Hummelhof (fränkisch: HumlhofE. Fechter. Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 101.) ist ein Gemeindeteil der Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hummelhof liegt in der Gemarkung Flachslanden.
Geografie Die Einöde liegt an der Fränkischen Rezat. Im Nordwesten grenzt das Hochholz an. 1,5 km südöstlich im Forst Birkenfels liegt der Heßberg (). Die Staatsstraße 2253 führt zur Bundesstraße 13 bei Gräfenbuch (1,3 km südwestlich) bzw. nach Flachslanden (2 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde im 17. Jahrhundert als „Hummelhov“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Hummel, eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Zuchtbullen. Eher unwahrscheinlich ist eine Ableitung von dem Insekt Hummel.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Hummelhof zur Realgemeinde Kellern. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Hummelhof die Hausnummer 4 des Ortes Kellern.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 874. Hummelhof mit Hof zum Keller (= Kesselhof) hatte zwei Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 774. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Hummelhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Ehemaliges Baudenkmal eingeschossiger Massivbau mit dreigeschossigem Giebel; Portal mit redendem Wappen bezeichnet „1799“G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 114. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 9 9 8 8 10 10 10 6 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1840 werden diese als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1961 als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 2 1 Quelle
Religion Hummelhof ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung im 17. Jahrhundert Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat