Äußere Mühle (fränkisch: Aisa-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 43. Dort folgendermaßen transkribiert: „aisəʳmil“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Äußere Mühle liegt in der Gemarkung Unternbibert.

Geografie Die Einöde liegt am Stockheimer Bach, einem rechten Zufluss der Bibert. Im Süden erhebt sich der Rüglander Berg (). Ein Anliegerweg führt 250 Meter weiter nördlich nach Unternbibert.

Geschichte Der Ort wurde 1478 als „die ober mülen“ erstmals urkundlich erwähnt, ab 1732 erstmals als die „Äußere Mühle“. Der Wechsel des Bestimmungswortes kann nicht erklärt werden.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 43.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Äußere Mühle zur Realgemeinde Unternbibert. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Unternbibert als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Äußere Mühle die Hausnummer 1 des Ortes Unternbibert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 919. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1011.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Äußere Mühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Unternbibert und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Unternbibert zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1977 nach Rügland eingemeindet.

Baudenkmal Mühle: zweigeschossiger Bau von 1832 mit Fachwerkobergeschoss; Fachwerkscheune und Stallgebäude, gleichzeitig

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 7 8 3 17 13 7 8 6 6 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 3 1 1 1 2Quelle

Religion Äußere Mühle ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Unternbibert) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1478