Fränzi Rothenburger-Wirth, geborene Franziska Rothenburger, auch Franziska Möller (geb. am 4. Februar 1921Fraenzi Rothenburger in den Akten der Reichskulturkammer) war eine deutsche Schlager- und Operettensängerin der 1950er Jahre.
Leben Sie wurde als Franziska Rothenburger geboren, heiratete Ludwig Wirth und nahm den Künstlernamen Fränzi Rothenburger-Wirth an. Nach dem Tod Wirths heiratete sie Ludwig Möller, behielt jedoch ihren Künstlernamen bei. Fränzi Rothenburger-Wirth war als Schlager- und Operettensängerin auf der Bühne aktiv und sang außerdem häufig für den Rundfunk.
Sie begann ihre Bühnenlaufbahn während des Zweiten Weltkriegs. In der Spielzeit 1939/40 war sie als Chorsängerin am Stadttheater Ulm verpflichtet.Franziska Rothenburger. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1940. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 51. Jg., Berlin 1940, S. 611 [Ulm] und S. 895 [Register]. In der Sommerspielzeit 1939 gastierte sie am „Städtischen Kurtheater Lindau“.Franziska Rothenburger. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1940. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 51. Jg., Berlin 1940, S. 612/613 [Ulm] und S. 895 [Register].
In der Spielzeit 1948/49 war sie am Landestheater Darmstadt verpflichtet, wo sie in der Darmstädter Orangerie, dem damaligen Ausweichquartier des Landestheaters Darmstadt, die Titelrolle in der deutschen Erstaufführung der Revue-Operette Hopsa von Paul Burkhard sang.Franziska Rothenburger. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1949. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 57. Jg., Hamburg 1949, S. 163 [Darmstadt I] und S. 688 [Register].Philipp Flury / Peter Kaufmann: Oh mein Papa...Paul Burkhard. Leben und Werk. Orell Füssli Verlag, Zürich 1979, Seite 34/35. 1949 trat sie im Thalia-Operettentheater in Hannover in Carl Zellers Operette Der Vogelhändler als Christel (genannt „Briefchristel“) auf.. Ab 1950 wirkte sie als Sängerin in Frankfurt am Main.Fränzi Rothenburger-Wirth. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1950. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. 58. Jg., Berlin 1950, S. 494 [Register].Fränzi Rothenburger-Wirth. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1951. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. 59. Jg., Berlin 1951, S. 461 [Register].Fränzi Rothenburger-Wirth. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1952. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. 60. Jg., Hamburg 1952, S. 449 [Register].Fränzi Rothenburger-Wirth. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1953. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. 61. Jg., Hamburg 1953, S. 463 [Register].
Im April 1950 war sie beim Süddeutschen Rundfunk (Radio Stuttgart) Solistin in der Musiksendung Das Nachmittagskonzert, bei der Heinz Schröder das SWR-Unterhaltungsorchester leitete.Unser Rundfunk. Rundfunkprogramm vom 23.–29. April 1950. In: Ettlinger Zeitung vom 21. April 1950, Seite 4. Im Juni 1950 war sie beim Süddeutschen Rundfunk unter der musikalischen Leitung von Hans Conzelmann neben Lale Andersen, John Hendrik, Hubert Deuringer, Wolfgang Geri und Hans-Günther Bunz in der Sendung Das Kammertanzorchester zu hören.Unser Rundfunk. Rundfunkprogramm vom 11.–17. Juni 1950. In: Bruchsaler Post vom 10. Juni 1950, Seite 4. Im Februar 1951 war sie beim Süddeutschen Rundfunk als Gesangs-Solistin in der Rosenmontags-Ausgabe der Sendung Das Nachmittagskonzert engagiert.Unser Rundfunk. Rundfunkprogramm vom 4.–10. Februar 1951. In: Bruchsaler Post vom 1. Februar 1951, Seite 4. Rothenburger-Wirth wirkte auch in Musiksendungen des Hessischen Rundfunks (HR) und des NWDR mit. Melodie und Rhythmus am 17. Oktober 1953 Im Juli 1950 war sie beim Hessischen Rundfunk neben Gretl Schörg, Erwin Hartung, Claire Waldoff, Will Höhne, Peter Igelhoff und anderen in der Sendung Nur das Lachen nicht verlernen zu hören.Rundfunkprogramm vom 2.–8. Juli 1950. In: General-Anzeiger vom 1. Juli 1950, Seite 10. Im November 1950 war sie beim Hessischen Rundfunk neben Fritz Kullmann (Gesang) und Hans Schepior (Klavier) in einem Unterhaltungskonzert zu hören.Unser Rundfunk. Rundfunkprogramm vom 5.–11. November 1950. In: Ettlinger Zeitung vom 3. November 1950, Seite 4. Im Juli 1952 gehörte sie beim Hessischen Rundfunk neben Lisa Otto, Lilly Trautmann, Herbert Ernst Groh, Rupert Glawitsch, Willy Hofmann und Willy Schneider zu den Gesangssolisten der Sendung Operettenmelodien.Radio Wien vom 18. Oktober 1952, Heft 42, Seite 10. Abgerufen am 16. November 2024
Beim Hessischen Rundfunk wirkte sie neben Marie Madlen Madsen, Christo Bajew und Willy Hofmann in einem musikalischen Querschnitt der Operette Flucht ins Glück von Nico Dostal mit.Clivia – Zirkusblut – Flucht ins Glück. Besetzungen. Abgerufen am 16. November 2024 Außerdem nahm sie beim Hessischen Rundfunk die „volkstümliche Winzerkantate“ für Soli, gemischten Chor und Orchester Wir gehen in den Rebenherbst von Gustav Kneip auf.Radio Wien vom 19. Juli 1952, Heft 29, Seite 20. Abgerufen am 16. November 2024
In der beliebten HR-Morgensendung Frankfurter Wecker wurde sie als Stargast angekündigt.Fränzi Rothenburger-Wirth, Stargast des Frankfurter Weckers
Ihre Platten produzierte sie selbst unter der Bezeichnung Ro-Wi-Produktion mit Sitz in Langenhain (Taunus). Rothenburger-Wirth nahm unter anderem die Single Zum Hochzeitstag (Liebe bewährt sich, Liebe besteht; Die zwei Alten) und Küsse im Dunkeln auf.
Zu ihrer aktiven Zeit lebte Rothenburger-Wirth in Frankfurt am Main. Später lebte sie mit ihrem Mann in Spanien.
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