noch die Wertung für den kämpferischsten Fahrer. 1:45 Minuten nach dem Sieger erreichte die erste Gruppe des in mehrere Teile zerfallenen Feldes das Ziel.
Sprintwertungen
1. Zwischensprint in Pliego nach 97,8 km in 1. Ruslan Pidhornyj () 4 P. und 6 s 2. Sylvain Chavanel () 2 P. und 4 s 3. Pablo Lastras () 1 P. und 2 s 2. Zwischensprint in Totana nach 141 km in 1. Sylvain Chavanel () 4 P. und 6 s 2. Pablo Lastras () 2 P. und 4 s 3. Ruslan Pidhornyj () 1 P. und 2 s Zielsprint in Totana nach 163 km in 1. Pablo Lastras () 25 P. und 20 s 2. Sylvain Chavanel () 20 P. und 12 s 3. Markel Irízar () 16 P. und 8 s 4. Ruslan Pidhornyj () 14 P. 5. Nicolas Roche () 12 P. 6. Matti Breschel () 10 P. 7. Valerio Agnoli () 9 P. 8. Francesco Gavazzi () 8 P. 9. Enrico Gasparotto () 7 P. 10. Jan Bakelants () 6 P. 11. Bauke Mollema () 5 P. 12. Chris Froome () 4 P. 13. Bradley Wiggins () 3 P. 14. Gorka Verdugo () 2 P.
Bergwertungen
Alto del BerroKategorie 3 nach 117 km in 1. Markel Irízar () 3 P. 2. Ruslan Pidhornyj () 2 P. 3. Sylvain Chavanel () 1 P. Alto de La Santa Kategorie 3 nach 151 km in 1. Pablo Lastras () 3 P. 2. Sylvain Chavanel () 2 P. 3. Ruslan Pidhornyj () 1 P.
4. Etappe
am 23. August von Baza in die Sierra Nevada (170,2 km)
Der vierte Tagesabschnitt führte durch die Provinz Granada mit einem kurzen Abstecher in die Region Murcia. Dabei waren zwei Sprintwertungen sowie je eine Bergwertung der 1., 3. Kategorie und der Spezialkategorie zu absolvieren.
Während der Etappe bildete sich eine siebenköpfige Ausreißergruppe, die einen Vorsprung von etwa acht Minuten herausfuhr, wobei Koen de Kort die ersten beiden Bergwertungen und Thomas Rohregger die Sprintwertungen gewann. Nach der ersten Bergwertung schmolz der Vorsprung wieder. Im 23 km langen Schlussanstieg mussten einige Fahrer abreißen lassen. Dahinter bildete sich das Gruppetto. Rafał Majka versuchte einen Angriff, der aber nach kurzer Flucht abgewehrt werden konnte. Anschließend griff Vincenzo Nibali an, gefolgt von Robert Kišerlovski und Chris Anker Sørensen. Von der ehemaligen Spitzengruppe konnten sich Rohregger, Matthew Busche, Eduard Worganow und Guillaume Bonnafond noch bis fünf Kilometer vor dem Ziel vorn halten, bevor sie eingeholt wurden. Letzterer hängte sich aber noch an Sørensen ran, während Kišerlovski wieder zurückfiel. Vor dem Gipfel griff Daniel Moreno an, wo er mit Sørensen die Spitze bildete. Beim Zielsprint löste sich Moreno von seinem Begleiter und konnte den Etappensieg erringen. Dritter wurde Daniel Martin, der die 29-köpfige Gruppe mit den Favoriten, die mit elf Sekunden Rückstand ins Ziel kam, anführte. Sylvain Chavanel, bisheriger Zweiter der Gesamtwertung, kam mit 57 Sekunden Rückstand ins Ziel. Das reichte aber aus, um sich das Rote Trikot mit 43 Sekunden Vorsprung vor Sieger Moreno, der sich bei der Kombinationswertung an die Spitze setzte, zu sichern.
