Rohrbach ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Belgershain im Landkreis Leipzig.
Geografie Lage mini|Rohrbach auf einer Karte von Hermann Oberreit (1836–39) mini|Mühlteich mini|Mittelteich Das Straßenangerdorf Rohrbach liegt etwa 18 Kilometer südöstlich der sächsischen Großstadt Leipzig in der Leipziger Tieflandsbucht. Im Norden des Ortes liegt das Naturschutzgebiet „Rohrbacher Teiche“. Die Teiche wurden um 1500 angelegt, in ihnen wird die Gösel aufgestaut. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 8352 von Oelzschau, welche nördlich von Otterwisch in die S 49 einmündet. Über eine Kommunalstraße besteht zudem Anschluss an Belgershain. Nordwestlich des Ortes verläuft zudem die Bahnstrecke Leipzig–Geithain.
Nachbarorte
Geschichte Ortsgeschichte Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Rorbach.Vgl. 1524 bildeten die Orte Belgershain, Köhra, Lindhardt, Rohrbach und Threna die Grundherrschaft Belgershain, im gleichen Jahr kommt das Dorf zum Kirchspiel Köhra. 1556 erhielt Dippold von Schönfeld die Grundherrenschaft Belgershain. 1616 zählt das Erbbuch von Rohrbach: 6 Pferdner, 10 Hintersässer, 3 Häusler, 1 Schankstätte 1 Teichmeister und die herrschaftliche Wassermühle. Bei der „Mühlenrevision“ 1681 heißt es:
August Schumann nennt 1822 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Threna betreffend u. a.:
Weiterhin heißt es im Werk „Neue Sächsische Kirchengalerie“ von 1911 u. a.:
1935 wurden die Rohrbacher Teiche, mit einer Fläche von 78,56 ha zum Naturdenkmal erklärt. Am 6. Dezember 1957 schlossen sich 6 Bauern mit 42 ha Land zur LPG „Neuer Weg“ zusammen, am 1. Januar 1970 wurde diese mit der LPG in Belgershain vereinigt.
1965 wurde Rohrbach nach Belgershain eingemeindet. 1967 erhielten die Rohrbacher Teiche den Status eines Naturschutzgebietes.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 19 besessene Mann, 7 Inwohner1764 20 besessene Mann, 2 Gärtner, 1 Häusler, 10 ½ Hufen1834 1271871 163 Jahr Einwohnerzahl1890 1481910 1421925 1691939 171 Jahr Einwohnerzahl1946 2101950 2341964 1852005 120
Die Kirche zu Rohrbach mini|Dorfkirche Erstmals wird ein Kirchenbau zu Rohrbach in einer Inventarliste von 1580 erwähnt., abgerufen am 18. August 2011. Im Werk „Neue Sächsische Kirchengalerie“ von 1911 heißt es die hiesige Kirche betreffend u. a.:
1917 wurden die Glocken abgenommen und zu Kriegszwecken eingeschmolzen. 1942 wurden die große und mittlere Glocke des zwischenzeitlich neu angeschafften Geläuts erneut kriegsbedingt eingeschmolzen. Am 1. Mai 1949 wurde Rohrbach Schwestergemeinde von Belgershain – dies war bereits 1931 angedacht. 1953 erhielt die Kirche die mittlere Glocke des Köhraer Geläuts und hat bis heute nur 2 Glocken. 1955 erfolgten größere Reparaturen am Turm- und Kirchendach. 1994 wurden Innenraum und Außenfassade saniert und am 1. Mai 2004 wurde die rekonstruierte Orgel eingeweiht.
Literatur Die Parochie Köhra mit Lindhardt und Rohrbach. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Die Ephorie Grimma links der Mulde. Strauch Verlag, Leipzig 1911, Sp. 480–489 (Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Belgershain Kategorie:Ersterwähnung 1350 Kategorie:Gemeindeauflösung 1965