Landschaft bei Kellern|mini|270px
Kellern (, fränkisch umgangssprachlich: Keslhof bzw. KeslmilE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 111.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kellern gliedert sich in den Wohnplätzen Kesselhof und Kesselmühle. Kellern liegt in der Gemarkung Flachslanden.
Geografie Der Weiler liegt am Borsbach, der als linker Zufluss in die Fränkische Rezat mündet, die westlich des Ortes fließt. 1,25 km südöstlich im Forst Birkenfels liegt der Heßberg (), 0,75 km nordöstlich liegt das Kellerholz, 0,5 km nordwestlich das Hochholz.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Rangenmühle vorbei nach Borsbach zur Kreisstraße AN 21 (1,4 km östlich) bzw. nach Rosenbach (0,7 km nordwestlich). Dort kann über eine Zubringerstraße die Staatsstraße 2253 erreicht werden, die unmittelbar westlich am Ort vorbeiführt.
Geschichte Im Jahre 1402 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als „Keler“. Der Ortsname lässt erkennen, dass die Siedlung bei einem Keller angelegt wurde. 1498 wurde der Ort aufgrund seiner Lage in einem Talkessel „Kesselmüllner“ genannt – die in der Umgangssprache bis heute geläufige Bezeichnung. 1809 wurde erstmals die heutige Form bezeugt, eine Pluralform, mit der die Einöden Kesselmühle, Kesselhof, zuweilen auch die Einöden Hummelhof und Rohrmühle, bezeichnet wurden.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kellern vier Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Alle Anwesen hatten das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels als Grundherrn.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 874. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kellern dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Baudenkmal Kesselmühle, Haus Nr. 1: zweigeschossige Wassermühle mit Krüppelwalm; Portalschlussstein mit brandenburgischem Wappen und Mühlrad, bezeichnet 1799
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2017 2022Einwohner 40 21 40 28 21 21 21 27 24 22 30 23 25HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 3 3 4 4 4 6 7 Quelle
Religion Kellern ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Flachslanden) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1402