Die Wüstung Krüselin (Name 1393 Truzelin, ab 1422 Krüselin, nach Kühnel = Sandort) ist ein ehemaliges Kirchdorf aus der deutschen Ostkolonisation des 14. Jahrhunderts.

Lage Die Wüstung Krüselin liegt etwa zwei Kilometer nordwestlich des Krüselinsees im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern.

Geschichte Das Dorf Krüselin wurde 1393 erstmals erwähnt.Georg Krüger: Kunst und Geschichtsdenkmäler des Freistaates Mecklenburg Strelitz 1.–3. Band, 1921–1929. Im Jahre 1440 aufgegeben, erfolgte 1724 der Wiederaufbau als Meierei.Reinhard Barby: Schautafel vor Ort 1885 lebten etwa 59 Menschen im Ort. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts diente Krüselin als Revierförsterei und beherbergte auch drei Waldarbeitergehöfte. Am 1. April 1937 wurde der Ort nach Mechow eingemeindet. Die deutsche Wehrmacht nutzte am Ende des Zweiten Weltkriegs das Dorf als Versteck vor der Roten Armee. Durch Kampfhandlungen wurde der Ort erneut zerstört.Reinhard Barby: Feldberger Seen. (= Tourist-Wanderheft. 15). 7. Auflage. Tourist-Verlag, Berlin / Leipzig 1985.

Gegenwart Zu sehen sind heute noch Hausfundamente, ein alter Brunnenschacht aus Felsmauerwerk sowie eine Teichanlage. Auf dem Dorfplatz befindet sich eine Silberlinde mit einem Gedenkstein für den kurz vor Weihnachten 1915 gefallenen Sohn der Försterfamilie Knebusch.

Ansichten

Literatur Reinhard Barby: Feldberger Seen. (= Tourist-Wanderheft. 15). 7. Auflage. Tourist-Verlag, Berlin / Leipzig 1985. Schautafel vor Ort, verfasst vom Heimatforscher Reinhard Barby Kunst und Geschichtsdenkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. 1. – 3. Band 1921–1929 bearbeitet von Georg Krüger-Haye

Weblinks

Topographische Karte 1:25000, 2746 Thomsdorf (Stand: 1932), Krüselin ist im Quadrat 08/93 eingezeichnet

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Feldberger Seenlandschaft) Kategorie:Wüstung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Kategorie:Ort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte