Die Rifflerhütte war eine Schutzhütte in den Zillertaler Alpen (Tirol, Österreich) für Selbstversorger. Sie bestand von 1888 bis 1945.

Geschichte Die Rifflerhütte wurde von der Sektion Prag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) auf der Birglbergalm, ungefähr 70 Höhenmeter unterhalb des Rifflersees, nach Entwürfen von Johann Stüdl errichtetDie Hütten der Sektion auf der Webseite www.johannstuedl.at und als deren zehnte Hütte am 6. August 1888 eröffnet.Leon Treptow: Die Berliner Hütten im Zillertal. Verlag der Sektion Berlin des D. u. Oe. Alpenvereins, Berlin 1922 (fünfte vermehrte Auflage, neubearbeitet von L. Grün), S. 66 Sie befand sich in einer Höhe von 2234 MeternAlpenvereinskarte Zillertaler Alpen – West. Deutscher Alpenverein, 7. Ausgabe 2006 und bot etwa 20 Personen Platz. Im Frühjahr 1896 wurde die Hütte durch eine Lawine stark beschädigt. 1900 erwarb die Sektion Berlin des DuOeAVs die Hütte gemeinsam mit der Olpererhütte und setzte sie instand. In den ersten 20 Jahren lag die Anzahl der jährlichen Besucher der Hütte meist zwischen 50 und 75.Hütten-Grundbuch der Riffler-Hütte beim Historischen Alpenarchiv der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol Im März 1945 soll die Hütte durch eine Staubschneelawine zerstört worden sein.Bernd Schröder: 25 Jahre Berliner Höhenweg, S. 6 Der Österreichische Alpenverein gibt jedoch 1948 in einem Verzeichnis der Alpenvereins-Schutzhütten für die Rifflerhütte noch 9 Matratzen und 6 Notlager an.Verzeichnis der Alpenvereins-Schutzhütten in: Mitteilungen des Österreichischen Alpenvereins, 3. Jahrgang, Heft 6 (Juni 1948), S. 48.

Zustieg Die Rifflerhütte war von Roßhag oder Neu-Breitlahner, beides im Grund des Dornaubergtals, in etwa 3½ Stunden zu erreichen. Heute kann man zur Ruine unschwierig, aber weglos in circa 20 Minuten vom Berliner Höhenweg aus gelangen, wenn man etwas oberhalb der Kesselalm abzweigt.

Touren Von der Rifflerhütte war der Hohe Riffler (3231 m) in weiteren 3½ Stunden zu besteigen. Weitere Gipfel, die von der Rifflerhütte aus ebenfalls ohne größere Schwierigkeiten begangen werden konnten, waren die Realspitze (3039 m), der Rosskopf (2845 m) sowie die Langewandspitze (2855 m). Ein Übergang bestand von der Rifflerhütte in 4½ Stunden durch die Obere Rifflerscharte (2868 m) nach Hintertux. Bis zur Zerstörung der Hütte im Jahr 1945 stellte sie den nordwestlichen Endpunkt des Höhenwegs in den südwestlichen Zillertaler Alpen, später ausgebaut als Berliner Höhenweg, dar. Sie war von der Olpererhütte in etwa 5 Stunden zu erreichen. Mit der Eröffnung des Friesenberghauses im Jahr 1931 waren auch kürzere Etappen möglich. Der Weg zwischen Rifflerhütte und Friesenberghaus verlief deutlich höher als der heutige Berliner Höhenweg in diesem Bereich und führte über die 2774 Meter hohe Untere Rifflerscharte.

Weblinks

Riffler Hütte 2234m, Sudetendeutsche Landsmannschaft, Landesgruppe Bayern

Einzelnachweise

Kategorie:Alpenhütte in Tirol Kategorie:Ehemalige Schutzhütte Kategorie:Zillertaler Alpen Kategorie:Bauwerk in Finkenberg Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Tirol Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren Kategorie:Zemmbach Kategorie:Orographie des Einzugsgebiets Ziller Kategorie:Ehemalige Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins