Serengeti ist eine deutsche Kinodokumentation des Zoologen und Tierfilmers Reinhard Radke aus dem Jahr 2011. Der Film beschäftigt sich mit dem Leben der Tiere im tansanischen Serengeti-Nationalpark.
Handlung
Hauptgegenstand von Serengeti ist die Massenwanderung der Gnus, welche auf der Suche nach nahrhaftem Gras jährlich hunderte Kilometer durch die Savanne ziehen. Zum Ende der Regenzeit brechen sie in einer riesigen Herde mit über eine Million Tiere Richtung Norden auf. Dabei sind die Gnus und andere Tiere, die sich der Migration anschließen, etwa Zebras und Gazellen, fortwährend Gefahren ausgesetzt, besonders durch Fressfeinde wie Löwen und Geparden. Einen Höhepunkt der großen Wanderung stellt die Überquerung des Mara dar: Dort müssen die Gnus nicht nur meterhohe Steilwände überwinden, sie sind auch Krokodilen ausgeliefert. Mit Einsetzen der Regenzeit verlassen die Gnus den Norden jedoch wieder, was lange Zeit ein Rätsel war. Der Grund dafür ist, dass das Gras im Norden einen Phosphormangel aufweist und die Gnus somit zum Rückzug in den Süden zwingt.
Hintergrund mini|280px|Gnus bei der Flussüberquerung Die Dreharbeiten dauerten über zwei Jahre. Reinhard Radke hielt das Kino für das geeignetere Medium, dem Zuschauer die Weite der Serengeti-Landschaft und viele ihrer Details zu vermitteln. Anders als in der 1959 erschienenen Dokumentation Serengeti darf nicht sterben, ist die Bedrohung und Zerstörung der Natur durch den Menschen nicht Thema von Radkes Film.Serengeti darf nicht sterben bei kino-zeit.de Abgerufen am 17. August 2011. Abgerufen am 17. August 2011. Im Mittelpunkt steht die unberührte Natur:
Technik
Eine filmtechnische Besonderheit sind die mehrfach gezeigten Zeitlupenaufnahmen. Realisiert wurden diese unter Verwendung einer Hochgeschwindigkeitskamera, mit der bis zu 2000 Bilder pro Sekunde aufgenommen wurden. (PDF; 2,3 MB) Abgerufen am 17. August 2011. Eine Gyroskop-Stabilisierung ermöglichte wackelfreie Luftaufnahmen. (PDF; 893 kB) Abgerufen am 17. August 2011. Auch eine ferngesteuerte Kamera, versteckt in einer Metallbox, kam zum Einsatz.Geparden in Zeitlupe, Zeit Online Abgerufen am 17. August 2011.
Kritiken
Literatur Reinhard Radke: Serengeti. Knesebeck Verlag 2010, ISBN 978-3-86873-274-0.
Weblinks Offizielle Website
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Naturfilm