Lindach (fränkisch: LindaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 127.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rügland im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Lindach liegt in der Gemarkung Rügland.
Geografie 0,5 km nordöstlich des Dorfes liegt die Flur Geißleiten, 0,75 km westlich liegt das Waldgebiet Haag. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2255 (0,8 km südwestlich), die nach Rügland (2,5 km nordöstlich) bzw. nach Ansbach führt (8,5 km südlich), bzw. zur Kreisstraße AN 9 (1,2 km östlich), die nach Haasgang (1 km nordöstlich) bzw. Neubronn führt (1 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1240 als „Lindach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Siedlung bei dem Lindenbestand. Die Endung „-ach“ leitet sich von dem althochdeutschen Kollektivsuffix „-ahi“ ab, das in Verbindung mit Baumnamen besonders häufig anzutreffen ist.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 127. Vgl. dazu auch Birkach.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lindach 15 Anwesen (1 Drittelhof, 2 Halbhöfe, 9 Köblergüter, 3 Leerhäuser). Das Hochgericht übte das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Rügland.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 884. Es gab zu dieser Zeit 14 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 373. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lindach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rügland und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rügland zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014Einwohner 68 83 71 76 74 76 76 92 71 82 70 74HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 16 16 16 15 15 16 14 19 Quelle
Religion Lindach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margaretha (Rügland) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Rügland) Kategorie:Ersterwähnung 1240