miniatur|Die A38 im Leinetal bei Besenhausen Der Obere Leinegraben ist eine kleine Beckenlandschaft in den Landkreisen Göttingen (NI), Eichsfeld (TH) und Werra-Meißner (HE) in Deutschland.

Geographie Lage Der Obere Leinegraben ist die südöstliche Verlängerung des Göttinger Leinegrabens im Dreiländereck von Hessen, Niedersachsen und Thüringen und liegt im Uhrzeigersinn betrachtet zwischen Friedland im Norden, Arenshausen im Osten, Bornhagen im Süden und Berge (Neu-Eichenberg) im Westen. Die nächstliegende Stadt Witzenhausen liegt etwa 3 Kilometer vom südwestlichen Rand entfernt und Göttingen ungefähr 12 Kilometer in nördlicher Richtung.

Erhebungen miniatur|Blick von der Burg Hanstein über das Obere Leinetal (in der Bildmitte links das Waldgebiet des Alten Holzes und rechts der Heuberg, im Hintergrund der südliche Reinhäuser Wald) Die Höhenlagen des Beckens reichen von 180 m an der Leine bei Friedland bis knapp über 300 m an den südlichen Randlagen. Zu den Erhebungen im Oberen Leinegraben gehören: Göbelskopf (325 m), Landkreis Eichsfeld, nördlich von Bornhagen (Waldgebiet des Alten Holzes) Almas Höhe (305 m), Werra-Leine-Wasserscheide südwestlich Hohenganderns, Landkreis Eichsfeld (Altes Holz) Pferdeberg (ca. 300 m), des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz, abgerufen am 6. Dezember 2013 Grenzbereich der Landkreise Göttingen und Eichsfeld, nördlich von Kirchgandern Röneberg (278 m), Werra-Meißner-Kreis, nördlich von Hebenshausen Hagen (262 m), Landkreis Göttingen, südlich von Friedland

Naturräumliche Gliederung Der Obere Leinegraben gehört naturräumlich zum Niedersächsischen Bergland und gliedert sich wie folgt:Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 112 Kassel – Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969 →Online-Karte (zu 37 Weser-Leine-Bergland) (zu 372 Leine-Ilme-Senke) 372.7 Oberer Leinegraben 372.70 Eichenberg-Hohenganderner Hänge und Keuperhügel (Westflügel) 372.71 Niederganderner Leineaue 372.72 Kirchganderner Hänge (Ostflügel) miniatur|Blick von Südwesten über Kirchgandern

Die Landschaft ist die südliche Verlängerung des Göttinger Leinegrabens im Norden und wird, im Uhrzeigersinn, von folgenden Höhenzügen (Randbergen) eingegrenzt: Göttingen-Northeimer Wald (Steinkopf: 372,4 m) im Nordosten Einfließen der Leine aus dem Unteren Eichsfeld im Osten Oberes Eichsfeld (Heuberg: 369 m) im Südosten Fretteröder Keupersenke als südöstliche Verlängerung Höheberg (Burg Hanstein: ca. 390 m) im östlichen Süden Neuseesen-Werleshäuser Höhen (Winterberg: 375 m) im westlichen Süden Sandwald (Auf der Schärfe: 477,2 m) im Westen Dransfelder Hochflächen, Südliches Sollingvorland (Gieseberg: 371 m) im Nordwesten

Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie benutzt eine etwas gröbere eigene, nur landesweit existierende Gliederung, innerhalb derer das Gebiet des Oberen Leinegrabens, soweit in Thüringen gelegen, komplett in der Einheit der Muschelkalklandschaften Werrabergland-Hörselberge liegt.

Natur Der Obere Leinegraben ist eine fruchtbare Landschaft entlang der Leine und wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Südlich von Friedland befindet sich das NSG Rhöneberg bei Marzhausen (ausgewiesen 1997 mit 29,22 Hektar). Mitten durch die Landschaft verlief die Innerdeutsche Grenze und das heutige Grüne Band Deutschlands.

Verkehr miniatur|Der Bahnhof Eichenberg Hier befanden sich bereits im Mittelalter die Schnittpunkte alter Handelswege. Heute kreuzen hier die Bundesstraßen 80 und 27, sowie die Eisenbahnstrecken Halle-Kassel und die Göttingen-Bebra am Knotenpunkt Eichenberg. Heute verläuft in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. 2006 wurde der westliche Abschnitt der Bundesautobahn 38 (Göttingen-Leipzig) fertiggestellt.

Sehenswertes Zu den Sehenswürdigkeiten zählen: Heimkehrerdenkmal in Friedland Rittergut Besenhausen in Niedergandern Schloss Arnstein bei Eichenberg ehemaliges Rittergut in Hebenshausen denkmalgeschützter Ortskern von Eichenberg (Ort)

Literatur F. Lotze: Der Südteil des Göttinger Leinegrabens und der Eichenberger Grabenknoten. Abhandlungen der Preußischen Geologischen Landesanstalt. Neue Folge 139 (1932), S. 5–48 David C.Tanner, Gernot Arp, Frithjof A. Bense, Gabriele Ertl: Die Struktur des Schwarzjura-Keuper-Vorkommens im Eichenberger Grabenknoten bei Hottenrode. In: Bernd Leiss: Neue Untersuchungen zur Geologie des Leinegrabenstruktur: Bausteine zur Erkundung des geothermischen Potentials der Region Göttingen. Universitätsverlag Göttingen 2011, S. 83–86

Einzelnachweise

Weblinks

Naturschutzprojekt „Grünes Band“ Leinetal

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