Sprintwertungen
1. Zwischensprint in Huéneja nach 76 km in 1. Thomas Rohregger () 4 P. und 6 s 2. José Vicente Toribio () 2 P. und 4 s 3. Guillaume Bonnafond () 1 P. und 2 s 2. Zwischensprint in Pinos Genil nach 146,8 km in 1. Thomas Rohregger () 4 P. und 6 s 2. Guillaume Bonnafond () 2 P. und 4 s 3. Eduard Worganow () 1 P. und 2 s Zielsprint in Sierra Nevada nach 170,2 km in 1. Daniel Moreno () 25 P. und 20 s 2. Chris Anker Sørensen () 20 P. und 12 s 3. Daniel Martin () 16 P. und 8 s 4. Joaquim Rodríguez () 14 P. 5. Przemysław Niemiec () 12 P. 6. Sergey Lagutin () 10 P. 7. Jurgen Van Den Broeck () 9 P. 8. Wouter Poels () 8 P. 9. Michele Scarponi () 7 P. 10. Bauke Mollema () 6 P. 11. Kanstanzin Siuzou () 5 P. 12. Vincenzo Nibali () 4 P. 13. Mikel Nieve () 3 P. 14. Janez Brajkovič () 2 P.
Bergwertungen
Alto de FilabresKategorie 1 nach 31 km in 1. Koen de Kort () 10 P. 2. Eduard Worganow () 6 P. 3. Thomas Rohregger () 4 P. 4. Yohann Bagot () 2 P. 5. Guillaume Bonnafond () 1 P. Puerto de Los Blancares Kategorie 3 nach 125 km in 1. Koen de Kort () 3 P. 2. Thomas Rohregger () 2 P. 3. Guillaume Bonnafond () 1 P. Sierra Nevada Cat. Especial nach 170 km 1. Daniel Moreno () 20 P. 2. Chris Anker Sørensen () 15 P. 3. Daniel Martin () 10 P. 4. Joaquim Rodríguez () 6 P. 5. Przemysław Niemiec () 4 P. 6. Sergey Lagutin () 2 P.
Aufgaben 72 – Mark Cavendish ()
5. Etappe
am 24. August von Sierra Nevada (Spanien) nach Valdepeñas de Jaén (187 km)
Der fünfte Tagesabschnitt führte erneut durch die Provinz Granada. Dabei war neben zwei Sprintwertungen eine Bergwertung der 2. Kategorie zweimal zu bewältigen.
Zu Anfang der Etappe bildete sich eine größere Ausreißergruppe, wobei Davide Malacarne die erste Sprintwertung und Rein Taaramae die erste Bergwertung gewann. Allerdings kamen die Gruppe nicht richtig weg und zerfiel wieder. Dann attackierte Michael Albasini, dem Ángel Madrazo und Johannes Fröhlinger folgten. In dieser Reihenfolge fuhren sie über die zweite Sprintwertung. Von ihnen konnte sich Madrazo noch am längsten vorn halten, bevor auch er eingeholt wurde. Auf dem Weg zur zweiten Bergwertung fielen durch die Tempoarbeit des Teams Katusha einige Fahrer wieder zurück, unter anderem Andreas Klöden. Manuele Mori stürzte, konnte aber weiterfahren. Alexander Djatschenko griff an, gefolgt von David Moncoutié. Der Franzose gewann die Bergwertung und konnte auf der Abfahrt einen Vorsprung von etwa 30 Sekunden einfahren, während der Kasache wieder zurückfiel. Auf dem nicht bewerteten Schlussanstieg wurde aber auch Moncoutié eingefangen, als Daniel Moreno und Joaquim Rodríguez antraten. Letzterer gewann die Etappe mit vier Sekunden Vorsprung vor Wout Poels. Sylvain Chavanel, der mit 31 Sekunden Rückstand als 37. ins Ziel kam, konnte noch neun Sekunden seines Vorsprungs vor Daniel Moreno retten, der mit fünf Sekunden Rückstand als Dritter ins Ziel kam. Dieser übernahm die Führung in der Punkte- und das Bergwertung von Pablo Lastras, der unmittelbar vor Chavanel die Ziellinie überquerte, damit aber die letzten beiden Trikots abgeben musste. Moncoutié schob sich durch die Zeitgutschrift für den Sieger mit 23 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz der Gesamtwertung.
Sprintwertungen
1. Zwischensprint in Valdepeñas de Jaénuén nach 67 km in 1. Davide Malacarne () 4 P. und 6 s 2. Adrián Palomares () 2 P. und 4 s 3. Ángel Madrazo () 1 P. und 2 s